Mit Tätowierung Frauen ihre Weiblichkeit zurück schenken

· 18 Dezember, 2016
Frauen bekommen Brustwarzen tätowiert, um sich wieder weiblich zu fühlen

Nach einer Brustamputation fühlen sich viele Frauen unvollkommen, weil ihnen Brustwarzen fehlen und ihnen dadurch gefühlt ein Stück Weiblichkeit verloren ging.

Doch eine Gruppe von Tätowierern schenkt diesen Frauen ihre Weiblichkeit zurück!

Frauen nach Brustkrebs-OP

Wurde Frauen bei einer Brustkrebs-OP die Brust entfernt, so entscheiden sich viele Betroffene für eine Rekonstruktion der Brust mithilfe von plastischer Chirurgie und Brustimplantaten.

Was plastische Chirurgie jedoch nicht kann, ist, eine Brustwarze zu rekonstruieren und damit der künstlichen Brust ein natürliches Aussehen zu verleihen.

Bei der medizinischen Tätowierung wird in einer Kombination aus Tätowierung und Permanent Make-Up versucht, die Brustwarze oder den Vorhof optisch zu imitieren.

Diese Technik kommt auch dann zum Einsatz, wenn durch Unfälle oder andere Operationen nur ein Teil des Vorhofes oder der Brustwarze fehlen und optisch wiederhergestellt werden sollen.

Bei psychischen Komplexen, wenn beispielsweise Frauen mit der Pigmentierung oder Größe ihres Warzenvorhofes nicht zufrieden sind und darunter leiden, ist auch eine Nachpigmentierung oder optische Vergrößerung durch Tätowierung möglich.

tattooVoraussetzungen zur Imitation

Frauen, die sich für eine medizinische Tätowierung entscheiden, bringen unterschiedliche Voraussetzungen mit.

Dementsprechend unterschiedlich fällt auch das Endergebnis aus.

Oft wird im Zuge einer Brustrekonstruktion auch die Brustwarze samt Vorhof rekonstruiert. Dafür wird oft körpereigenes Gewebe verwendet, welches Farbe und Struktur des ursprünglichen Gewebes ähnlich ist, beispielsweise von Augenlid oder Leiste.

Die Herkunft dieses Gewebes ist ein wichtiger Grund für das endgültige Ergebnis der optischen Imitation, da jedes Hautgewebe die Farbe unterschiedlich aufnimmt.

Oft ist das Gewebe, auf das tätowiert werden soll, auch durch Operationen oder Rekonstruktionen vernarbt, was eine weitere Herausforderung für den Tätowierer darstellt.

Wichtig ist auch zu verstehen, dass eine optische Rekonstruktion oder Imitation keine Garantie dafür ist, dass es den betroffenen Frauen nach Abschluss der Behandlung psychisch wirklich besser geht!

Die Tätowierung kann aber wesentlich dazu beitragen, dass Frauen ihr Gefühl für Weiblichkeit zurück erlangen.

Tätowierung der BrustAn wen wende ich mich?

Nicht jeder Tätowierer verfügt über Kenntnisse und Fähigkeiten, die weibliche Brust naturgetreu optisch darzustellen und zu imitieren.

Frauen, die sich dafür interessieren, sollten nach medizinischen Pigmentierern oder medizinischen Tätowierern Ausschau halten und sich im Vorfeld bei ihrer Krankenkasse erkundigen, welche Kosten übernommen werden und welche Dienstleister in der näheren Umgebung empfehlenswert sind.

Nicht jeder Tätowierer hat den richtigen Blick für die korrekte Farbgebung und Imitation der Struktur.

Es besteht ein großer Unterschied zwischen dem freien Zeichnen einer Tätowierung und einer Kopie dessen, was auf einer eventuell noch vorhandenen Brustwarze zu sehen ist.

Ziel sollte ja sein, ein täuschend echtes Abbild der Natur zu schaffen! Und um das zu können, muss man sich wirklich darauf spezialisiert haben!

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Es kommt immer darauf an, ob die Krankenkasse sich an den Kosten beteiligt oder nicht.

Im besten Fall sollte sich dein behandelnder Arzt direkt mit der Krankenkasse auseinandersetzen oder dich dabei unterstützen, eine Abnahme der Kosten, wenn auch nur zu einem Teil, zu erreichen.

Grundsätzlich kostet eine optische Imitation pro Brust um die 1000€. Bei Angeboten, die deutlich darunter liegen, solltest du misstrauisch werden.

Bevor du dich in die Hände eines solchen Anbieters, auch im Ausland begibst, stelle sicher, dass du dich ausreichend informiert hast.

Im Zweifelsfall lass die Finger davon und beiße lieber in den sauren Apfel des teuren Preises!

tätowierung brustwarzeRisiken

Bei einer Tätowierung, gleich welchem Zweck sie letztendlich dient, sind immer gewisse Risiken im Hinterkopf zu behalten.

Eine Tätowierung ist im Grunde nichts anderes als Millionen kleinster Hautverletzungen, in die das färbende Pigment eingebracht wird.

Wie bei jeder Verletzung der Haut können auch hier Entzündungen und Infektionen durch mangelnde Hygiene entstehen.

Frauen, die sich für ein solches Tattoo entscheiden, sollten sich im Vorfeld erkundigen, welche Farbstoffe verwendet werden und ob eventuell eine Allergie auf einen der verwendeten Stoffe vorliegt.

Heimtückisch ist, dass manche Pigmente erst unter starker Sonneneinstrahlung zu allergischen Reaktionen führen!

Es gibt in der EU bestimmte Vorschriften, nach denen Farben, die zur Tätowierung genutzt werden, anerkannt und geprüft werden müssen.

Um sicher zu gehen, dass die Farben unbedenklich sind, kann man das Zertifikat anfordern und mit den Seriennummern auf den Farbtiegeln vergleichen.