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Mit Atemtechnik gegen Stress

Stress kann man mit der richtigen Atemtechnik reduzieren.

Mit der richtigen Atemtechnik lässt sich Stress zwar nicht in Luft auflösen, jedoch besser bewältigen.

Wir möchten dir heute Atemtechniken vorstellen, mit denen du es mit etwas Übung schaffst, den Alltag weniger stressgefüllt zu überstehen und deine Stresshormone auf ein erträglicheres und gesünderes Niveau zu senken.

Stress ist nicht ungefährlich!

Stress scheint heutzutage normal zu sein und die meisten unter uns verharmlosen, welche Folgen Dauerstress für ihre Gesundheit haben kann.

Einige Beispiele, wozu Stress führen kann, möchten wir dir kurz aufzählen, damit du die Notwendigkeit erkennst, einige der Ideen gegen Stress auch wirklich  umzusetzen:

  • Viele Menschen, die an Depressionen erkranken oder unter depressiven Verstimmungen leiden, hatten vor dem Eintreten dieser seelischen Probleme Schlafstörungen oder durch Stress oder andere Ursachen bedingten Schlafmangel.
  • Auch unser Herz reagiert empfindlich auf Stress. Nicht immer führt es zu beidem, aber Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen stehen oft in Zusammenhang damit.
  • Stress macht hungrig und Appetit auf ungesunden Süßkram. Das liegt zum Teil daran, dass unserem Körper das Glückshormon Serotonin fehlt, beziehungsweise: zu wenig davon zur Verfügung gestellt werden kann. Es entstehen daraufhin Gelüste nach Serotonin-Ersatzstoffen, sie sie z.B. in Schokolade zu finden sind.
  • Mangelnde Konzentration durch Stress führt zu langsameren Reaktionen, was insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten oder im Stadtverkehr zu einem erheblichen Risiko werden kann.
  • Auch das Immunsystem reagiert empfindlich auf Stress und wird geschwächt. Daher ist man in stressigen Zeiten besonders anfällig für Infekte.

Du siehst, Stress solltest du so gut wie möglich aus deinem Leben verbannen und besser bewältigen lernen. Probiere folgende Atemtechniken aus:

Frau übt Atemtechnik gegen StressUnterbauchatmung

Setze dich dazu gerade hin, halte den Rücken aufrecht und lasse die Schultern entspannt nach unten hängen.

Lege eine Hand auf deinen Unterbauch, die andere auf deine Brust. Der Kopf sitzt entspannt zwischen den Schultern, der Blick richtet sich entspannt auf den Boden, um keine äußeren Reize zuzulassen. Du kannst auch die Augen schließen.

Atme nun tief durch die Nase in den Unterbauch ein. Die dort liegende Hand sollte deutlich spüren, wie sich der Atem in den Bauch drückt und diesen füllt.

Die Hand, die auf deiner Brust liegt, kontrolliert, dass sich der Brustkorb nicht hebt. Versuche, ganz langsam einzuatmen, indem du bis 5 oder 6 zählst.

Lasse die Luft dann kontrolliert und sanft über den Mund wieder ausströmen. Trainiere diese Atemtechnik, um immer länger und langsamer einzuatmen, sodass ein kompletter Atemzug bis zu 20 Sekunden dauern kann.

Mit dieser Atemtechnik beruhigst du Puls und Blutdruck.

Übung gegen StressAtempause

Es kann gut tun, bei Stress eine bewusste Atempause einzulegen. Diese Übung ist ganz einfach. Setze dich wie bei der ersten Atemübung aufrecht hin und schließe die Augen oder fixiere einen neutralen Punkt, damit dich keine visuellen Reize ablenken und erneut unter Stress setzen können.

Atme nun bewusst und langsam durch die Nase ein. Bevor du wieder ausatmest, lasse dir mindestens 2 Sekunden Zeit. Es sollte keine Atemnot entstehen, nur eine bewusste Atempause, um der Hektik zu entgehen.

Je langsamer du atmest und je länger die Atempause ohne Atemnot ist, desto entspannender wirkt diese Technik.

Frau macht Übung gegen StressWechselatmung

Im Gegensatz zu den beiden ersten Übungen, die du überall quasi „unsichtbar“ ausüben kannst, solltest du dich zum Ausüben dieser dritten Übung an einen ruhigeren Ort zurückziehen.

Zur Not tut es auch eine Kabine der Damentoilette, auf der du in Ruhe hinter verschlossener Tür diese Atemübung durchführen kannst.

Setze dich aufrecht und lege eine Hand an dein Gesicht. Halte dir nun das rechte Nasenloch zu und atme bewusst durch das linke Nasenloch ein.

Zum Ausatmen wechselst du das Nasenloch, hältst dir also das linke Loch wieder zu, um auf der rechten Seite der Nase wieder auszuatmen.

Da diese Übung Konzentration erfordert, beruhigt sie sich im Kopf unentwegt drehende Gedankenkarussells.

Frauen befreien sich von StressLuftpumpe

Auch für diese Übung suchst du besser einen ungestörten Ort auf, an dem du die Atemtechnik in sitzender oder stehender Haltung ausführen kannst. Setze oder stell dich entspannt hin und lasse die Arme ganz entspannt neben dir herunter hängen.

Atme tief aus, bis auch der letzte Rest Luft aus deinen Lungen entwichen ist. Hebe dann deine Arme bis hoch über den Kopf und atme dabei ganz tief, aber entspannt und nicht übertrieben ein.

Halte kurz inne und senke dann die Arme im selben Tempo ab, wie du die Luft durch den Mund wieder aus den Lungen strömen lässt.