Tees und Aufgüsse: Eigenschaften und Zubereitung

9 Februar, 2019
Dieser Tee enthält wenig Tein und wird am besten mit heißem, jedoch nicht kochendem Wasser überbrüht, damit er nicht bitter wird. Er beugt frühzeitiger Alterung vor.

Viele trinken jeden Tag Tees oder Aufgüsse, denn die Auswahl ist riesig und die gesundheitsfördernden Eigenschaften sehr interessant.

Im folgenden Beitrag findest du eine Übersicht über die häufigsten Tees und Aufgüsse, deren Wirkungen und wie man diese zubereitet. Diese köstlichen Getränke sollten in keiner Küche fehlen!

Tees und Aufgüsse

Grüner Tee

Grüner Tee ist eine natürliche Medizin und wird von vielen weltweit als einer der gesündesten Tees angesehen.

Nahezu alle im frischen Blatt enthaltenen Wirkstoffe bleiben erhalten: Antioxidantien, welche die Zellalterung verlangsamen, blutreinigende Substanzen, verdauungsfördernde Stoffe und  Catechine, die unter anderem beim Abnehmen helfen.

Grüner Tee ist reich an den Vitaminen A, B und C, Fluor, Natrium und anderen Mineralien. Er stärkt das Immunsystem und schützt vor Infektionen und Viren.

Damit der Tee nicht bitter schmeckt, wird er mit heißem, aber nicht kochenden Wasser zubereitet.

Die Chinesen waren die ersten, die diesen wundervollen Tee entdeckten, auch in Japan ist Grüntee sehr beliebt. Der Unterschied chinesicher und japanischer Tees liegt in der Verarbeitung.

grüner-tee-japanisch

Entdecke auch: 6 tolle Hausmittel mit Schwarztee, von denen du begeistert sein wirst

Schwarzer Tee

Schwarzer Tee ist in der westlichen Kultur sehr beliebt. Er wird gerne in Kombination mit etwas Milch zum Frühstück oder nachmittags getrunken.

Sein Geschmack und seine Eigenschaften machen ihn zu einem wunderbaren Getränk. Er enthält viele Antioxidantien, wirkt sättigend, ist gut für den Magen, gleichzeitig jedoch kalorienarm.

Ein großer Vorteil von Schwarztee ist, dass er im Laufe der Zeit seinen Geschmack nicht verliert. Durch den Oxidationsprozess werden die Blätter der Camilla Sinensis schwarz, deshalb der Name.

Schwarztee ist anregend weil er mehr Tein als beispielsweise grüner Tee enthält. Die ideale Wassertemperatur für die Zubereitung dieses Tees liegt bei 95°C, seine Intensität hängt von der Sorte ab und davon, wie lange man ihn ziehen lässt.

Weißer Tee

Weißer Tee ist ein „Elixier der Jugend“. Es handelt sich um eine exquisite Teesorte, für die nur junge Sprossen gesammelt werden. Da die jungen Blätter einen weißlich-silbrigen Flaum aufweisen, wurde dieser Name gewählt.

Sie werden an bestimmten Frühlingstagen von Hand geerntet. Weißer Tee wird in den hohen Bergen von Fujian, China, angebaut. Er hat einen köstlichen Geschmack und ein feines Aroma, enthält Vitamin C und E sowie Antioxidantien. Darüber hinaus wirkt er harntreibend. Man sollte ihn bei einer Temperatur von 75°C zubereiten.

Weißer Tee soll Jugend und Lebensenergie schenken!

aufgüsse

Roter Tee

Roter Tee wird auch „Pu-erh“ genannt und ist bekannt für seine wunderbare fettverbrennende Wirkung.

Es ist der „Tee der Kaiser“, weil er für lange Zeit der einfachen Bevölkerung verboten war. Roter Tee hat einen starken, erdigen Geschmack und eine dunkle, rötliche Farbe.

Der Reifeprozess dauert Jahre. Drei Tassen dieses Tees pro Tag beseitigen Körperfett und senken den Cholesterinspiegel. Die optimale Temperatur beträgt 95°C.

