Zähneknirschen – Gründe und mögliche Folgen

· 19 Juli, 2014
Wer an Bruxismus leidet, sollte Auslöser wie Angst und Stress verhindern. Auch der Konsum von bestimmten Arzneimitteln, Drogen, Alkohol oder Tabak kann zu diesem Leiden führen.

Beim Zähneknirschen, auch als Bruxismus bezeichnet, werden Ober- und Unterkiefer mit großer Kraft aufeinandergepresst oder es kommt zu ständigem Mahlen der Zähne. In beiden Fällen passiert dies unfreiwillig und kann sowohl im Schlaf- als auch im Wachzustand geschehen. Auch wenn der genaue Grund für diese Störung nicht bekannt ist, spielen Stress und Anspannung eine wichtige Rolle bei der Entstehung dieses Problems und können die Hauptauslöser sein.

Außerdem besteht die Möglichkeit, dass die Einnahme bestimmter Medikamente wie Drogen, Alkohol, und Tabak u.a. auch zum Zähneknirschen führen.

Was sind die Folgen?

Langfristig kann dieses Pressen oder Schleifen der Zähne folgende Konsequenzen mit sich bringen:

  • Kiefergelenkprobleme
  • Muskelentzündungen im Bereich des Kiefers
  • Frühzeitiger Verschleiß der Zähne
  • Zahnfrakturen
  • Kopf- und Ohrenschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Abrieb von Zahnschmelz
  • Übermäßige Empfindlichkeit der Zähne
  • Hypertrophie der Kaumuskulatur

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Sie können einen Mundschutz (eine Schiene) benutzen, der die Zähne vor dem Druck des Aufeinanderpressens und Schleifens schützt. Zusätzlich können Sie eine Massage der Gesichtsmuskeln, insbesondere im Bereich der Kiefer-, Nacken- und Schultermuskulatur ausprobieren.

 

Die Knirscherschiene ist die beste Behandlungsmöglichkeit gegen Zähneknirschen.
Eine Schiene ist die beste Behandlungsmöglichkeit gegen Zähneknirschen.

Natürliche Heilmittel gegen Zähneknirschen

Verwenden Sie Kräuter mit entspannenden und beruhigenden Eigenschaften, um Stress und Nervosität zu reduzieren.

Boldo

Bereiten Sie einen Aufguss mit 2,5 Gramm getrockneten Boldoblättern in 100 ml Wasser zu, bevor Sie schlafen gehen. Vermeiden Sie die gleichzeitige Einnahme mit anderen Medikamenten. Nicht länger als vier Wochen verwenden. 

Kamille

Trinken Sie vor dem Schlafengehen Kamillentee. Nicht während der Schwangerschaft anwenden. 

Baldrian

Stellen Sie einen Aufguss aus 15 g der Wurzel der Pflanze her, und lassen Sie diesen über Nacht ziehen. Nicht zu empfehlen bei Schwangerschaft, während der Stillzeit und für kleine Kinder. 

Majoran

Trinken Sie einen Tee  aus 5 g Blättern und Blütenspitzen pro 250 ml Wasser. Diesen Tee können Sie bis zu dreimal täglich einnehmen. 

Melisse

Bereiten Sie einen Tee aus einem Löffel getrockneten Melisseblätter zu und Lassen Sie ihn 15 Minuten ziehen. Davon können Sie bis zu drei Gläser täglich trinken.

Entspannende BäderEntspannungsbad

Thymian

Sie können auch ein entspannendes Thymianbad nehmen, indem Sie Ihrem Badewasser einen Aufguss aus Thymianblüten hinzufügen.

Salbei

Bereiten Sie einen Aufguss aus der trockenen Pflanze und einem Liter Wasser zu. Geben Sie diesen ins  Badewasser. Ein solches Entspannungsbad kann 15 bis 20 Minuten andauern. 

Wärmeanwendungen

Geben Sie warmes Wasser auf ein Handtuch – so, dass die Temperatur angenehm ist, und wringen Sie das warme Handtuch aus. Legen Sie es so auf, dass beide Gesichtshälften bedeckt sind. Dies wird Ihnen dabei helfen, die angespannten Muskeln zu entspannen. 

Musiktherapie

Musiktherapie wirkt wohltuend und kann Geist und Verstand von den Sorgen und Problemen des Alltags entspannen

Ernährung

Eine kalziumreiche Ernährung kann die Zähne vor dem Verschleiß, welcher ja eine Folge des Zähneknirschens ist, schützen.

 Welche Lebensmittel sind reich an Kalzium?

  • Gemüse wie Spinat, Zwiebel, Kresse, Mangold, Brokkoli.
  • Hülsenfrüchte: weiße Bohnen, Kichererbsen, Sojabohnen, Linsen.
  • Milch und Milchprodukte, Eier.
  • Fisch, Meeresfrüchte und Schalentiere.

Meiden Sie Trockenfrüchte, da diese sehr hart sind und noch mehr Kieferschmerzen verursachen können.

Weitere Ratschläge

  • Trinken Sie ein Glas warme Milch vor dem Schlafengehen.
  • Lernen Sie, die Dinge ruhiger anzugehen und eine positive Einstellung zu bekommen.
  • Machen Sie vor dem Schlafen Entspannungsübungen mit sanfter und tiefer Atmung. Diese Technik können Sie auch in jeder Stress- oder Angstsituation einsetzen.

Falls Sie grundlos mit Kieferschmerzen aufwachen könnte es sein, dass Sie an Bruxismus leiden.