Ein geschwächtes Immunsystem: Was tun?

9 Mai, 2019
Ständige Müdigkeit, Erkältungen und Halsschmerzen können auf ein geschwächtes Immunsystem hinweisen. Diese Symptome sollten Anlass dafür sein, auf die Signale zu achten, die der Körper in solchen Situationen sendet.

Ständige Müdigkeit, Erkältungen und Halsschmerzen können auf ein geschwächtes Immunsystem hinweisen. Diese Symptome sollten Anlass dafür sein, auf die Signale zu achten, die der Körper in solchen Situationen sendet.

Laut der Klinik „Stanford Children’s Health“ dient das Immunsystem der Abwehr von infektiösen Mikroorganismen wie Bakterien, Viren und Pilzen. Daher spielt es eine wesentliche Rolle für unsere Gesundheit.

Jedoch kann es gelegentlich beeinträchtigt sein: Eine schlechte Ernährung, Stress oder Krankheiten können sich auf die grundlegenden Funktionen des Immunsystems auswirken. Welche Alarmzeichen unbedingt beachtet werden sollten, stellen wir dir in diesem Artikel vor.

Ein geschwächtes Immunsystem erkennen

Das Immunsystem schützt den Organismus vor äußeren Erregern, die in den Körper eindringen und Schaden anrichten können. Dieses Netz aus Zellen, Gewebe und Organen interagiert, um potenzielle Eindringlinge abzuwehren. Die schützenden Zellen werden als Lymphozyte bezeichnet, eine Art weißer Blutkörperchen.

Ihre Aufgabe ist es, diese bedrohlichen Mikroorganismen zu bekämpfen, sodass sie keine Krankheiten auslösen können. Lymphozyte befinden sich im Thymus, in der Milz und im Knochenmark; zusammen werden sie Lymphorgane genannt.

Sollte der Organismus zu irgendeinem Zeitpunkt zu wenig Leukozyten aufweisen, ist er nicht dazu in der Lage, die Erreger anzugehen. Daher ist es wichtig, auf bestimmte Signale des Körpers zu achten und eventuell einen Arzt aufzusuchen.

Dieser kann die Ursache für ein geschwächtes Immunsystem herausfinden und vorgeben, wie sich das Problem beheben lässt. Nachfolgend lernst du diese wichtigen Hinweise kennen.

1. Ständige Müdigkeit durch ein geschwächtes Immunsystem

Müdigkeit

Müdigkeit hat viele Ursachen. Wenn sie jedoch andauert und wir uns sogar am Morgen erschöpft fühlen, ist sie ein klarer Hinweis auf ein geschwächtes Immunsystem.

Ein anderes Warnzeichen, das beachtet werden sollte, ist, wenn wir nach kleinen Anstrengungen bereits überlastet sind. Auffällig ist ebenfalls, wenn beispielsweise Temperaturunterschiede ein Unwohlsein verursachen. All diese Symptome gilt es zu erkennen.

Wissenswert: 10 Tipps gegen Müdigkeit und für natürliche Energie

2. Häufige Infektionen

Harnwegsinfektionen, Magenbeschwerden oder wiederkehrendes gerötetes und entzündetes Zahnfleisch sind Indikatoren für ein geschwächtes Immunsystem. Auch häufiger Durchfall ist ein deutliches Anzeichen dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Da das Immunsystem in diesen Fällen nicht dazu in der Lage ist, äußere Erreger angemessen abzuwehren, treten diese Beschwerden auf. Somit können sie den Organismus angreifen: Viren, Bakterien und Pilze haben ein leichtes Spiel.

3. Allergien durch ein geschwächtes Immunsystem

Manche Personen sind anfälliger für allergische Reaktionen als andere. Staub, Pollen oder andere Umwelteinflüsse können eine Gefahr für die Haut oder die Schleimhaut darstellen.

Dieser Umstand kann somit ebenfalls die Gesundheit beeinträchtigen und dazu führen, dass das Immunsystem nicht stark genug ist.

4. Erkältungen

Erkältung

Wer mehrmals im Jahr erkältet ist oder öfter an Halsschmerzen und Grippe leidet, sollte einen Arzt aufsuchen. Dieser wird die Anzahl der weißen Blutkörperchen überprüfen.

Wahrscheinlich ist das Immunsystem geschwächt, sodass es den Körper nicht ausreichend vor Krankheiten schützen kann.

5. Schlecht verheilende Wunden durch ein geschwächtes Immunsystem

Es ist möglich, dass Wunden auch nach einigen Tagen nicht voll ausgeheilt sind, selbst wenn es sich nur um einen Kratzer handelt.

Sollten sie sich zusätzlich entzünden oder schmerzen, ist dies ein weiterer Hinweis auf ein beeinträchtigtes Immunsystem. Auch in diesem Fall sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Das Immunsystem stärken

1. Achte auf deine Ernährung

Eine gute Ernährung geht mit einer guten Gesundheit einher. Jedoch achten wir auf diese oftmals erst dann, wenn wir schon krank sind. Um dies zu vermeiden, ist es notwendig, dass du dich jederzeit ausgewogen und vielseitig ernährst.

Obst, Gemüse, magere Proteine sowie wenig Zucker, Fette und Alkohol sollten deinen Speiseplan ausmachen. Zitrusfrüchte sind daneben eine weitere Alternative, um die Abwehrkräfte zu stärken.

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2. Schlafe ausreichend, um ein geschwächtes Immunsystem zu vermeiden

Ein ruhiger und erholsamer Schlaf ist unverzichtbar, um das Immunsystem aufrechtzuerhalten. Somit kann der Organismus Energie sammeln und dafür sorgen, dass es seine Funktionen erfüllt. Schlaflosigkeit und damit oftmals einhergehende Sorgen schaden der Gesundheit.

3. Achte auf Hygiene und Sauberkeit

Hände waschen

Die Hände mehrmals täglich sowie Lebensmittel gründlich zu waschen ist von großer Bedeutung für die Gesundheit. Wasche Gemüse vor dem Kochen, indem du es in Wasser tauchst und Dreck entfernst.

5. Vermeide zu viel Stress

Stress ist eine Antwort des Körpers auf unangenehme Situationen. Wenn er für längere Zeit anhält, wird er zu einem chronischen Leiden, das sich negativ auf die Gesundheit auswirkt. Dadurch sammeln sich vermehrt Giftstoffe im Körper an, die das Immunsystem schwächen und uns krank werden lassen.

Du solltest unbedingt all diese Hinweise befolgen. Achte auf deine Gesundheit und nimm dir genug Zeit für dein Wohlergehen. Nur so lässt sich sicherstellen, dass dein Immunsystem jederzeit gestärkt bleibt.

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