Die richtige Ernährung bei Fibromyalgie

Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Fibromyalgie-Symptomen. Deshalb wollen wir dir sagen, worauf du bei der Ernährung achten solltest, wenn du an dieser Erkrankung leidest.
Die richtige Ernährung bei Fibromyalgie

Letzte Aktualisierung: 26. September 2021

Die Rolle der Ernährung bei Fibromyalgie ist nach wie vor Gegenstand der Forschung. Tatsächlich ist die Krankheit selbst noch immer voller Unbekannter. Die Experten sind sich weder über die Pathophysiologie noch über die Behandlung im Klaren. Wir wissen jedoch, dass bestimmte Ernährungsgewohnheiten den Umgang mit der Krankheit erleichtern können. Vor diesem Hintergrund werden wir über die richtige Ernährung bei Fibromyalgie sprechen.

Eine gesunde Ernährung mit Lebensmitteln, die Antioxidantien und entzündungshemmende Stoffe enthalten, hilft, chronische Schmerzen und Müdigkeit zu reduzieren. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Fibromyalgie-Patienten besonders auf ihre Ernährung und ihre Lebensgewohnheiten achten.

Wie also sieht eine optimale Ernährung bei Fibromyalgie aus? Wir möchten dir heute einige der positiven Anpassungen vorstellen, die Menschen mit dieser Krankheit vornehmen können. Die meisten von ihnen werden von der wissenschaftlichen Gemeinschaft befürwortet und können zur Verbesserung der Symptome beitragen.

Die richtige Ernährung bei Fibromyalgie: Melatonin

Melatonin ist das Hormon, das für die Regulierung des Schlafzyklus verantwortlich ist. Es steht in einem positiven Zusammenhang mit der Qualität der Erholung. Darüber hinaus ist es auch nützlich, um den Stresspegel zu senken.

Jüngste Studien, wie eine im International Journal of Molecular Sciences veröffentlichte, haben ergeben, dass hohe Dosen dieser Substanz, etwa 15 mg, chronische Schmerzen und Müdigkeit bei Fibromyalgie-Patienten verringern können.

Hier erfährst du mehr: 10 Vorteile von Melatonin

Aus diesem Grund empfehlen Experten vielen Fibromyalgie-Patienten die Einnahme eines Melatonin-Präparats. Allerdings sollte man diese Substanz nicht mit Antidepressiva mischen, da es zu Wechselwirkungen kommen kann.

Ernährung bei Fibromyalgie - Mann mit Rückenschmerzen
Jüngste Studien haben einen positiven Zusammenhang zwischen der Einnahme von Melatonin und einer Verbesserung der Fibromyalgie-Symptome festgestellt.

Entzündungshemmende Lebensmittel zur Verringerung von Fibromyalgie-Schmerzen

Fibromyalgie-Erkrankungen sind oft durch eine erhöhte systemische Entzündung gekennzeichnet, die sich in Form von chronischen Schmerzen äußert. Um diese Situation zu lindern, wird regelmäßige körperliche Bewegung empfohlen.

Was die Ernährung anbelangt, empfehlen Experten außerdem, regelmäßig entzündungshemmende Lebensmittel zu sich zu nehmen. Das sind solche, die Omega-3-Säuren in ihrer Zusammensetzung enthalten, wie eine in der Zeitschrift Biochemical Society Transactions veröffentlichte Studie zeigt.

Um den Bedarf an diesem Mikronährstoff zu decken, empfiehlt es sich, den Verzehr von fettem Fisch, Nüssen und rohen Pflanzenölen zu erhöhen.

Ebenso wichtig ist es, den Verzehr von verarbeiteten Produkten mit Einfachzucker, Transfettsäuren und Omega-6 zu reduzieren. Diese Nährstoffe haben eine entzündungsfördernde Wirkung, die bei Fibromyalgie-Patienten kontraproduktiv sein kann.

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Verzichte auf Alkohol und Erfrischungsgetränke

Sowohl Alkohol als auch alkoholfreie Erfrischungsgetränke (Soft Drinks) sind Produkte, die in der Ernährung zu häufig vorkommen und keinen Nutzen bringen. Im Gegenteil, sie verschlechtern die Stoffwechselwerte.

Außerdem können sie den Entzündungszustand des Körpers erhöhen. Das ist besonders schädlich für Menschen, die an einer chronisch entzündlichen Erkrankung leiden.

Aus diesem Grund solltest du sie aus deiner Ernährung streichen. Fibromyalgie-Patienten reagieren oft empfindlich auf diese Lebensmittel, selbst in kleinen Mengen. Außerdem führt Alkohol zu einem gewissen Grad an Dehydrierung.

Wenn du an dieser Erkrankung leidest, solltest du deinen Wasserhaushalt unter Kontrolle halten. Daher solltest du regelmäßig frisches Wasser und keine anderen Industrieprodukte trinken.

Ernährung bei Fibromyalgie - Glas Bier
Menschen mit Fibromyalgie sollten vollständig auf alkoholische Getränke verzichten. Der Konsum kann zu einer Verschlimmerung der Symptome führen.

Die richtige Ernährung bei Fibromyalgie: Anpassungen sind notwendig

Fibromyalgie ist immer noch eine unheilbare Krankheit. Eine bessere Kontrolle und Bewältigung der Fibromyalgie ist jedoch durch gesunde Lebensgewohnheiten möglich. Regelmäßige körperliche Bewegung und Ruhe sind zwei grundlegende Aspekte, wenn es darum geht, die Symptome der Krankheit zu verringern. Außerdem erhöhen sie die Funktionsfähigkeit des Patienten.

Um einen erholsameren Schlaf zu erreichen, kann es für Patienten sinnvoll sein, Melatonin einzunehmen. Allerdings reichen die üblichen Dosen in solchen Situationen nicht aus. Die verfügbare wissenschaftliche Literatur empfiehlt die Einnahme von 15 mg für die Behandlung dieser Krankheit.

Darüber hinaus ist es notwendig, eine Reihe von Ernährungsumstellungen vorzunehmen. Diese zielen darauf ab, den Zustand der systemischen Entzündung zu verringern. Zu diesem Zweck sollten die Patienten Produkte mit Omega-3-Fettsäuren in ihre Ernährung aufnehmen. Gleichzeitig ist es wichtig, dass sie die Aufnahme von Transfetten, Zucker und verarbeiteten Produkten reduzieren.

Schließlich müssen wir noch erwähnen, wie wichtig es ist, dass Fibromyalgie-Patienten vollständig auf Alkohol und alkoholfreie Erfrischungsgetränke (Soft Drinks) verzichten. Insbesondere Alkohol kann Entzündungen und Dehydrierung verursachen.

Bei Soft Drinks können die enthaltenen Süßstoffe und Zusatzstoffe negative Veränderungen in der Darmmikrobiota hervorrufen, die den für Fibromyalgie-Patienten typischen Entzündungszustand noch verschlimmern.

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