Arzneipflanzen gegen chronische Gastritis

· 5 Februar, 2016
Wusstest du, dass Aloe Vera auch bei Gastritis helfen kann? Sie schützt den Magen und reguliert den Säurehaushalt.

Arzneipflanzen können gegen einige Krankheiten hilfreich sein. So zum Beispiel auch gegen chronische Gastritis.

Gastritis wird als eine der Krankheiten des 21. Jahrhunderts betrachtet. Oft wird dieses Leiden dabei durch Stress, schlechte Ernährungsgewohnheiten und Bewegungsmangel verursacht, dessen wir uns nicht bewusst sind. Aber in diesem Artikel erfährst du mehr darüber.

Anschließend findest du nützliche Tipps gegen chronische Gastritis und eine Auswahl an Arzneipflanzen, die dagegen sehr hilfreich sein können. 

Was ist Gastritis?

Gastritis ist eine Entzündung der Magenschleimhaut, die akut auftreten oder auch chronisch werden kann. Dabei sind häufige Symptome dieses Leidens:

  • Brennen im Bauchbereich
  • Magenschmerzen
  • Übelkeit
  • Verdauungsstörungen
  • Entzündungen im Bauchbereich
  • Lebensmittelunverträglichkeiten

 Lesetipp: 10 mögliche Ursachen für Gastritis

Welche Ursachen können Gastritis auslösen?

Folgende Ursachen können dieser Krankheit zugrunde liegen:

  • Milchprodukte (vor allem Vollmilchprodukte)
  • fettreiche Lebensmittel
  • Ballaststoffmangel
  • die Bakterie Helicobacter Pylori
  • bestimmte Medikamente (wie Aspirin oder andere Entzündungshemmer)
  • Alkohol
  • Tabak
  • Nahrungsmittelallergien
  • scharfe Lebensmittel
  • würzige Lebensmittel
  • Perniziöse Anämie (Mangel an Vitamin B12)
  • Reflux

Ursachen für Gastritis

Die besten Arzneipflanzen gegen chronische Gastritis

Folgende Heilpflanzen können die Symptome dieser Krankheit, von der weltweit Millionen von Menschen betroffen sind, allerdings lindern. Die genannten Pflanzen zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • Arzneipflanzen wirken entzündungshemmend gegen Schwellungen und Reizungen.
  • Sie wirken schmerzstillend und schützen dabei die Magenschleimhaut.
  • Arzneipflanzen fördern auch die Verdauung.
  • Sie reduzieren ebenfalls die Säure im Magen.

Kamille

Die Kamille birgt sehr viele gesundheitsfördernde Eigenschaften, denn sie ist entzündungshemmend und schützt und repariert die Magenschleimhaut. Deshalb ist diese Heilpflanze bei allen Magenproblemen sehr zu empfehlen. 

Zutaten

  • 1 Esslöffel Kamillenblüten (15 g)
  • 1 Tasse Wasser (250 ml)

Wie bereitet man den Tee zu?

Die Kamillenblüten zunächst mit kochendem Wasser überbrühen und davon dann täglich bis zu drei Tassen trinken.

Kamille gegen Gastritis

Aloe Vera

Aloe Vera  ist für ihre hautfreundlichen Eigenschaften bekannt, schützt jedoch auch die Magenschleimhaut. Darüber hinaus reduziert sie die Magensäure. Du kannst Aloe Vera Saft aus dem Reformhaus trinken, oder diese Heilpflanze auch in Tropfen- oder Kapselform einnehmen.

Majoran

Diese verdauungsfördernde Pflanze ist ein hervorragendes Magentonikum. Dabei kannst du sie auch als Tee trinken.

Zutaten

  • 1 Esslöffel trockene Majoranblätter- und blüten (15 g)
  • 1 Tasse Wasser (250 ml)

Zubereitung:

Das Kraut zuerst mit kochendem Wasser überbrühen, 5 Minuten ziehen lassen, dann sieben und anschließend trinken.

Boldo

Auch dieses Heilkraut ist bei Magenbeschwerden sehr beliebt. Es enthält Cineol, ein Wirkstoff, der die Magenschleimhaut schützt. Allerdings sollte man Boldo nicht länger als über einen Zeitraum von vier Wochen einnehmen.

