„Gebrochenes-Herz-Syndrom“ – 5 wissenswerte Dinge

· 27 Februar, 2018
Obwohl diese Krankheit hauptsächlich bei Frauen auftritt, können auch Männer in Einzelfällen daran leiden.

Mit dem Ausdruck „gebrochenes Herz“ verbinden wir weit mehr als die poetische und symbolische Bedeutung. In diesem Fall handelt es sich um eine Krankheit des Herzens, die als „Gebrochenes-Herz-Syndrom“ bezeichnet wird. Heute erfährst du mehr darüber.

Es ist merkwürdig, dass diese stressbedingte Kardiomyopathie erst vor Kurzem das erste Mal beschrieben wurde.

In den 90er Jahren veröffentlichte ein japanischer Arzt den ersten wissenschaftlichen Artikel darüber. Darin beschrieb er eine Reihe klinischer Merkmale, die dem Rest der Medizinwelt unbekannt waren.

Diese Krankheit zeigt sich in einem leichten Zusammenziehen der linken Herzkammer, was ein Erstickungsgefühl erzeugt. Zudem erhöht sich dabei der Adrenalinspiegel sehr stark.

Ein merkwürdiges Syndrom

Mit diesen drei wesentlichen Merkmalen beschrieb Takotsubo die Kardiomyopathie, die auch unter dem englischen Namen „Broken Heart Syndrom“ bekannt ist.

Zwar ist dieses medizinische Phänomen inzwischen relativ bekannt, doch noch immer müssen viele Aspekte erforscht werden.

Darunter beispielsweise die Tatsache, dass diese Herzstörung sich innerhalb einiger Tage lösen kann, ohne Probleme zu verursachen. Meist sind davon Frauen betroffen, doch in Ausnahmefällen können auch Männer daran leiden. 

Während sich die Wissenschaft damit beschäftigt, mehr über diese Krankheit herauszufinden, ist es für uns alle wichtig zu wissen, wie sie ausgelöst wird und wie sie vermieden werden kann.

Heute schauen wir uns einige interessante Fakten zu diesem Syndrom an.

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1. Gebrochenes-Herz-Syndrom kann bei Männern gefährlicher sein

Unter Frauen ist ein Gebrochenes-Herz-Syndrom öfters vorzufinden. Dies geht sogar so weit, dass viele glauben, diese Krankheit würde ausschließlich bei einem Geschlecht auftreten.

Manche Menschen sind sogar der Meinung, es sei die häufigste Herzkrankheit überhaupt.

Wir möchten hingegen mit einigen Vorurteilen aufräumen:

  • Ein Gebrochenes-Herz-Syndrom tritt vor allem bei Frauen während der Menopause auf.
  • Allerdings kann die Kardiomyopathie auch Männer betreffen. Es kommt zwar weniger häufig vor, ist jedoch ein Fakt, den man nicht ignorieren kann.

Männer haben häufiger als Frauen eine medizinische Vorgeschichte, was Probleme mit dem Herzen angeht. Folglich kann diese stressbedingte Krankheit, die ganz plötzlich auftaucht, bei Männern mit vorherigen Herzproblemen sehr ernsthaft enden. Sie kann sogar zum Tod führen.

Zugleich muss darauf hingewiesen werden, dass dieses Phänomen auch bei Frauen durchaus nicht alltäglich ist. Obwohl Frauen öfter betroffen sind, bedeutet es nicht, dass Ärzte täglich Frauen mit  diesem Syndrom behandeln.

In diesem Fall handelt es sich um eine Art kurzzeitige kardiale Anomalie, die weniger häufig auftritt als Herzinfarkte.

2. Das Herz versagt nicht, die Störung geht vorüber

Gebrochenes-Herz-Syndrom - 5 Dinge die du noch nicht wusstest - kurzzeitige Krankheit

Die betroffene Person ist davon überzeugt, einen verheerenden Herzinfarkt zu erleiden. Das ist das Schlimmste an der Takotsubo Kardiomyopathie.

