Was tun, wenn nichts dich glücklich macht?

· 13 September, 2016
Wenn dich nichts glücklich machen kann, solltest du nicht verzweifeln. Du musst Schritt für Schritt kleine Veränderungen in deinem Leben einführen, die dein Wohlbefinden fördern, auch wenn es nur ganz langsam vorangeht.

In manchen Momenten macht dich nichts glücklich. Die Welt verliert ihren Glanz, die Lieder ihre Musik und das Lachen der Mitmenschen steckt dich nicht mehr mit ihrer Freude an.

In diesen Augenblicken fällt es nicht leicht, einen Grund zu finden, der stark genug ist, jeden Tag auf´s Neue aufzustehen. Doch dieser ist ganz nahe und einfach zu identifizieren: du selbst bist der wichtigste Grund!

Wenn du deine emotionalen Bedürfnisse zu wenig beachtest, wenn du erlaubst, dass deine Umgebung dich gefangen nimmt und du keinen Atem mehr hast, wenn du die Lust und die Kontrolle über deine Existenz verlierst, dann dreht sich die Welt in die falsche Richtung. 

Auch wenn andere versuchen, dich zu motivieren, dir sagen, dass die Zeit alle Wunden heilt, wenn du nicht selbst die Zügel in die Hand nimmst und bestimmst, was in deinem persönlichen Universum passieren soll, nützen die gutgemeinten Worte anderer und das Klopfen auf die Schulter auch nichts.

Es kann immer wieder vorkommen, dass es in bestimmten Augenblicken nichts gibt, das dich glücklich macht. Trotzdem solltest du nicht zulassen, dass eine schwierige Phase sich auf dein ganzen Leben negativ auswirkt. 

Anschließend erklären wir dir, was du tun kannst, damit dies nicht passiert.

Strategien, die helfen, wenn dich nichts glücklich macht

Wenn du dich an nichts erfreust, wenn du dir bewusst wirst, dass du schon mehr als drei Monate an einer negativen Gemütsstimmung leidest, vielleicht auch Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und Teilnahmslosigkeit bemerkst, wenn du das Interesse an allem verloren hast, dann solltest du auf jeden Fall mit einem Arzt sprechen.

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Du kannst an einer Depression leiden und dann ist ein Facharzt gefragt, der eine Diagnose stellen und dir individuelle Strategien zeigen kann, um deine Situation zu verbessern.

Sobald ernstere psychologische Störungen ausgeschlossen wurden, solltest du über folgende Empfehlungen nachdenken und diese täglich in die Praxis umsetzen.
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Respektiere deinen Rhythmus: Die Welt dreht sich jetzt langsamer

Wenn es dir nicht gut geht, solltest du dies nicht verheimlichen oder verstecken. Warum eine Maske aufsetzen und lachen, wenn du dich in Wahrheit traurig und niedergeschlagen fühlst?

  • Täusche anderen keine Gefühle vor, denn dies verstärkt dein Leiden nur noch mehr.
  • Du hast Recht darauf, deine Verletzlichkeit und Traurigkeit zu leben. Auch negative Emotionen haben einen Zweck (auch wenn dies in diesem Augenblick schwer fällt zu glauben): Sie weisen darauf hin, dass es an der Zeit ist, etwas zu verändern, dich besser an deine Umgebung anzupassen.

Respektiere den langsameren Rhythmus, den dein Körper und dein Geist jetzt brauchen. Du benötigst Zeit zur Selbstbeobachtung, um dir Fragen zu stellen und dein Inneres zu entdecken.

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Konzentriere dich nicht auf deine Gefühle, sondern entdecke deine Bedürfnisse

Du weißt, dass es dir nicht gut geht, du fühlst dich manchmal zornig, manchmal bist du traurig oder hast nur Lust zu schlafen. In anderen Momenten hast du das Bedürfnis, mit jemandem zu sprechen.

Du bist dir darüber bewusst, dass sich deine Gefühle auf einer Achterbahn befinden, doch jetzt ist es an der Zeit, diese zurückzulassen und darüber nachzudenken, was du wirklich brauchst.

  • Ich möchte mich besser fühlen.
  • Ich brauche Zeit für mich allein.
  • Ich muss neue Illusionen finden.
  • Ich muss von vorne anfangen.
  • Ich möchte nicht mehr traurig sein.
  • Ich möchte mich nützlich fühlen.
  • Ich möchte mich so lieben, wie ich es verdient habe.
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Kleine alltägliche Veränderungen

Niemand fühlt sich plötzlich oder von einem Tag auf den nächsten glücklicher. Das Wohlbefinden muss täglich erarbeitet werden, ganz allmählich müssen Gedanken und Gewohnheiten verändert werden.

  • Heute ist mein Ziel, einen langen Spaziergang intensiv zu genießen.
  • Heute werde ich meine negativen Gedanken kontrollieren.
  • Heute werde ich mich mit Freunden verabreden und mit ihnen über Zukunftspläne sprechen.
  • Heute werde ich mich selbst in den Mittelpunkt stellen, mir Zeit und schöne Momente schenken.
  • Heute werde ich mich für eine langfristige Aktivität entscheiden: Ich werde mich für einen Kurs anmelden, eine Reise planen…

Diese kleinen täglichen Veränderungen sorgen gleichzeitig für emotionale Verbesserungen, die ganz allmählich zu deinem Wohlbefinden beitragen.

Um glücklich zu sein, muss man verzichten lernen

Wer glücklich sein möchte, muss manchmal auch fähig sein, auf gewisse Dinge oder auch Personen zu verzichten. All dies erfordert großen Mut und ist nicht immer einfach.

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  • Du musst lernen, auf deine Bedürfnisse, dein Gewissen zu hören. Wenn du dir klar darüber wirst, was dich von deiner Essenz distanziert, weißt du auch, was dein Glück negativ beeinflusst.
  • Verzichten bedeutet zu lernen, Kreise und Lebensabschnitte abzuschließen. Du musst erkennen, welche Dinge oder Personen dein Leben nicht bereichern und nur bewirken, dass du dich schlecht fühlst.
  • Nicht immer sind andere daran schuld, dass man sich nicht glücklich fühlt. Oft sind es die eigenen Ängste und Unsicherheiten, welche die Türen zum Wohlbefinden verschließen.

Lerne, deine inneren Feinde zu identifizieren und bekämpfe sie. Die Anstrengung lohnt sich immer.