Diese Lebensmittel solltest du essen, wenn du eine Zirrhose hast

17 Oktober, 2020
Eine Zirrhose ist eine unheilbare Krankheit. Daher ist es sehr wichtig zu wissen, welche Ernährung du befolgen und welche weiteren Aspekte du beachten solltest. Erfahre mehr darüber ihn unserem heutigen Artikel!

Welche Nahrungsmittel Menschen mit einer Zirrhose zu sich nehmen sollten, hängt vom Stadium ab, in dem sich die Erkrankung befindet. Angesichts der Tatsache, dass es keine Heilung gibt, hat die Festlegung langfristiger Ziele Priorität, da diese über Jahre hinweg aufrechterhalten werden müssen.

Diese Pathologie ist das Endresultat einer chronischen Leberschädigung. Nach Angaben des American College of Gastroenterology sind in den Vereinigten Staaten ungefähr 5,5 Millionen Menschen davon betroffen. Darüber hinaus verursacht diese Erkrankung jährlich schätzungsweise 26.000 Todesfälle.

Was genau ist eine Zirrhose?

Eine Zirrhose ist eine chronische Erkrankung, bei der die Zellen in bestimmten Bereichen der Leber absterben. Dies führt zu einer Fibrose (eine Art Narbe). Infolgedessen ersetzen Knötchen das Lebergewebe, was eine Veränderung des Aufbaus und der Funktionalität dieses Organs zur Folge hat.

Nach verschiedenen Forschungen ist exzessiver Alkoholkonsum eine der Hauptursachen für diese Erkrankung. Darüber hinaus können weitere Auslöser Gallenstauungen, chronische Hepatitis B oder C und andere Lebererkrankungen sein. Es ist sehr wichtig, die verschiedenen Ursachen zu kennen. Denn Alkoholiker werden nicht die gleiche Ernährung wie andere Patienten erhalten.

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Die Stadien der Erkrankung

Bei dieser Erkrankung gibt es zwei grundlegende StadienDas erste ist als kompensierte Zirrhose bekannt. Wenn dieser Zustand nicht behandelt wird, entwickelt sich daraus eine fortgeschrittene oder dekompensierte Zirrhose. Sie entsteht, wenn die Zellzerstörung im Laufe der Zeit weiter voranschreitet. Die Ernährung muss im letzten Stadium der Erkrankung äußerst streng sein, denn es treten hierbei die folgenden Symptome auf:

  • Gelbsucht. Hierbei verfärben sich die Haut und die Schleimhäute aufgrund der erhöhten Bilirubinwerte gelb.
  • Aszites. Dies sind Flüssigkeitsansammlungen im Bauch, die aufgrund von Änderungen des Innendrucks der Blutgefäße entstehen.
  • Enzephalopathie. Sie führt zu geistiger Verwirrung, da im Gehirn toxische Substanzen vorhanden sind.
  • Blutungen im Verdauungstrakt.

Die Prävalenz von Unterernährung

Unterernährung ist ein sehr häufiges Merkmal dieser Patienten. Verschiedene Studien deuten darauf hin dass bis zu 25% der kompensierten Zirrhosen und 80 % der Patienten mit fortgeschrittener Zirrhose daran leiden. Im Allgemeinen tritt ein Verlust von Muskelmasse (vermehrt bei Männern) und des Fettgewebes auf.

Darüber hinaus ist die Unterernährung bei Alkoholikern noch ausgeprägter. Einerseits durch die schädlichen Auswirkungen der Lebererkrankung. Außerdem kommt noch ein Mangel an Abwechslung in der allgemeinen Ernährung hinzu, der durch die Suchtgewohnheiten bedingt ist.

Nahrungsmittel, die Menschen mit einer Zirrhose essen sollten

Im Allgemeinen erhalten die Patienten die Zirrhose-Diagnose erst, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Aus diesem Grund besteht das hauptsächliche Ziel bei der Ernährung darin, den Betroffenen mit allen erforderlichen Nährstoffen zu versorgen, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Darüber hinaus sollten Menschen, die eine Zirrhose haben, grundsätzlich eine hepaprotektive Diät einhalten.

So zeigt die Studie Ernährungsversorgung für Patienten mit Leberzirrhose, dass Patienten mit einer kompensierten Zirrhose relativ normale Ernährungserfordernisse haben. Daher muss die Ernährung auch alle Nahrungsmittelgruppen enthalten und fettarm sein.

