Pilze mit traditioneller Heilwirkung

· 25 März, 2019
Es gibt einige Pilze mit traditioneller Heilwirkung, die weltweit gegen Erkrankungen und Beschwerden verzehrt werden. Erfahre mehr!

Nicht in jedem Land werden dieselben Pilze mit traditioneller Heilwirkung zu denselben therapeutischen Zwecken genutzt, denn Traditionen sind nicht immer grenzüberschreitend. Erfahre, welche Pilze in welchen Ländern zu welchen Zwecken eingesetzt werden.

Pilze mit traditioneller Heilwirkung, nicht als Rauschmittel

Wenn es um Pilze mit traditioneller Heilwirkung geht, dann meinen wir nicht solche Pilze, die mit berauschender Wirkung als illegale Drogen verwendet werden, sondern solche, die in der Naturheilkunde eingesetzt werden, um Beschwerden zu lindern.

Pilze mit traditioneller Heilwirkung werden nach Überlieferung angewendet und weder Wirkung noch Anwendung sind in den meisten Fällen wissenschaftlich gesichert. Wenn du unter Beschwerden leidest, solltest du also immer erst einen Facharzt aufsuchen, bevor du Pilze ausprobierst um deine Leiden zu lindern.

Wir möchten dir heute verschiedene Pilze mit traditioneller Heilwirkung vorstellen. Es ist interessant, zu erfahren, was in anderen Ländern oder Regionen überliefert wrd. Viellecht erinnerst du dich, wenn du in Zukunft folgende Pilze isst:

Pilze mit traditioneller HeilwirkungShiitake

Ursprünglich stammt der Shiitake Pilz aus China, wo er in den Wäldern natürlich vorkommt. Mittlerweile wird er aber weltweit angebaut, sodass der frische Shiitake Pilz, den du brätst, nicht erst um die halbe Welt geschifft werden muss, um auf deinem Teller zu landen.

Shiitake Pilze gehören bis heute zu den teuren Speisepilzen. Sie werden in China und auch Japan als besonders wirksame Pilze in der Naturheilkunde genutzt. Traditionell werden sie angewendet bei:

Dabei scheint die Art der Zubereitung egal zu sein, allein der häufige Verzehr soll diese Beschwerden lindern können.

Pilze mit traditioneller HeilwirkungReishi

Der fernöstliche Name gaukelt vor, den Pilz gäbe es nur in Asien, jedoch wächst der Reishi Pilz auch in unseren Wäldern. Dort wird er jedoch, weniger exotisch, „glänzender Lackporling“ genannt.

Er ist nicht besonders schmackhaft, sodass du ihn bei uns nicht als Speisepilz angeboten findest. In China wird er nur als Heilmittel verwendet.

Er soll das Immunsystem stärken und den Stoffwechsel anregen. Seine anregende Wirkung wird jedoch auch auf den Geist bezogen, sodass er gerne auch eingesetzt wird, um ein langes Leben mit fittem Geist erlangen zu können. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird er auch als „Königin der Heilkräuter“ bezeichnet.

Du bekommst ihn eventuell in Asiashops oder in Reformhäusern. Meist ist der Pilz getrocknet oder als Pulver erhältlich und hat eine weite Reise aus China hinter sich.

Ein Versuch wert:

TCM Methode gegen Bluthochdruck

Noch mehr Pilze mit traditioneller Heilwirkung

Mandelpilz / Mandel-Egerling

Dieser Pilz ist einer der Pilze mit traditioneller Heilwirkung, die neuerdings als sogenannte „Vitalpilze“ gegen Krebs propagiert werden. In Japan und auch Kalifornien wird der Pilz oder Extrakte daraus in der alternativen Krebstherapie genutzt. Wissenschaftliche Belege dafür gibt es allerdings nicht.

Pom-Pom

Der Pilz hat seinen Namen aufgrund seines Aussehens bekommen. Ein anderer Name für den Pilz mit dem lustigen Erscheinungsbild ist auch einprägsam: Igel-Stachelbart oder auch Löwenmähne.

Er wächst auch in Europa, wird aber, wen wundert’s, hauptsächlich in China als Pilz mit Heilwirkung genutzt. Er soll wirksam sein bei:

  • Magenbeschwerden
  • Atemproblemen
  • Zu hohem Cholesterinspiegel
  • Nervenleiden
  • Schwachem Immunsystem
  • Krebs

Wie bei allen Methoden, bei denen Pilze mit traditioneller Heilwirkung verwendet werden, können keine Angaben zur Wirksamkeit gemacht werden, da nicht immer klar ist, welche Stoffe der Pflanze wirksam sein könnten und diese nicht in jedem Pilz in gleicher Konzentration vorhanden sind.

Lecker mit Champignons:

Rezept für gefüllte Pilze

Chinesischer Raupenpilz

Dieser Pilz sieht tatsächlich aus wie eine Raupe, hat aber seinen Namen deshalb bekommen, weil er Raupen befällt.

Er kommt im Hochland Tibets vor und wird nirgendwo sonst auf der Welt angebaut, da die Pilze die Raupen einer bestimmten Schmetterlingsart benötigen, um sich zu entwickeln.

Die Pilze werden per Hand in der freien Natur geerntet und sind dementsprechend unglaublich teuer. Sie werden seit Generationen in der TCM eingesetzt und sollen wirksam sein bei:

  • Rückenschmerzen
  • Lungenproblemen
  • Leber- und Nierenbeschwerden
  • Herz-Kreislauf-Problemen

Manchmal heißt es auch, er habe eine aphrodisierende Wirkung, wirke kräftigend und töte Viren und Krebstumore. Die Forschungen dazu laufen noch.