8 Tipps aus der Neurobiologie, die dich glücklich machen

26 Dezember, 2018
Es gibt viele kleine, einfache Dinge, die du tun kannst, um in deinem Körper einen großen Unterschied zu machen. Finde heraus, welche es sind!

Im Folgenden findest du 8 Tipps aus der Neurobiologie, die dich glücklich machen können.

Neurobiologie? Ja, es geht um dein Gehirn. Es gibt bestimmte Dinge, die du tun kannst, um positive Veränderungen in deinem Körper zu fördern.

Wenn deine Körperfunktionen ausgeglichen sind und du dich einer guten Gesundheit erfreust, dann fördert dies dein allgemeinens Wohlbefinden. In diesem Artikel kannst du lernen, wie du dein Gehirn einsetzen kannst, um bestimmte biologische Prozesse zu nutzen und Glückshormone freizusetzen.

8 Tipps aus der Neurobiologie, die dich glücklich machen können

1. Sei immer dankbar

Frau mit geschlossenen Augen ist dankbar und kann sich deswegen glücklich machen.

Dankbarkeit muss nicht immer verbal sein. Es ist eine Emotion, die sowohl auf denjenigen, der sie fühlt, als auch auf denjenigen, der die Dankbarkeit erhält, einen positiven Einfluss hat.

Wenn du dankbar bist, bewirkst du in deinem Leben viel Positives. Dies stimuliert die Serotoninproduktion im vorderen cingulären Kortex. Es handelt sich hier um eine Strategie, die auch bei der Behandlung von Depressionen eingesetzt wird.

2. Sei proaktiv und entschlossen

Wenn du ein Problem hast und die Lösung finden möchtest, dann versucht dein Gehirn, daran zu arbeiten. Um jedoch tatsächlich eine Lösung zu finden, brauchst du viel Energie. Wenn dir diese nicht zur Verfügung steht, kannst du dich ängstlich oder gereizt fühlen.

Wenn dein Gehirn jedoch beschließt, etwas zu tun, dann setzt es Neurotransmitter frei. Diese beruhigen dein limbisches System, was wiederum dazu führt, dass du die Welt aus einer positiven Perspektive sehen kannst.

Das bedeutet, dass du Maßnahmen ergreifen solltest, die deinem Gehirn dabei helfen, Stress im Zusammenhang mit der Problemlösung freizusetzen. Die Neurobiologie zeigt uns, dass eine proaktive Einstellung helfen kann. Denn dadurch wirst du eher Lösungen finden können, ohne deinen Körper negativ zu beeinflussen.

3. Drücke dich aus! Lass die Negativität hinter dir

Eine Frau und ein Mann sprechen miteinander und lachen.

Eine weitere Strategie aus der Neurobiologie ist, deine Gefühle auszudrücken. Wenn du deinen Gedanken freien Lauf lässt und sie ausdrückst, dann fühlst du dich besser. Die ungesunden, negativen Emotionen bleiben nicht hängen.

Denk daran, dass Negativität zu körperlichen Gesundheitsproblemen führen kann. Das ist etwa bei Angst und Stress oft der Fall.

Wenn du sagst, was du denkst, dann kannst du auf diese Weise deine Spannungen lösen. Dein Gehirn beginnt dann Serotonin zu produzieren. Das versetzt dich in eine bessere Position, um die positive Seite von unangenehmen Situationen zu sehen. Denn dadurch werden Gehirnbereiche aktiviert.

4. Soziale Interaktionen

Die soziale Interaktion ist für den Menschen von großer Bedeutung. Genauer gesagt ist das, was für die Menschen am wichtigsten ist, die soziale Unterstützung – vor allem in Form von Umarmungen und liebevollen Berührungen.

Diese Gesten können dir tatsächlich dabei helfen, dich schneller von Krankheiten und weiteren medizinischen Problemen zu erholen.

Wenn du nicht ausreichend menschlichen Kontakt bekommst, dann wird dies dein Gehirn so wahrnehmen, als wären es körperliche Schmerzen; die gleichen Bereiche in deinem Gehirn werden aktiviert.

Eine Folge davon ist, dass Prozesse ausgelöst werden, die deine Stimmung beeinflussen. Sie können dich sogar depressiv machen.

5. Höre nie auf zu lernen

Eine Frau liest ein Buch.

Höre nie damit auf, deinem Gehirn neue Informationen zu geben. Dein Gehirn wird stetige Veränderungen in deiner Umgebung aufzeichnen und sich an diese anpassen müssen.

Jedes Mal, wenn es dann diesen Anpassungsprozess durchläuft, produziert es Dopamin, das als Glückshormon bekannt ist. All das tut dein Gehirn, wenn es neue Informationen empfängt und verarbeitet. Wenn du dich also selbst glücklich machen möchtest, dann weißt du jetzt, was du tun musst.

6. Bewegung und Sport treiben

Wenn du dich körperlich betätigst, indem du zum Beispiel einen Sport ausübst, setzt du Endorphine frei. Deine Hypophyse schüttet sie als Belohnung aus und dein Gehirn nimmt sie auf ähnliche Weise wahr wie Morphium.

So reduziert das Gehirn dein Schmerzempfinden und fördert dein Wohlbefinden. Du kannst diesen Effekt bereits hervorrufen, wenn du etwas Simples wie einen schönen, langen Spaziergang genießt.

7. Gut schlafen

Eine Frau schläft zufrieden in ihrem Bett. Sie kennt unsere Tipps aus der Neurobiologie.

Wenn du im Dunkeln schläfst, produzierst du ein Hormon namens Melatonin. Dieses Hormon ist dafür verantwortlich, dass deine körperlichen Prozesse verlangsamt werden.

Das ermöglicht es deinem Körper, sich vom Tag zu erholen. Anders ausgedrückt wird der Serotoninspiegel in deinem Hypothalamus erhöht.

Wenn dein Gehirn also eine erhöhte Lichtmenge in deinem Schlafzimmer wahrnimmt, dann beginnt es damit, ein Stresshormon abzusondern. Auf diese Weise weckt es deinen Körper auf.

Aus diesem Grund ist es am besten, zwischen 6 und 8 Stunden pro Nacht zu schlafen und dabei das Zimmer so dunkel wie möglich zu halten.

  • Glenn R. Fox et al. “Neural correlates of gratitude”, Front Psychol. 2015; 6: 1491.
  • David Nutt et al. “Sleep disorders as core symptoms of depression”, Dialogues Clin Neurosci. 2008 Sep; 10(3): 329–336.
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