Pilates während der Schwangerschaft: Wann kann es gefährlich werden?

8 August, 2019
Pilates zählt zu den in der Schwangerschaft am häufigsten empfohlenen Bewegungsformen. Doch es können auch Gefahren auftreten. Erfahre hier warum und in welchem Schwangerschaftsabschnitt 

Bewegung ist in der Schwangerschaft für die Mutter und auch für den kleinen Bauchbewohner sehr gesund. Ärzte empfehlen sanfte Sportarten wie Schwimmen, Gehen oder Yoga. Auch Pilates wird während der Schwangerschaft von vielen werdenden Müttern gewählt, um in Form zu bleiben.

Doch weißt du, wann diese Sportart gefährlich werden könnte? Erfahre heute mehr über dieses Thema.

Pilates in der Schwangerschaft?

Während der Schwangerschaft sind die meisten werdenden Mütter besonders vorsichtig und informieren sich gut über die nötige Ernährung und gesunde Sportarten. Deshalb möchten wir in unserem heutigen Beitrag einige Fragen und Zweifel im Zusammenhang mit Pilates beantworten. Lies weiter, um mehr zu diesem Thema zu erfahren.

Was ist Pilates?

Was ist Pilates?
Pilates ist eine Bewegungsform, bei der Körper und Geist trainiert werden.

Joseph Hubertus Pilates hat diese Bewegungsform entwickelt, die auch seinen Namen trägt. Es handelt sich um ein Übungsprogramm, bei dem Körper und Geist trainiert werden. Damit wird unter anderem bezweckt, die Konzentration, Kontrolle und Atmung zu verbessern.

Diese Sportart kann am Boden oder mit bestimmten Geräten praktiziert werden. Dabei wird die Körperkraft trainiert, die Flexibilität und auch die Geschicklichkeit verbessert. Außerdem fördert diese Bewegungsform auch das Selbstbewusstsein und hilft, eine bessere Beziehung zu sich selbst zu entwickeln.

Doch wie schaut es mit Pilates in der Schwangerschaft aus? Die Antwort variiert je nach physischer Kondition der schwangeren Frau. Jede Person ist anders und auch jede Schwangerschaft verläuft unterschiedlich, deshalb kann keine allgemeine Antwort gegeben werden. Der behandelnde Arzt sollte entscheiden, ob und welche Bewegungsformen zu empfehlen sind.

Pilates kann werdenden Müttern helfen, den Körper zu stärken und auf die bevorstehende Geburt vorzubereiten. Frage deinen Arzt, ob diese Sportart für dich in Frage kommt.

Wie wird Pilates in der Schwangerschaft praktiziert?

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Gehen wir davon aus, dass dein Arzt deinen physischen Zustand bewertet hat und zu dem Schluss gekommen ist, dass du Pilates ohne jedes Risiko praktizieren kannst. Doch wie oft solltest du trainieren? Und kannst du alle Übungen problemlos durchführen?

Die Empfehlungen variieren, denn nicht alle Experten sind sich einig. 
Anschließend erfährst du mehr über die dahingehenden Beobachtungen, die im Journal of Yoga and Physioteraphy veröffentlicht wurden:
  • Pilates kann vom Anfang der Schwangerschaft an bis zur Geburt praktiziert werden. Allerdings sollte dies immer mit ärztlicher Überwachung geschehen.
  • Es empfehlen sich zwei bis drei Sitzungen pro Woche.
  • Im ersten Schwangerschaftsmonat sollte das Training nicht länger als 20 Minuten durchgeführt werden. Danach kann eine Sitzung zwischen 45 und 60 Minuten dauern.
  • Bei Pilates ist es sehr wichtig, jede Übung korrekt zu realisieren. Die Anzahl der Wiederholungen ist nicht ausschlaggebend.

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Vorteile von Pilates während der Schwangerschaft

Vorteile von Pilates während der Schwangerschaft 
Pilates hilft dir, dich während der Schwangerschaft physisch und emotional besser zu fühlen.

Pilates kann in der Schwangerschaft sehr vorteilhaft sein, nicht nur für deinen Körper, sondern auch für deinen emotionalen Zustand. Zu den wichtigsten Vorteilen zählen folgende:

  1. Weniger Angst bei der Entbindung: Die Atemtechniken, die bei Pilates praktiziert werden, helfen Frauen, die Geburtswehen besser zu ertragen.
  2. Möglicherweise wird dadurch auch die Eröffnungsphase einfacher, da die werdende Mutter durch die Übungen flexibler wird.
  3. Auch der Beckenboden wird dabei gestärkt.
  4. Außerdem verbessert sich nicht nur die Flexibilität, sondern auch die Koordination.
  5. Auch die Atemtechniken und Selbstkontrolle sind während der Entbindung sehr vorteilhaft.
  6. Damit kannst du gleichzeitig gegen Krampfadern, Hämorrhoiden und Rückenschmerzen vorbeugen.
  7. Pilates verbessert außerdem dein Selbstwertgefühl.
  8. Dein Körper wird damit gestärkt.
  9. Nach dem Training ist dein Körper entspannt.
  10. Damit kannst du auch Schlafproblemen in der Schwangerschaft vorbeugen.

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Wann wird Pilates in der Schwangerschaft nicht empfohlen?

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Wie bereits erwähnt, muss der behandelnde Arzt je nach Zustand der werdenden Mutter entscheiden, ob Pilates vorteilhaft sein kann oder nicht. Im Allgemeinen empfiehlt sich diese Sportarten in folgenden Fällen NICHT:

  1. Bei Bluthochrduck während der Schwangerschaft. 
  2. Im Falle einer Unter- oder Fehlentwicklung oder bei Wachstumsverzögerungen
  3. Bei Präeklampsie
  4. Wenn Risiken in der Schwangerschaft auftreten.

Vergiss nicht, dass es auch wichtig ist, spezielle Pilates-Übungen für Schwangere zu praktizieren, denn nicht alle Bewegungsabläufe sind während der Schwangerschaft zu empfehlen. Übungen in Rückenlage, in Bauchlage und starke Dehnungen sind nicht geeignet.

Pilates kann in der Schwangerschaft für die werdende Mutter und für das heranwachsende Baby viele Vorteile haben. Doch lasse dich immer ganz individuell von deinem Arzt beraten, bevor du dich in einen Kurs einschreibst! Du solltest deine Gewohnheiten nicht ohne die Zustimmung deines Arztes verändern. Deine Gesundheit und die deines Kindes stehen jetzt an erster Stelle!

  • Dilek S G. Pregnancy Pilates and Benefits of Pregnancy Pilates during Childbirth. J Yoga & Physio. 2018; 5(1): 555652. DOI:10.19080/JYP.2018.05.555652.002
    King M, Green Y (2002) Pilates workbook for pregnancy. Octopus Publishing Group, Canada.
  • NCBI. (2009). Effects of natural childbirth preparation versus standard antenatal education on epidural rates, experience of childbirth and parental stress in mothers and fathers: a randomised controlled multicentre trial. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19538406
  • Balogh, A. (2005). Pilates and pregnancy. RCM Midwives : The Official Journal of the Royal College of Midwives, 8(5), 220—222. Retrieved from http://europepmc.org/abstract/MED/15960329