Natürliche Heilmittel bei Talgzysten

27 Juli, 2014

Für die natürliche Behandlung von Talgzysten werden homöopathische Mittel, Vitamine, Kräuter und heiße Kompressen verwendet. Bei den Talgzysten (auch Atherome genannt) handelt es sich um Zysten oder Geschwülste, die sich unter der Haut bilden.

Auch wenn Talgzysten in den meisten Fällen gutartig sind und oft von selbst wieder verschwinden, können sie lästig und unschön sein. Manchmal kann es auch zu einer Infektion kommen. Um Komplikationen zu vermeiden, sollten Talgzysten behandelt werden.

Natürliche Heilmittel gegen Talgzysten

Natürliche Heilmittel erlauben eine sanfte Behandlung der Zysten. Sie sind außerdem kostengünstig und oftmals können wir uns dadurch weitere medizinische Behandlungen ersparen. Auch wenn es sich bei diesen Heilmitteln um sichere alternative Behandlungsformen handelt, kann es zu Nebenwirkungen kommen. Deshalb sollten Sie zuerst mit Ihrem Arzt oder Naturheilpraktiker über die Behandlungsmethoden sprechen.

Feuchte Wärme

Feuchte Wärme wie zum Beispiel Kompressen mit einem heißen Tuch können direkt auf die Zyste angebracht werden. Sie helfen so, die Zyste mit Feuchtigkeit zu versorgen und fördern die Wundheilung. Vermeiden Sie den Gebrauch eines sehr heißen thermischen Kissens (und verwenden Sie dieses nie eingeschaltet wenn es feucht ist), es könnte Infektionen verursachen, da sich die Bakterien in der Zyste durch zu starke Hitze schneller vermehren könnten. Wenn die Zyste nicht auf die feuchte Wärme reagiert, sollten Sie sich an einen Arzt wenden.

Teebaumöl

Das Nationale Zentrum für Komplementär- und Alternativmedizin der Vereinten Staaten (NCCAM) empfiehlt die Anwendung von Teebaumöl, denn es hat eine stark antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung. Da viele Zysten durch Bakterien entstehen, ist die Anwendung von Teebaumöl optimal, um eine Infektion zu vermeiden und die Wundheilung zu beschleunigen.

Aloe Vera

Aloe

Einige Naturheilpraktiker empfehlen das Gel der Aloe Vera für die Behandlung von Talgzysten, denn sie gehen davon aus, dass das Gel die Bakterien abtötet und den Schmerz stillt. Laut Medline Plus gibt es verschiedene Studien, die aufzeigen, dass das Gel der Aloe Vera Bakterien abtötet und dass die Wunde so schneller heilt.

Konsumieren Sie Nährstoffe, die das Immunsystem stärken

Ein starkes Immunsystem hilft dem Körper bei einer Selbstheilung der Zysten. Essen Sie viele Früchte, darunter Beeren und Zitrusfrüchte, denn sie enthalten viele Antioxidantien. Wichtig sind auch Vollkornprodukte und Gemüse, vor allem grünes Gemüse. Sie können auch Nahrungsergänzungsmittel aus Rotem Kleeblatt und Großer Klette einnehmen. Auf diese Weise können Sie Ihr Immunsystem stimulieren und Giftstoffe können leichter ausgeschieden werden.

Achten Sie auf Sauberkeit

Um eine Infektion zu vermeiden ist es wichtig, dass Sie die betroffene Stelle täglich mit einer antibakteriellen Seife reinigen.

Ein gesunder Lebensstil hilft, Talgzysten vorzubeugen

Ein gesunder Lebensstil hilft uns, einen optimalen Gesundheitszustand zu erhalten. Auf diese Weise können wir das Risiko reduzieren, Talgzysten zu entwickeln.

Erholen Sie sich genügend

Bei zu wenig Schlaf wird das Immunsystem geschwächt, was verschiedene Beschwerden verursachen kann. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass Sie stets genügend schlafen.

Vermeiden Sie raffinierten Zucker

Ein übermäßiger Konsum von Zucker unterdrückt die Funktionen unseres Immunsystems, folglich kann es zu Entzündungen und auch zu Krankheiten kommen. Um unseren täglichen Zuckerkonsum zu verringen, vermeiden wir am besten Softgetränke, gesüßte Fruchtsäfte, verarbeitete Backwaren, gezuckerte Cornflakes und Aperitif-Produkte.

Reduzieren Sie Stress

Estres-gastritis

Einige Homöopathen und Naturheilprakter glauben, dass auch Stress für die Bildung von Talgzysten verantwortlich sein kann. Viele Experten sind der Meinung, dass vermehrter Stress die Funktion des Immunsystems verändern kann und so steigt auch das Risiko, Talgzysten zu entwickeln. Wir sollten deshalb lernen, Stress zu vermeiden.

Wann Sie zum Arzt gehen sollten

Talgzysten, die nicht wieder von selbst verschwinden, benötigen eine ärztliche Behandlung. In folgenden Fällen sollten Sie einen Arzt aufsuchen:

  • Die Talgzyste vergrößert sich.
  • Die Talgzyste wird schwerer.
  • Die Talgzyste schmerzt.
  • Die Talgzyste zeigt Symptome einer Infektion, darunter eine Entzündung und eine Rötung, oder die Talgzyste errötet bei Berührung.

Bei infizierten oder großen und schmerzenden Zysten kann es vorkommen, dass sie medizinisch entfernt werden müssen. Dabei handelt es sich um einen leichten Eingriff, der direkt in der Arztpraxis mit örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann.  Meistens braucht es dazu nur einen Arztbesuch.

Die Entfernung der Zysten findet in mehreren Schritten statt:

Zuerst wird die Zyste operativ entfernt. Für diese Operation macht der Arzt einen kleinen Einschnitt in der Zyste. Danach wird die komplette Zystenhaut oder die Zystenwand entfernt. Der Arzt entnimmt den Inhalt der Zyste, damit sie gereinigt werden kann.

In einigen Fällen ist es nötig, die Stelle nach dem Eingriff zu nähen. Die Fäden werden meist nach 1-2 Wochen entfernt.

Je nach Stelle und nach Art der Zyste kann sie auch mit Laser entfernt werden. Dieses Verfahren hinterlässt nur minimale Narben.

Es ist sehr selten, dass es durch den Eingriff zu Komplikationen kommt. Allerdings sollte nie versucht werden, die Zyste auf eigene Hand zu öffnen, zu reinigen oder auszudrücken, denn so kann es zu einer Infektion kommen und ein Arztbesuch kann nicht vermieden werden.

Probieren Sie es vorerst mit natürlichen Heilmittel

Glücklicherweise sind Talgzysten zwar meist unangenehm jedoch nicht gefährlich. Wenn wir die natürlichen Heilmittel anwenden und einen gesunden Lebensstil führen, können wir die Symptome lindern. Sie sollten sich jedoch bewusst sein, dass die Zyste nicht ewig mit natürlichen Heilmitteln behandelt werden kann. Wenn keine Reaktion stattfindet, muss eine konventionelle Behandlung durchgeführt werden.

Wenn Sie eine Talgzyste haben, die nicht schmerzt oder sehr unangenehm ist, versuchen Sie am besten, diese mit feuchter Hitze, mit Pflanzenextrakten oder mit homöopathischen Mitteln zu behandeln. Wenn Sie keinen Erfolg haben, können Sie die Zyste immer noch operativ entfernen lassen.

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