Zutaten:

  • 1 Teelöffel trockene Boldoblüten ( 5g)
  • 1 Tasse Wasser (250 ml)

Zubereitung:

Das Kraut mit zuerst kochendem Wasser überbrühen. Dann kannst du davon dreimal täglich eine Tasse trinken, am besten nach den Hauptmahlzeiten.

Boldo gegen Gastritis

Salbei

Salbei reguliert den Säurehaushalt im Magen und ist deshalb bei chronischer Gastritis ebenfalls sehr zu empfehlen. Am besten bereitest du dir einen Tee mit diesem Heilkraut zu.

Zutaten

  • 1 Esslöffel getrocknete Salbeiblätter (15g)
  • 1 Liter Wasser

Zubereitung

Das Heilkraut zuerst mit kochendem Wasser überbrühen und 5 Minuten lang ziehen lassen. Sieben und anschließend über den Tag verteilt trinken.

Rosmarin

Mit Rosmarin kannst du deine Verdauung verbessern und dabei durch entzündete Magenwände verursachte Schmerzen lindern. Du kannst davon täglich bis zu zwei Tassen trinken, am besten nach dem Mittag- und Abendessen.

Zutaten:

  • 1 Teelöffel getrocknete Rosmarinblätter (5 g)
  • 1 Tasse Wasser (250 ml)

Zubereitung:

Auch dieser Tee wird wie bereits mehrfach beschrieben zubereitet und noch warm getrunken.

Malven

Malven enthalten viele Schleimstoffe, die die Magenschleimhaut schützen. Bereite einfach einen Tee damit zu.

Zutaten

  • 1 Esslöffel Malvenblätter- und blüten
  • 1 Tasse Wasser (250 ml)

Zubereitung

Den Tee zunächst wie gewohnt zubereiten und mit etwas Honig süßen. Trinke davon anschließend bis zu zwei Tassen täglich.  

Malven gegen Gastritis

Hibiskus

Hibiskus ist aus derselben Familie wie die Malve und hat ebenfalls ähnliche Eigenschaften.

Zutaten

  • 1 Teelöffel Hibiskus
  • 1 Tasse Wasser (250 ml)

Zubereitung

Den Tee wie gewohnt zubereiten und 5 Minuten lang ziehen lassen. Danach sieben und trinken.

Weitere Pflanzen, die reich an Schleimstoffen sind, die dir helfen können:

Lesetipp: Beruhigende Kräutertees

Hibiskus gegen Gastritis

Wie vermeidet man chronische Gastritis?

Nach einer akuten Gastritis solltest du verschiedene Maßnahmen treffen, damit sich diese nicht wiederholt oder sogar chronisch wird: 

  • Halte stes feste Essenszeiten ein.
  • Lass dabei eine Mahlzeiten aus.
  • Kaue auch alles gut und iss langsam.
  • Meide Erfrischungsgetränke (Softgetränke).
  • Meide stets Alkohol und Zigaretten.
  • Frühstücke jeden Morgen ausgeglichen (mit Cerealien, Obst…).
  • Meide Zitrusfrüchte.
  • Verzichte auf Würzsoßen wie Soyasauce, Mayonnaise und Essig.
  • Meide starke Gewürze wie Pfeffer, Curry und Cumin.
  • Verzichte auch auf sehr fette Lebensmittel.
  • Wenn du Arzneimittel zu dir nimmst, achte auf mögliche Nebenwirkungen und suche Alternativen, falls du sie nicht gut verträgst.
  • Iss grüne und gelbe Gemüsesorten (reich an Antioxidantien)
  • Iss fünfmal täglich: Frühstück, Snack, Mittagessen, Snack und Abendessen.
  • Salze deine Lebensmittel nicht zu stark.
  • Wähle Joghurt mit Probiotika.
  • Mache zwei- bis dreimal pro Woche Sport (moderat).
  • Reduziere dabei auch Stress im Alltag.
  • Meide Fast Food und bevorzuge stattdessen mehr hausgemachte und natürliche Mahlzeiten.
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