Wer über meinen Weg urteilt, dem leihe ich meine Schuhe

· 12 November, 2015
Du solltest nicht zulassen, dass dein Leben von den Urteilen anderer abhängt. Konstruktive Kritik kann uns zwar helfen zu wachsen, wir müssen jedoch lernen all jene Urteile zu ignorieren, die uns schaden.

Wie oft schon musstest du dich dem Urteil eines anderen stellen? Manchmal ist es nicht genug, den täglichen Weg zu überwinden und wir müssen zusätzlich ertragen, von anderen beurteilt zu werden über Dinge, die wir machen oder nicht machen.

Zu sagen, dass uns das nicht beeinflusst, stimmt meistens nicht.

Einfach weghören und die richtenden Kommentare über unsere Handlungen zu ignorieren ist nicht immer einfach. Insbesondere dann nicht, wenn für uns wichtige Personen diese negative Kritik abgeben: Familienmitglieder, Freunde…

Doch niemand sollte es wagen jemanden zu richten, ohne die Gefühle des anderen zu kennen oder zu wissen, was dieser durchlebt oder auf dem Rücken und im Herzen trägt.

Leihe ihnen deine Schuhe, denn keiner kennt so gut wie du die Schmerzen der Steine auf deinem Weg, die Flüße, die du überqueren musstest, ohne jemanden um Hilfe zu bitten…

Heute laden wir dich ein, darüber nachzudenken.

Der Weg, den wir gebaut haben und Lebenspfade, die uns definieren

Du bist nicht nur jene Person, die du im Spiegel siehst, nicht nur was deine Kleidung aus dir macht und auch nicht nur die Worte, die du den anderen widmest.

Dein Weg und all deine gelebten Erfahrungen haben dich geformt, sie sind tief in deinem Sein verankert… Alle jene Ereignisse, die nur du kennst und über die du selbst entscheidest, ob du sie mit jemandem teilen möchtest.

Niemand erzählt ständig all die Dinge, die man im Laufe der Zeit überwinden musste, niemand trällert seine Enttäuschungen und Niederlagen oder Siege vor sich hin. Doch warum gibt es Personen, die es wagen, über uns zu urteilen, ohne uns richtig zu kennen?

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  • Jene, die grundlos über andere urteilen, sind meist selbst frustriert.
  • Es handelt sich um mit sich selbst unzufriedene Personen, die ihre Kontroll- und Aufsichtsbedüfnisse auf das Leben anderer übertragen.
  • Häufig kommt es dazu, dass man von Familienmitgliedern beurteilt wird: „Du bist zu leichtgläubig und deshalb passieren dir diese Dinge!“, „Du hast das von Anfang an falsch gemacht, du glaubst dass du mit allem fertig wirst, doch das ist nicht so.“
  • Sie urteilen nicht über uns, um uns zu helfen und uns zu belehren, in Wirklichkeit möchten sie uns kontrollieren und unsere Gedanken an ihre eigenen Wege anpassen.
  • Es kann auch vorkommen, dass jemand deinen Weg urteilt, weil er sein eigenes Leben zu rechtfertigen versucht und dabei nur die Fehler der anderen sieht. Das ist eine häufige Tatsache.

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  • Meist werden keine Argumente vorgebracht, die wirklich helfen. Fast immer handelt es sich um einen Angriff und Verachtung. Die Argumentation ist dabei meist sehr reduziert.
  • Sie kennen keine Selbstkritik und sind nicht fähig, ihre eigenen Handlungen zu beurteilen, ihre eigenen Worte, mit denen sie anderen Fehler vorhalten und weh tun. Sie beschränken sich darauf, andere zu kritisieren.
  • Meist fehlt es jenen Personen, die andere auf ihrem Weg kritisieren, an einem eigenen, authentischen Leben, Hobbies und Leidenschaften, auf die sie sich konzentrieren könnten, statt anderen das Leben schwer zu machen.
Frau mit Maske auf dem Weg

Wie kann man sich vor fremden Urteilen wehren?

Oft sagen wir uns selbst, dass uns diese Urteile nicht belasten. Das ist auch möglich, wenn das Urteil beispielsweise von einem Arbeitskollegen oder einer nicht allzu eng befreundeten Person kommt. Dann vergessen wir es auch schnell wieder.

Doch wenn die besten Freunde, der Partner oder die Familie deinen Weg kritisieren?

In diesem Fall fühlen wir uns oft beleidigt oder verletzt. Als erstes solltest du Ruhe bewahren und dich auf dich selbst konzentrieren. Dabei können dir folgende Formulierungen helfen:

„Ich weiß wer ich bin, ich weiß was ich bereits überwunden habe und bin stolz auf jeden einzelnen Schritt auf meinem Weg, auf jeder Erfahrung, die auf Fehler basiert. Nur ich selbst kann über mich urteilen, nur ich selbst weiß, wie ich mich fühle und wie glücklich ich mit allem bin, was ich erreicht habe.“

  • Bestätige dir selbst dein Selbstwertgefühl und vermeide verletzende Kommentare. Wenn du jemandem Wut oder Verachtung zeigst, dauert es länger bis die negativen Gefühle, die dir schaden, abgebaut werden.
  • Zeige deine Enttäusschung. Stelle klar, dass niemand das Recht hat, dich auf diese Art zu urteilen und dass jene, die es trotzdem machen, dich nicht kennen und dich deshalb enttäuschen.
  • Wer es wagt, deinen Weg und deine Erfahrungen negativ zu kritisieren, ist kein guter Weggefährte, egal ob es sich dabei um die Mutter, den Bruder oder deinen Partner handelt.
  • Wer nicht akzeptiert, dass du dich bei manchen Entscheidungen geirrt hast und deshalb schlecht über dich urteilt, hat vielleicht ein zu ausgeprägtes Ego. Wer sich selbst als unfehlbar betrachtet, ist nicht fähig Selbstkritik zu üben oder Einfühlungsvermögen zu zeigen.
Mann auf dem Weg

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Wenn deine Mitmenschen im Alltag stets nur schlecht über dich urteilen, wirst du zum Sklaven fremder Meinungen. Lass das nicht zu!

In diesem Fall solltest du darüber nachdenken, ob es nicht besser wäre, auf Distanz zu gehen und von jenen, die nicht fähig sind, das Gute, deine Aufrichtigkeit und dein inneres Licht zu sehen, Abstand zu nehmen.