Fibromyalgie und Ernährung – besteht ein Zusammenhang?

Fibromyalgie ist gekennzeichnet von diffusen Schmerzen, die Betroffene ihr Leben lang quälen. Hat die Ernährung etwas damit zu tun?

Fibromyalgie ist eine Krankheit, die oft erst nach einem wahren Marathon von Arzt zu Arzt, von Diagnose zu Diagnose und Untersuchung zu Untersuchung gestellt werden kann. Immer wieder berichten jedoch Betroffene, dass ihnen eine Ernährungsumstellung helfen konnte.

Fibromyalgie und Ernährung

Fibromyalgie ist eine durch Schmerzen gekennzeichnete Krankheit. Die Ursache der Krankheit ist bis heute noch unbekannt.

Viele Betroffene werden erst nach Jahren richtig diagnostiziert. Erst nach einer Diagnose kann für die Linderung der Symptome gesorgt werden.

Eine Möglichkeit könnte eine Ernährungsumstellung sein, da Symptome eines Reizdarms mit wiederholten Bauchschmerzen und auch Episoden mit Krämpfen, Durchfall oder Verstopfung bei Fibromyalgie häufig sind.

Auch Symptome eines Reizdarms mit wiederholten Bauchschmerzen und auch Episoden mit Durchfall oder Verstopfung sind nicht selten.

Reizmagen und Reizblase gehören auch zu den Symptomen, müssen aber nicht immer vorliegen. Betroffene berichten, dass ihnen folgende Ernährungstipps geholfen haben:

Weißbrot bei Fibromyalgie vermeidenAuf glutenhaltige Lebensmittel verzichten

Gluten wird oft mit „Klebereiweiß“ gleichgesetzt, obwohl dies nicht ganz richtig ist.

Korrekterweise ist Gluten die Bezeichnung für ein bestimmtes Stoffgemisch aus Proteinen, also Eiweißen, Kohlenhydraten und Fetten.

Dieses Stoffgemisch sorgt dafür, dass Mehl in Verbindung mit Wasser zu einer klebrigen Masse wird. Enthält Getreide Gluten, lassen sich daraus höhere Gebäcke backen wie Brot im Form eines Brotlaibes oder hoch aufgehende Brötchen und Kuchen.

Der Teig kann mit Hefe oder anderen Backtriebmitteln „aufgehen“, ohne dabei seine Struktur zu verlieren.

Aus Getreide ohne oder nur mit geringem Anteil von Gluten lassen sich nur flache Gebäcke wie zum Beispiel Fladenbrot backen. Gluten ist also nicht schädlich, sondern ganz natürlich in hohem Anteil in folgenden Getreidesorten enthalten:

  • Dinkel
  • Weizen
  • Kamut
  • Emmer
  • Einkorn
  • Hartweizen

Wer an Glutenunverträglichkeit leidet, verträgt eben jene Eiweißmischung nicht.

Dies führt bei den Betroffenen zu einer Entzündung der Dünndarmschleimhaut. Die Krankheit wird auch Zöliakie genannt und ist nicht heilbar.

Es ist aber möglich, auf glutenhaltige Lebensmittel zu verzichten. Besonders, seitdem immer mehr solche Produkte im Handel angeboten werden.

Die Symptome im Verdauungstrakt an Fibromyalgie leidender Personen ähneln denen der Zöliakie, weswegen es einen Versuch wert sein könnte, auch bei Fibromyalgie auf glutenhaltige Lebensmittel zu verzichten.

Milch bei Fibrobyalgie meidenLaktose meiden

Laktose ist ein sogenanntes Disaccharid und wird auch Milchzucker genannt.

Sie kommt in der Milch und den daraus verarbeiteten Produkten in unterschiedlichen Konzentrationen vor.

Frische Kuhmilch weist einen Laktosegehalt von ca. 5 g/100 ml auf.

Bei der Verarbeitung von Kuhmilch gelangt die Laktose je nach Wassergehalt ganz oder teilweise in das erzeugte Produkt.

Bei Laktoseintoleranz liegt eine Störung der Laktoseverdauung vor, was zu mehr oder weniger stark ausgeprägten Beschwerden führen kann.

Laktose selbst kann vom Körper im Darm nicht aufgenommen werden. Für die Aufnahme und Verwertung muss sie im Darm erst in ihre Einzelteile Glukose und Galaktose gespalten werden. Diese Spaltung wird durch ein Enzym erledigt, das von Zellen in der Schleimhaut des Dünndarms gebildet wird und Lactase heißt.

Dieses Enzym fehlt bei Menschen, die an Laktoseunverträglichkeit leiden. Der Milchzucker kann nicht verdaut werden.

Zu den Symptomen gehören Blähungen, vermehrter Windabgang (Flatulenz), Bauchschmerzen/Bauchkrämpfe und Durchfall. Insbesondere Asiaten und Afrikaner, deren Vorfahren keine Milchwirtschaft betrieben, vertragen keine Milch.

In Europa hat die Milchviehhaltung lange Tradition. Im Laufe der Generationen hat sich der Körper an den lebenslangen Milchkonsum angepasst.

In Deutschland leiden circa 20 Prozent der Bevölkerung unter Laktoseunverträglichkeit, die Dunkelziffer ist hoch. Es könnte sein, dass die Verdauungsbeschwerden bei Fibromyalgie auch auf eine Laktoseunverträglichkeit zurückzuführen sind. Probiere es aus!

Käse bei Fibrobyalgie meidenMilcheiweß vermeiden

Menschen, die unter einer Kuhmilchallergie leiden, können auf zwei verschiedene Arten von Milcheiweiß, entweder auf Kasein oder Molkeneiweiß, allergisch reagieren.

Je nachdem, welche Eiweißart eine allergische Reaktion beim Betroffenen auslöst, können bestimmte Milchprodukte konsumiert werden, oder es muss gänzlich auf Milchprodukte verzichtet werden.

Das gesamte Milcheiweiß ist in der Trinkmilch, Buttermilch, Sauermilch, Joghurt und Kefir enthalten, wohingegen Quark oder Käse fast nur Casein enthalten.

Während der Käseherstellung wird das Casein zum Gerinnen gebracht, das Molkeneiweiß verbleibt in der Molke und wird abgetrennt.

Das Molkeneiweiß ist kuhmilchspezifisch, d.h. eine allergische Reaktion auf Molkeneiweiß ist auf Kuhmilch begrenzt. Der Allergiker hat daher die Möglichkeit, auf Ziegen-, Schaf- oder Stutenmilch auszuweichen. Ein Versuch lohnt, um Symptome von Fibromyalgie zu mindern!

Wurst bei Fibromyalgie meidenAuf tierische Eiweiße verzichten

Generell enthalten alle tierischen Fette Arachidonsäure, einen Botenstoff, der im menschlichen Körper Entzündungen fördert. Es macht daher bei jeglichen Entzündungsreaktionen Sinn, auf tierische Fette zu verzichten.

Darunter fallen sämtliche fetthaltigen Milchprodukte, Eier und Fleischwaren. Probiere es aus, es tut deinem Körper gut, auch wenn du nicht an Fibromyalgie leidest!

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