Magenbypass: Vorteile und Nebenwirkungen

· 7 Januar, 2019
Ein Magenbypass wird normalerweise Menschen empfohlen, die an Fettleibigkeit leiden und verschiedenste Diäten ohne Erfolg durchgeführt haben. Diese Operation wird durchgeführt, um andere Krankheiten, die durch Adipositas ausgelöst werden, zu verhindern.

Ein Magenbypass wird normalerweise Menschen empfohlen, die an Fettleibigkeit leiden und verschiedenste Diäten ohne Erfolg durchgeführt haben. Diese Operation wird durchgeführt, um andere Krankheiten, die durch Adipositas ausgelöst werden, zu verhindern.

Natürlich gibt es bei jedem chirurgischen Eingriff gewisse Risiken und Nebenwirkungen. Doch bei starkem Übergewicht oder Adipositas spricht in manchen Fällen trotzdem Vieles für eine Operation.

Auch wenn die Erfolgsquote relativ hoch ist, müssen mögliche Komplikationen oder Nachteile berücksichtigt werden. Lasse dich von deinem Arzt ausführlich beraten, bevor du diese wichtige Entscheidung triffst! 

Magenbypass: Vorteile

Vorteile von einem Magenbypass

  • Es handelt sich um eine Operation, die normalerweise bei Adipositas durchgeführt wird, wenn zuvor andere Methoden und Maßnahmen erfolglos waren. Damit wird bezweckt, gesundheitliche Risiken, die mit Adipositas einhergehen, zu verhindern.
  • Patienten können dadurch bis zu 70% ihres Körpergewichts abnehmen. Die geschieht meist innerhalb von 6-12 Monaten. Viele nehmen jedoch sogar 24 Monate nach der OP noch ab.
  • Die Genesung ist kurz und verläuft meist ohne Komplikationen. Magenbypass-Patienten werden meist schon nach 3 Tagen entlassen und können ihrem normalen Alltag nach 8-10 Tagen wieder problemlos nachgehen.
  • Da es ein effektiver und sicherer Eingriff ist, ist der Magenbypass zu einer der beliebtesten Optionen geworden, um starkes Übergewicht zu kontrollieren.

Doch wie bei jeder Operation gibt es auch hier kurzfristige und langfristige Risiken. Wichtig ist deshalb, sich gut beraten zu lassen und sich in die Hände eines erfahrenen Chirurgen zu begeben.

Der Arzt wird dich danach auch über die richtige Ernährung und einen gesunde Lebensstil beraten.

Magenbypass: Nachteile

Zu Komplikationen kommt es oft, wenn die Patienten den vom Arzt empfohlenen Ernährungsplan oder andere Ratschläge nicht einhalten. Einige Beispiele sind:

1. Nährstoffmangel

Nährstoffmangel durch einen Magenbypass

Durch die Operation wird nicht nur die Kalorienaufnahme vermindert. Es werden auch weniger Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe aufgenommen.

So kann zum Beispiel Vitamin B12 nicht mehr über die normale Verdauung resorbiert werden. Deshalb muss dieses Vitamin über lebenslange Injektionen zugeführt werden.

Auch andere Nährstoffe, wie Eisen oder Kalzium, können nicht richtig aufgenommen werden. In der Folge kann es zu Anämie oder Osteoporose kommen, wenn der Nährstoffmangel nicht durch Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen wird.

Sollte der Körper nicht mit allen nötigen Nährstoffen versorgt werden, wird er anfälliger für Infektionskrankheiten. Dadurch wird wiederum das Immunsystem geschwächt.

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2. Dumping-Syndrom

Dumping-Syndrom durch einen Magenbypass

Als Dumping-Syndrom bezeichnet man eine krankhaft beschleunigte Magenentleerung. Dazu kommt es ungefähr 20 Minuten nach dem Essen. Die Folgen sind Magenkrämpfe und Übelkeit.

Auch Völlegefühl, Erbrechen, Blähungen, Durchfall, Bauchschmerzen, Blässe, Kopfschmerzen oder Herzrasen sind häufige Symptome.

Dazu kommt es insbesondere dann, wenn sich der Patient nicht an den Ernährungsplan hält und zu viel Süßes oder fettige Speisen isst. Durch die richtige Ernährung kann das Dumping-Syndrom im Normalfall verhindert werden.

4. Darmverschluss

Manche Patienten leiden an intensiven Magenkrämpfen, Unterleibsschmerzen und Verstopfungen. Dies könnte auf einen Darmverschluss hindeuten, welcher durch einen Fehler des Chirurgen ausgelöst werden kann. Dies kommt jedoch sehr selten vor.

Tipps für den Nachbeobachtungszeitraum

Tipps für die Zeit nach einem Magenbypass

Dein Arzt wird dir deinen Ernährungsplan zusammenstellen und dir viele Tipps geben, die du beachten solltest.

  • Zuerst wird in der Regel nur Flüssignahrung empfohlen. Allmählich kannst du dann auf andere Nahrungsmittel übergehen.
  • Befolge die Anweisungen deines Arztes ganz genau, um Komplikationen zu vermeiden.
  • Vergiss nicht, die notwendigen Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen!
  • Informiere dich vor der Entscheidung für einen Magenbypass gut und lasse dich von einem erfahrenen Facharzt beraten. 
  • MacDonald, K. G. (2000). Magenbypass bei morbider Fettsucht. Chirurg. https://doi.org/10.1007/s001040051029
  • Stroh, C. (2016). Bariatrische Chirurgie: Magenbypass bevorzugte Operation. Deutsches Arzteblatt International.
  • Ludwig, K., Bernhardt, J., Schneider-Koriath, S., Scharlau, U., & Wießner, R. (2009). Ernährungsumstellung, Supplementation und Bewegungsprogramm nach Roux-Y-Magenbypass. Obesity Facts. https://doi.org/10.1159/000198260