Hilft Creme gegen Dehnungsstreifen?

· 11 Dezember, 2018
Dehnungsstreifen oder Schwangerschaftsstreifen sind ein ästhetisches Problem, gegen welches viele Cremes im Handel angeboten werden. Doch welche hilft?

Dehnungsstreifen entstehen nicht nur durch Schwangerschaft oder Übergewicht. Und auch Männer können sie entwickeln! Kein Wunder, dass der Handel voll ist mit Cremes, Gels, Lotionen und Tinkturen, die genau gegen dieses Schönheitsproblem helfen sollen.

Doch welche Creme kaufen?

Wie entstehen Dehnungsstreifen?

Dehnungsstreifen, umgangssprachlich auch Schwangerschaftsstreifen genannt, können auch bei Männern auftreten sowie bei Frauen, die nicht schwanger waren.

Sie entstehen dabei immer gleich: Durch Dehnung wird das Bindegewebe der Haut zu sehr strapaziert und die kollagenen Fasern reißen. Sie schimmern dann rötlich, blau oder violett, was durch die durchschimmernden Blutgefäße bedingt ist.

Das sieht unschön aus; auch dann, wenn die Dehnungsstreifen vernarbt sind und weiß erscheinen. Diese Schäden an der Unterhaut sind irreparabel. Sie heilen zwar aus, bleiben dann aber immer als sichtbares Narbengewebe und hellere Hautstreifen sichtbar.

Frau auf der Waage stellt die Frage Sind Abnehmtees effektivWas verursacht die Streifen?

Die Grundursache jedweder Art solcher Dehnungsstreifen ist immer ein schwaches Bindegewebe. Dazu kommt eine Gewichtszunahme durch ungesunde Ernährung, Medikamente oder Schwangerschaft, die eine Dehnung der Haut verursacht.

Während der Schwangerschaft kommt noch hinzu, dass aufgrund der Hormonveränderungen die Elastizität der Haut vermindert ist und eine bestehende Bindegewebsschwäche zusätzlich verschlimmert wird.

Doch das sind noch nicht alle Gründe für die Entstehung solcher Dehnungsstreifen. Weitere Ursachen von Schwangerschaftsstreifen sind:

  • Sport: Weil schneller Muskelaufbau (zum Beispiel beim Bodybuilding) immer mit einer Dehnung der Haut einhergeht und weil die weibliche Brust beim hüpfenden Bewegungen Zugbelastungen ausgesetzt ist, sofern kein Sport-BH getragen wird.
  • Starke Gewichtszunahme: Dabei treten die Schwangerschaftsstreifen besonders im Bereich der Oberschenkel, am Bauch und der Hüfte auf.
  • Medikamente: Wenn Medizin zu Wassereinlagerungen führt (zum Beispiel Kortison) kommt es zu einer raschen Gewichtszunahme. Auch Hormonpräparate können Schwangerschaftsstreifen verursachen, in dem sie entweder für eine Gewichtszunahme oder eine Bindegewebsschwäche sorgen – oder beides.

Auch wichtig:

So förderst du die Durchblutung in den Beinen!

Welche Creme hilft?

Du weißt ja nun, dass Schwangerschaftsstreifen Risse im Bindegewebe sind. Und so kannst du dir die Antwort auf die Frage nach der richtigen Creme selbst beantworten…

Jetzt, wo du weißt, was Dehnungsstreifen  sind und wie sie entstehen: glaubst du dann noch an Cremes, die durch Einreiben das Bindegewebe straffen? Bis ins Bindegewebe dringt keine Bodylotion oder Spezialcreme vor.

Hautpflege ist, besonders in der Schwangerschaft wichtig, um die Haut elastisch zu halten, Teure Spezialcremes gegen Schwangerschaftsstreifen brauchst du nicht.

Es reicht, beim Eincremen durch leichte Massage das Bindegewebe besser zu durchbluten und somit zu stärken. Und das geht auch mit deiner ganz alltäglichen Bodylotion!

Obst und Gemüse um Wassereinlagerungen zu bekämpfenWichtig: starkes Bindegewebe

Ein starkes Bindegewebe beugt der Entstehung solcher Dehnungsstreifen vor. Das Bindegewebe wird aus Kollagenfasern aufgebaut. Je fester diese Strukturen gebaut sind, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass Schwangerschaftsstreifen entstehen.

Die Kollagenfasern brauchen gewisse Nährstoffe und Vitamine, um gut aufgebaut zu werden: Vitamin C ist eines davon. Der Figur und deinem Hüftspeck zuliebe solltest du sowieso auf viel Obst und Gemüse in deiner täglichen Ernährung achten.

Dein Bindegewebe freut sich auch darüber! Und letztendlich auch du beim Blick in den Spiegel!

Hautvitamine

Wichtige Vitamine für die Haut

Fünf Portionen Obst und Gemüse sind ein Minimum. Je bunter, desto besser! Versuche, fünf verschiedene Farben Obst und Gemüse in deine Ernährung täglich zu integrieren. Das hilft nicht nur gegen Dehnungsstreifen! Daher auch der wichtigste Tipp zuletzt:

Verhindere Gewichtszunahme

Die einfachste Lösung für alle, die nicht schwanger werden wollen und Dehnungsstreifen vermeiden möchten ist: das eigene Körpergewicht konstant halten!

Da Übergewicht auch für eine große Anzahl an Folgeerkrankungen und Gesundheitsrisiken verantwortlich ist, sollte man nicht nur aus optischen Gründen  auf eine gesunde Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse und wenig Fett achten.

Bleibt das Gewicht im Rahmen, bleiben das auch Schwangerschaftsstreifen!

Frauen, die schwanger sind, können nur in gewissem Rahmen Schwangerschaftsstreifen vorbeugen. Statistisch gesehen bekommt jede 2. Frau während ihrer Schwangerschaft Schwangerschaftsstreifen.

Schwangere sollten in jedem Fall darauf achten, während der Schwangerschaft nicht übermäßig zuzunehmen. Das hat für die werdende Mutter und das ungeborene Kind mehr als nur optische Vorteile!

  • Krstić, R. V. (1988). Binde-und Stützgewebe. In Die Gewebe des Menschen und der Säugetiere. https://doi.org/10.1007/978-3-642-45799-9