Zusammenhang zwischen Stress und Hyperthyreose

Stress kann sehr negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben und muss deshalb kontrolliert werden. Die Schilddrüse reagiert auf Stresssituationen empfindlich, doch in unserem heutigen Beitrag erfährst du, was du dagegen tun kannst.

Stress und Hyperthyreose stehen in engem Zusammenhang, deshalb ist es gut, mehr darüber zu erfahren und die entsprechenden Vorbeugemaßnahmen zu treffen.

Schilddrüsenstörungen treten sehr häufig auf, doch oft wird dabei nicht berücksichtigt, dass Faktoren wie Stress dafür verantwortlich sein können.

Deshalb werden wir dir heute den Zusammenhang zwischen Stress und Hyperthyreose genauer erklären. Du wirst sehen, wie wichtig es ist, alltägliche Hektik und stressige Situationen richtig zu kontrollieren und zu bewältigen.

Natürlich hat Stress auch andere Auswirkungen auf die Gesundheit, deshalb empfiehlt es sich ganz besonders, diesen durch bestimmte Techniken und Maßnahmen einzuschränken, um das innere Gleichgewicht nicht zu verlieren.

Nimm dir jeden Tag Zeit für Ruhe und Entspannung, um deine Gesundheit zu schonen!

Welcher Zusammenhang besteht zwischen Stress und Hyperthyreose?

Welcher Zusammenhang besteht zwischen Stress und Hyperthyreose? 

Um den Zusammenhang zwischen Stress und Hyperthyreose zu verstehen, ist es wichtig, die Funktionen der Nebennieren zu kennen. Wir erklären dir anschließend genauer, wie dieser Mechanismus funktioniert.

Stress und Immunsystem

Nur chronischer Stress beeinträchtigt die Funktionsweise der Schilddrüse, das heißt, dass der Stress länger als 3 Monate oder sogar länger als ein Jahr anhält und Symptome wie Nervosität, Unruhe oder Angst vorhanden sind.

  • Wenn dies der Fall ist, werden Hypothalamus und Hypophyse durch den Stress stimuliert. 
  • Diese beiden Gehirnstrukturen regen wiederum die Nebennieren an.
  • Dadurch wird das Immunsystem geschwächt und negativ beeinträchtigt.
  • In der Folge werden Zytokine produziert und es kommt zu Entzündungsprozessen. Das eigene Immunsystem greift den Organismus an, ohne zu wissen, woher die Bedrohung kommt.

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Stress und Hyperthyreose

Sehr häufig wird durch diesen Prozess auch die Schilddrüse vom Immunsystem angegriffen.

  • In der Folge kann es zu einer autoimmunen Schilddrüsenüberfunktion, das heißt einer Hyperthyreose beziehungsweise einer Hashimoto-Thyreoiditis, kommen.
  • Darüber hinaus ist nicht zu vergessen, dass Stress häufig auch den Stoffwechsel verlangsamt.
  • Dies ist nicht immer der Fall, sollte jedoch berücksichtigt werden. Manche Personen nehmen bei Stress ab, bei anderen ist genau das Gegenteil der Fall: Es kommt zu einer Gewichtszunahme, da sich die Schilddrüsenfunktion verlangsamt und weniger Triiodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) produziert werden.

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Stress und Hyperthyreose – wie kann man vorbeugen?

Stress und Hyperthyreose - wie kann man vorbeugen?

Die Störung der Schilddrüsenfunktion kann also – wie beschrieben – unter anderem durch Stress verursacht werden.

Doch welche Möglichkeiten gibt es, um sowohl Stress als auch eine Schilddrüsenstörung zu vermeiden? Hier ein paar Ideen, die du einfach in die Praxis umsetzen kannst:

Richtige Ernährung

  • Zusätzlich zu einer ausgeglichenen, vielseitigen Ernährung ist es wichtig, keine Mahlzeit auszulassen. Wenn du zum Beispiel auf das Frühstück oder das Abendessen verzichtest, kann dadurch der Stoffwechsel beeinträchtigt werden.
  • Vergiss nicht, den Konsum von Koffein, Zucker, gezuckerten Erfrischungsgetränken, Schokolade usw. einzuschränken. Diese Nahrungsmittel verstärken die negativen Auswirkungen von Stress zusätzlich.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, Nahrungsmittel mit folgenden Vitaminen und Mineralstoffen in die Ernährung einzubauen:

  • Selen
  • Jod
  • Zink
  • Eisen
  • Kupfer
  • Vitamine A, B, C und E.

Ausreichend Schlaf!

Stress und Hyperthyreose durch ausreichend Schlaf verhindern

Wie allgemein bekannt, beeinträchtigt Stress auch die Schlafqualität. Dadurch kommt es wiederum zu Gesundheitsproblemen und einem gestörten Stoffwechsel. Achte deshalb auf eine regelmäßige Schlafroutine und fördere deinen Schlaf durch folgende Gewohnheiten:

  • Mahlzeiten und Bettruhe sollten immer dieselben Zeiten haben.
  • Das Abendessen sollte 2 Stunden vor dem Schlafengehen konsumiert werden.
  • Am Nachmittag solltest du mit dem Rhythmus allmählich etwas langsamer werden. Anfangs mag dir das schwer fallen, doch du solltest dich nach der Arbeit, wenn du nach Hause kommst, daran gewöhnen, etwas Ruhe in dein Leben zu bringen.
  • Zwei Stunden vor der Nachtruhe solltest du Computer und Handy abschalten!

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Emotionale Kontrolle

Es ist nicht einfach, Emotionen zu kontrollieren, wir wissen das. Du solltest dir jedoch dafür Zeit nehmen und Techniken lernen, die dir dabei helfen. Hier ein paar Tipps:

  • Versuche, Probleme und Sorgen nicht auf Morgen zu verschieben.
  • Stress und Hyperthyreose stehen, wie du jetzt weißt, in engem Zusammenhang. Du solltest deshalb versuchen, kleine Alltagsprobleme zu lösen, bevor sie sich in große Sorgen verwandeln.
  • Konzentriere dich auf die Gegenwart. Frage nicht nach den Gründen, warum dir dieses oder jenes passiert ist. Denke nicht unruhig an die Zukunft, sondern wende diese einfache Strategie an: Was kann ich jetzt tun, um mich diesem Problem zu stellen? 
  • Befreie dich von negativen Emotionen: Sprich mit Vertrauenspersonen über deine Sorgen, führe ein Tagebuch, treibe Sport und befreie dich von Nervosität und Stress im Alltag!

Mindfulness

Mindfulness ist eine Meditationstechnik, die für Ausgleich zwischen Körper und Geist sorgt.

  • Es lohnt sich, mindestens eine Stunde Mindfulness am Tag zu praktizieren – es handelt sich um eine Lebensphilosophie, die du auch in der Ernährung und anderen Lebensbereichen berücksichtigen solltest.
  • Es geht darum, den gegenwärtigen Augenblick zu leben, die Dinge, die du gerade jetzt tust, zu genießen, aufmerksam und achtsam zu sein, den Lebensrhythmus zu verlangsamen und Verantwortung für dein Leben zu übernehmen.

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Da Stress und Hyperthyreose eng miteinander verbunden sind, kannst du mit diesen Empfehlungen vorsorgen und deine Lebensqualität verbessern. 

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