Blauer Tee

Blauer Tee ist auch unter dem Namen „Oolong“ bekannt. Er  befindet sich in der Mitte zwischen grünem und schwarzem Tee: Der Fermentationsvorgang wird unterbrochen, der Tee dann eingerollt und bis zu zwanzigmal oxidiert.

Oolong kommt aus zwei verschiedenen Regionen, zum Beispiel aus Fujian (China) und Formosa (Taiwan).

Er schmeckt ähnlich wie grüner Tee und kann je nach Verarbeitung heller oder dunkler sein. Blauer Tee enthält Antioxidantien, stärkt das Immunsystem, reguliert den Cholesterinspiegel, senkt den Blutdruck und zeichnet sich auch durch wertvolle Vitamine und Mineralien aus.

Die optimale Aufgusstemperatur beträgt 90°C.

aufgüsse-für-die-verdauung

Kräutertees und ihre Eigenschaften

Jetzt sind verschiedene Kräutertees und Aufgüsse an der Reihe: Nachfolgend erfährst du mehr über die häufigsten Heilkräuter, die für Tees verwendet werden.

Kamille

Kamillentee wird allgemein zur Behandlung von leichten Verdauungsstörungen, Magenverstimmungen, Koliken, Durchfall und Gastritis eingesetzt.

Er hilft auch bei Hautreizungen oder Augenentzündungen und wird bei Atemwegserkrankungen wie Asthma, Husten oder Erkältungen eingesetzt. Kamillentee wird außerdem zur Behandlung von Akne und oberflächlichen Wunden verwendet.

Entdecke auch: Kamillentee mit Ingwer gegen Reizdarmsyndrom

Minze

Minztee hat antiseptische, krampflösende und verdauungsfördernde Eigenschaften. Er reduziert Blähungen, wirkt gegen Insekten, hält den Atem frisch und wird bei Erkältungen und Husten verwendet.

minze6

Linde

Sowohl die Früchte als auch die Blüten der Linde finden medizinsiche Verwendung. Lindenblütentee ist ein Schmerzmittel und wirkt auch nervenberuhigend.

Er fördert die Verdauung und hilft bei Schlafproblemen. Diese Pflanze kann auch verwendet werden, um arterielle Probleme, Menstruationsbeschwerden und Koliken zu lindern.

Baldrian

Baldrian hat ähnliche beruhigende und entspannende Eigenschaften wie die Linde. Hier darf die empfohlenen Menge nicht überschritten werden, da es sonst zu einer übermäßigen Beruhigung des Nervensystems, verlangsamten Bewegungen oder einem niedrigem Blutdruck kommen kann.

Anis

Kaut man die Blätter, geben sie frischen Atem, sie wirken schleimlösend, stärken den Magen, regeln den Menstruationszyklus, lindern Blähungen und helfen bei der Verdauung.

Rosmarin

Die heilende und beruhigende Wirkung von Rosmarin ist sehr bekannt. Außerdem stärkt dieses Kraut das Gedächtnis und verbessert die Durchblutung.

rosmarin

  • Kuhr, S., & Engelhardt, U. H. (1991). Determination of flavanols, theogallin, gallic acid and caffeine in tea using HPLC. Zeitschrift Für Lebensmittel-Untersuchung Und -Forschung. https://doi.org/10.1007/BF01202507
  • Schöllman, C. (2001). Oolong-Tee – Alternative bei atopischer dermatitis? Arztezeitschrift Fur Naturheilverfahren.
  • Quideau, S., Deffieux, D., Douat-Casassus, C., & Pouységu, L. (2011). Pflanzliche Polyphenole: chemische Eigenschaften, biologische Aktivität und Synthese. Angewandte Chemie. https://doi.org/10.1002/ange.201000044
  • Münstedt, K., & Männle, H. (2015). Grüner Tee zur primären und tertiären Prophylaxe des Mammakarzinoms. Deutsche Zeitschrift Fur Onkologie.
  • Ammon, H. P. T., & Kaul, R. (1992). KAMILLE. PHARMAKOLOGIE DER KAMILLE UND IHRER INHALTSSTOFFE. Deutsche Apotheker Zeitung.