Nach Angaben der Spanischen Vereinigung für Verdauungspathologie muss sie folgendes enthalten:

  • Weißes und rotes Fleisch (es ist wichtig, fettarme Optionen zu priorisieren)
  • Fisch
  • Eier
  • Obst und Gemüse
  • Zerealien
  • Pflanzenöle (in Maßen)
  • Nüsse (in begrenztem Umfang)
  • Samen
  • Magermilchprodukte
Zirrhose - Leber Schaubild

Dennoch muss der behandelnde Arzt jeden Einzelfall individuell bewerten. Forschungen auf diesem Gebiet haben ergeben, dass die Proteinaufnahme zwischen 1 und 1,5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht liegen sollte, um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Außerdem empfehlen Spezialisten, 5 leichte Mahlzeiten über den Tag zu verteilen.

Darüber hinaus müssen alle toxischen Substanzen (einschließlich Alkohol natürlich) vollkommen aus der Ernährung gestrichen werden. Wenn Alkoholmissbrauch die Ursache für diese Erkrankung ist, führt der Verzicht auf ihn zu einer Verlangsamung des Fortschreitens der Zirrhose und verbessert die Prognose erheblich.

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Ernährung, wenn du merkliche Symptome einer Zirrhose hast

Die vorgängig erwähnten Komplikationen treten in der dekompensierten Phase der Zirrhose auf. Während dieser Phase muss der Patient die Auswahl der von ihm konsumierten Nahrungsmittel einschränken. Außerdem muss die Ernährung auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten sein. Dies geht aus einem Artikel hervor, der im Magazin Farmacia Profesional veröffentlicht wurde. Folgendes sollte dabei berücksichtigt werden:

  • Die Flüssigkeitsaufnahme sollte auf 1,2 Liter pro Tag beschränkt werden.
  • Außerdem sollte die Natriumaufnahme eingeschränkt werden, denn sie begünstigt die Ansammlung von Flüssigkeiten und verschlechtert eine Aszites.
  • Darüber hinaus muss der Patient auch seine Protein-Aufnahme reduzieren, um die Leber nicht zu überlasten. Denn sie ist jenes Organ, das Proteine hauptsächlich metabolisiert.

Wenn Patienten an einer Enzephalopathie leiden, kann der Verzehr von Protein auf 0,5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht beschränkt werden. Anschließend kann die Aufnahme schrittweise erhöht werden, bis ein normaler Wert erreicht wird. Allerdings müssen Patienten, die sich zu dieser Maßnahme entscheiden, egal wie gering die Menge auch sein mag, zusätzlich Ergänzungsmittel mit verzweigtkettigen Aminosäuren zu sich nehmen, um weitere Schäden zu vermeiden.

Außerdem kann die Einnahme von Vitamin-Komplexen in Betracht gezogen werden – B-Vitamine und Vitamin K sind besonders wichtig. Die B-Vitamine verhindern die Entwicklung von Neuropathien und Vitamin K reduziert die Blutungsepisoden, die aufgrund des Gerinnungsversagens auftreten.

Zirrhose - Zeichnung einer traurigen Leber

Die Möglichkeit einer Lebertransplantation

Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung können eine Lebertransplantation als Behandlungsoption in Betracht ziehen. Allerdings sollte man bedenken, dass die Operation mit großen Risiken verbunden ist und dass sie nicht wirklich die endgültige Lösung ist, weil sie eine intensive Nachsorge erfordert.

Ebenso müssen diejenigen, die sich für eine Transplantation entscheiden, danach weiterhin Medikamente einnehmen, um zu verhindern, dass ihr Körper das neue Organ abstößt. Allerdings haben diese Medikamente Nebenwirkungen, von denen viele hepatisch sind.

Abschließende Gedanken zur Ernährung bei Zirrhose

Unabhängig davon, ob die Zirrhose stabil oder instabil ist, ist die Leberaktivität in jedem Fall mangelhaft. Dies führt zu einer Ansammlung giftiger Substanzen im Körper. Daher ist es sehr wichtig, sich streng an einen Ernährungsplan zu halten, um Komplikationen zu vermeiden.

Ideal wäre die medizinische Kontrolle durch einen Arzt und die Zusammenstellung der am besten geeigneten Ernährung durch einen Ernährungsberater. Dadurch wird sichergestellt, dass der Allgemeinzustand des Patienten regelmäßig überwacht wird und er sich außerdem angemessen ernährt. Darüber hinaus kann auch die Verabreichung von Medikamenten erforderlich sein, da die Komplexität der Erkrankung keinen einfachen Behandlungsansatz ermöglicht.

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