Behandlung einer Ohrenentzündung: Tipps und Ratschläge

· 7 Mai, 2019
Selbst wenn wir denken, dass die Ohrinfektion ausgeheilt ist, so ist es dennoch notwendig, die Antibiotika bis zum Schluss zu nehmen, um keinen Rückfall zu erleiden oder Resistenz zu entwickeln.

Heute haben wir einige Tipps zur Behandlung einer Ohrenentzündung für dich.

Eine Ohrenentzündung ist sehr schmerzhaft und entwickelt sich häufig sehr rasch. Kommt sie sehr oft oder wiederholt bei uns vor, so handelt es sich bestimmt um ein chronisches Leiden.

Deshalb können dir unsere Ratschläge vielleicht von großer Hilfe sein. Bevor du sie allerdings befolgst, ist es wichtig, zum Arzt zu gehen, da es sehr wahrscheinlich ist, dass du Antibiotika nehmen musst und ein Rezept dafür brauchst.

Tipps für die Behandlung einer Ohrenentzündung

1. Verwende lauwarme Kompressen

Frau hat Ohrenschmerzen
Lauwarme Kompressen lindern den Schmerz, der durch eine Ohrenentzündung entsteht.

Der Schmerz einer Ohrenentzündung kann unerträglich sein. Egal, auf welche Seite wir uns legen, er hört einfach nicht auf und wir wissen nicht, wie wir ihn lindern können.

Unser Lesetipp: Ohrensausen: Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Hierbei können uns lauwarme Kompressen helfen. Sie sind in jeglicher Apotheke erhältlich, oder wir können auch ein feuchtes Tuch dazu verwenden, wenn wir möchten.

  • Zuerst legen wir es in lauwarmes Wasser.
  • Nachdem wir die Kompresse oder das Tuch aus dem Wasser genommen haben, wringen wir es gründlich aus und legen es auf das betroffene Ohr.
  • Warten wir einige Momente, so spüren wir eine leichte Linderung des Schmerzes.

2. Nimm Schmerzmittel gegen die Beschwerden

Wir möchten sie vielleicht vermeiden, doch Schmerzmittel sind notwendig für die Behandlung einer Ohrenentzündung. Die folgenden Schmerzmittel sind rezeptfrei erhältlich und können uns dabei helfen, den Schmerz wesentlich zu lindern:

  • Paracetamol: Die Nebeneffekte sind bei kurzfristiger Anwendung minimal und es ist empfehlenswert, um Zahn-, Kopf- oder Ohrenweh zu lindern. Es kann allerdings die Leber angreifen und ist nicht entzündungshemmend, sondern nur schmerzlindernd. Die maximale Tagesdosis sind 3 Gramm, in drei Einnahmen unterteilt.
  • Ibuprofen: Es ist effizienter bei Muskelschmerzen, die durch Verletzung entstehen, aber hat viel mehr Nebeneffekte als Paracetamol und kann Magengeschwüre verschlimmern, weshalb man empfiehlt, es zusammen mit den Mahlzeiten einzunehmen. Ibuprofen enthält auch entzündungshemmende Wirkstoffe.

Am besten ist es jedoch, wir bitten unseren Arzt um ein Rezept für ein Schmerzmittel. Da er über unsere medizinische Vorgeschichte informiert ist, kann er jenes Medikament verschreiben, das am besten geeignet ist.

Antibiotika sind zur Behandlung einer Ohrenentzündung notwendig

Behandlung einer Ohrenentzündung mittels Antibiotika
Antibiotika sind bei der Behandlung einer Ohrenentzündung notwendig. Es gibt sie als Tropfen (lokal anwendbar) oder als Tabletten (generell).

Wir können vielleicht Schmerzmittel rezeptfrei erhalten, doch Antibiotika müssen auf alle Fälle verschrieben werden. Diese Medikamente sind sehr stark und speziell darauf ausgerichtet, die Infektion zu bekämpfen.

Rät der Arzt dazu an, dann können wir ein Schmerzmittel zusammen mit den Antibiotika nehmen. Es ist allerdings wichtig, die Anweisungen des Arztes bezüglich der Antibiotika streng zu befolgen.

Glauben wir, dass die Ohrenentzündung ausgeheilt ist und unterbrechen die Antibiotika vorzeitig, so kann sie zurückkehren. Die Antibiotika erlauben es uns, die Behandlung einer Ohrenentzündung auf eine Art anzugehen, die andernfalls unmöglich wäre.

Die Art des Medikamentes und die Menge, die wir einnehmen müssen, hängt dabei vom Schweregrad der Infektion ab.

Deshalb und auch um Resistenz und Komplikationen zu vermeiden, ist es wichtig, die Behandlung bis zum Ende durchzuführen und die vom Arzt verschriebene Dosis und Einnahmezeiten einzuhalten.

Verwendung von Paukenröhrchen

Paukenröhrchen für chronische Fälle
Bei chronischen Fällen verwendet man Paukenröhrchen.

In einigen Fällen ist die Verwendung von Paukenröhrchen bei der Behandlung einer Ohreninfektion notwendig.

Hierbei handelt es sich um ein kleines Röhrchen, das in der Nähe des Trommelfells eingesetzt wird, um so das Ohr zu belüften und die Ansammlung von Flüssigkeit zu vermeiden.

Dadurch vermeidet man all zu häufige Ohrenentzündungen.

In einigen Fällen bleibt das Paukenröhrchen für mehrere Monate im Ohr, in anderen wartet man ab, bis es von selbst herausfällt. Paukenröhrchen funktionieren meist sehr gut bei chronischen Fällen, doch ihre Verwendung muss vom Arzt entschieden werden.

Lies auch: 5 Tipps gegen Ohrenschmalz

Leidest du oft unter Ohrenentzündungen? Helfen dir lauwarme Kompressen oder Schmerzmittel?

Für die Behandlung einer Ohrenentzündung ist es grundlegend, den Ratschlägen des Arztes zu folgen und die von ihm verschriebenen Pharmazeutika richtig einzunehmen.

Des Weiteren sollte man auch ausreichend ruhen und plötzliche Luftdruckveränderungen meiden. Am besten ist es, nicht im Flugzeug zu reisen, während man unter einer Ohrenentzündung leidet.

Mit diesen Tipps können wir uns von einer solchen Infektion erholen.