Kurioses über Tränen

20 Oktober, 2016
Wusstest du, dass der Mensch das einzige Wesen ist, das auf verschiedene Gefühle und Emotionen mit Tränen antworten kann? Die Tränen anderer Säugetiere haben keine emotionalen Faktoren zur Ursache.

Weinen ist ein physiologischer Prozess verschiedener Lebewesen. Tränen zu vergießen ist eine typisch menschliche Eigenschaft, die viele Bedeutungen haben kann.

Wenn ein Baby weint, hat es normalerweise Hunger, Schlaf oder Schmerzen. Auch bei Erwachsenen ist das nicht viel anders, doch es kommen unzählige Gründe dazu, warum Tränen über die Wangen rollen können. 

Anschließend erfährst du Kurioses über Tränen und Weinen.

Weinen ist der Gesundheit förderlich

Lange wurden Tränen als Zeichen der Schwäche und Manipulation betrachtet.

In Wirklichkeit kann damit Traurigkeit ausgedrückt werden. Dies ist deshalb der Fall, weil der Körper damit Substanzen frei gibt, die eine natürliche beruhigende Wirkung haben. Damit werden Schmerzen gelindert, die in der Folge als schwächer empfunden werden, als sie eigentlich sind.

Du hast sicher auch schon festgestellt, dass der Körper nach intensivem Weinen in einen ruhigen Zustand übergeht. Der Grund dafür ist, dass der Organismus über die Tränen Oxytocin produziert, das wie ein natürliches Betäubungsmittel wirkt. 

Doch das ist noch nicht alles. Tränen haben auch die Fähigkeit zu verhindern, dass die Schleimhäute der Augen austrocknen, was deine Sehfähigkeit in einem perfekten Zustand erhält.

Eine weitere Auswirkung auf die Gesundheit haben Tränen, da damit verschiedene Bakterien, die zu Erkältungen führen, in nur wenigen Minuten abgetötet werden können, da sie eine effektive Flüssigkeit enthalten, die Lysozym D genannt wird.

In wenigen Worten: Weinen ist eine gute Übung, um den Organismus gesund zu halten!

Lesetipp: Warum wir öfters weinen sollten

Sind Freudenstränen und Tränen des Schmerzes gleich?

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Wissenschaftler unterscheiden drei Arten von Tränen:

Basale Tränen

Diese liegen ständig wie ein Film über den Augen und verhindern, dass diese austrocken. Darüber hinaus schützen sie uns vor Schmutzpartikeln in den Augen.

Im Durchschnitt werden täglich ungefähr 1,1 g Tränen im normalen Zustand erzeugt. Mit fortschreitendem Alter kann diese Menge ab- oder zunehmen.

Reflextränen

Diese entstehen durch eine Reizung des Auges durch externe Partikel oder Substanzen.

Die häufigsten Ursachen dafür sind Zwiebelgeruch, Tränengas, Gase von Farben und korrosive Chemikalien.

Der Zweck dieser Art von Tränen ist es, die Augen zu reinigen und Fremdkörper auszustoßen.

Emotionale Tränen

Dabei handelt es sich um jene salzigen Tropfen in den Augen, die durch Emotionen oder Gefühle produziert werden: Freude, Traurigkeit, Wut, Groll usw.

Weinen nach dem Sexualverkehr

Viele verspüren nach dem Erreichen eines Orgasmus das Bedüfnis zu weinen. Wissenschaftler sind sich hier noch nicht einig, doch es könnte sich um eine Folge der Hormonfluktuation beim Sex handeln.

Andere erklären dieses Phänomen psychologisch und sehen darin verschiedene Ursachen wie beispielsweise:

  • das Gefühl den Höhepunkt erreicht zu haben,
  • Schuldgefühle wenn der Partner betrogen wird oder
  • Traurigkeit in einer unglücklichen Beziehung.

Wenn Tränen nach Sexualbeziehungen häufig fließen, solltest du dir vielleicht überlegen, ob du glücklich mit deinem Partner bist. Wenn du aufgrund eines Glücksgefühls weinst ist alles in Ordnung, doch wenn du traurig bist, solltest du dir die Frage stellen, ob es sich lohnt, die Beziehung weiterzuführen.

Sowohl Frauen als auch Männer weinen

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Schon seit alters her heißt es meist, dass Frauen öfter als Männer weinen. Darüber gibt es auch Witze und Studien, die beweisen, dass Frauen viermal so oft wie Männer Tränen vergießen.

Das ist auf das Hormon Prolaktin zurückzuführen, das im weiblichen Blut und bei weinenden Frauen vermehrt vorzufinden ist.

Die Tränenwege sind anatomisch bei Frauen und Männern unterschiedlich angelegt, auch deshalb rollen bei Frauen die salzigen Tropfen schneller über die Wangen.

Lesetipp: Die Nadeln der Zeit flicken nicht alle unsere Wunden…

Auch Tiere weinen

Tiere haben auch die Fähigkeit zu weinen. Dies ist an Lauten zu erkennen, die sie von sich geben, oder auch an Gesichtsausdrücken und Verhaltensweisen.

Der Ausdruck von Gefühlen ist bei Tieren unterschiedlich ausgeprägt und hängt vom limbischen System jeder Gattung ab.

Bei Menschen und manchen Säugetieren steht Weinen mit dem Belohnungssystem des Gehirns in Verbindung. Nur Menschen weinen aus emotionalen Gründen.

Das heißt, dass Tiere keine gefühlsbedingten Tränen vergießen, sondern diese nur das Resultat einer funktionellen Gewohnheit sind.

Interessantes und Kurioses über Tränen

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„Emotionale“ Ursachen, die uns das Wasser in die Augen treiben, können beispielsweise folgende sein: Ausgleich bei Stress und Spannungen, Empathie, Mitleid, Schmerzen, das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit oder auch Glück.

Manche Wissenschaftler unterscheiden zwar emotionale Ursachen und äußere Reize, die Produktion und Zusammensetzung läuft jedoch immer nach dem gleichen physiologischen Mechanismus ab.

Ganz sicher ist auf jeden Fall, dass das Wasser in den Augen eine wichtige Schutzfunktion hat.

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