Die Symptome sind nämlich die gleichen. Sobald die Ärzte jedoch alle medizinischen Tests durchgeführt haben, wird schnell klar, dass es kein Herzversagen ist:

  • Die Arterien werden nicht durch Blutklumpen verstopft.
  • Stattdessen hat sich etwas sehr Alarmierendes entwickelt: die linke Herzkammer ist kegelförmig.
  • Adrenalin verzerrt kurzzeitig den Herzmuskel, aber nicht die koronaren Arterien.

Normalerweise löst sich diese Veränderung nach kurzer Zeit wieder von selbst, ohne bleibende Schäden.

Tritt das Phänomen häufiger auf oder besteht eine Vorgeschichte mit Herzkrankheiten, kann es jedoch problematisch werden.

Lesetipp: Kenne die Symptome eines Herzinfarkts: besser gewarnt sein

3. Unsere Gefühle greifen plötzlich das Herz an

Eine Enttäuschung, ein Verlust, Liebeskummer, schlechte Nachrichten, starker emotionaler Eindruck…

Unser Verstand ist nicht auf Unglück vorbereitet. Unser Gehirn kann damit nur schwer umgehen: Es setzt toxische Hormone frei, die das Herz direkt angreifen.

  • Der Blutgehalt von Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin wird stark erhöht. Dies wirkt direkt auf den Herzmuskel.
  • Dies ist vergleichbar mit einem inneren Schlag, gefolgt von lähmenden Brustschmerzen, Benommenheit und dem Gefühl, zu ersticken…

Die Person ist davon überzeugt zu sterben. Es ist, als könne sie bestimmte Momente des Lebens nicht ordentlich verarbeiten. Ihre Emotionen werden somit plötzlich zum Feind.

4. Gebrochenes-Herz-Syndrom: Kann es tödlich verlaufen?

Die Idee, dass niemand „an einem gebrochenen Herzen sterben kann“ ist sehr weit verbreitet.

Wir müssen jedoch einige Dinge klarstellen:

  • Wenn wir nicht lernen stressige Situationen zu kontrollieren, kann etwas so simples wie die Kardiomyopathie zu einer ernsthaften Krankheit werden.
  • Wenn dieses Syndrom andauert, kann der Herzmuskel geschädigt werden.
  • Bei älteren Patienten, oder wenn ähnliche Krankheiten vorhanden sind, kann das Gebrochene-Herz-Syndrom sehr ernst sein.

Du solltest dieses medizinische Leiden also als „Warnung“ betrachten. Es ist als direkte Einladung zu verstehen, besser auf deinen Körper und Geist zu achten.

5. Niemand ist auf Unglück vorbereitet, wir können uns aber trainieren

Gebrochenes-Herz-Syndrom - 5 Dinge die du noch nicht wusstest - sich trainieren

Wir wissen bereits, dass niemand verhindern kann, was morgen geschieht. Ebenso sind wir uns bewusst, dass niemand genau weiß, wie er auf schlechte Nachrichten reagieren soll.

Das Beste ist, auf den Körper Rücksicht zu nehmen und den Geist zu trainieren. Lerne im Inneren ruhig zu bleiben, belastbar zu sein und dich zu kontrollieren.

Einige Grundregeln sind:

  • Sei bei deinen täglichen Gewohnheiten vorsichtig. Vermeide Rauchen, ernähre dich gesund und mache Sport. All dies stärkt das Herz.
  • Trainiere deine Emotionen. Hierfür kannst du verschiedene Entspannungstechniken ausüben, Meditation und Achtsamkeit…
  • Finde Aktivitäten, die deine Emotionen befreien, die dir ein gutes Gefühl geben und zu deinem Wohlbefinden beitragen: Tanzen, Malen, Schreiben, mit Freunden sprechen, sich bilden…

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Gebrochene-Herz-Syndrom eine sehr ernste Krankheit ist. Sie zeigt uns, wie Emotionen physischen Schmerz auslösen können, wenn wir nicht korrekt mit ihnen umgehen.