Was passiert in den verschiedenen Schlafphasen?

Auch wenn du vielleicht denkst, dass du in manchen Nächten nicht träumst, durchläuft das Gehirn jede Nacht sechs verschiedene Schlafphasen, in welchen es Traumbilder produziert.

Schlaf ist ein physiologischer Prozess, den dein Körper benötigt, um die Ressourcen, die du während des Tages verbrauchst, regelmäßig wiederherzustellen und  die internen Funktionen des Körpers durchzuführen. Doch was genau passiert in den verschiedenen Schlafphasen?

Es gibt verschiedene Phasen und Stadien des Schlafs, allerdings benötigen diese die Abwesenheit von Ablenkungen und Störungen, die von externen Faktoren herbeigerufen werden können.

Ein paar Beispiele für schlafstörende Faktoren:

  • Tabakkonsum
  • Übermäßiger Kaffeekonsum
  • Einnahme von Alkohol
  • Angststörungen
  • Stress

In diesem Artikel werden wir einen Blick auf die verschiedenen Schlafphasen werfen und erklären, wie du jede von ihnen genießen kannst.

Was sind die physischen Phasen des Schlafs?

Während deine Augen geschlossen sind, gibt es klare elektrische Oszillationen, die bei einer Alpharate von 8-13 pro Sekunde auf einem Elektroenzephalogramm (EEG) gesehen werden können.

Nach einigen Minuten kann man aufgrund der Gehirnaktivität die Veränderungen, die mit jeder Schlafphase in Verbindung stehen, markieren.

So haben Wissenschaftler herausgefunden, was wir heute über Schlaf wissen.

Wie werden die Schlafphasen eingeteilt?

Die Schlafphasen zu unterbrechen, kann müde machen.

Phase 1

  • In dieser Phase hat man einen leichten Schlaf. Es ist ein kurzes Stadium, in dem das Gehirn den Traumzustand einnehmen und verlassen kann. Außerdem wacht man sehr schnell auf.
  • In Schlafphase 1 enstehen schnelle Augenbewegungen (Rapid Eye Movements) da die Muskeln langsamer werden, weswegen diese Phase REM-Schlaf genannt wird.
  • Es ist in dieser Phase möglich, akustische und sensorische Reize wahrzunehmen. Diese Schlafphase bringt nur minimale Erholung.
  • Eventuell bemerkst du, dass in dieser Phase deine Muskeln plötzlich zucken. Aus diesem Grund haben einige Personen manchmal den Eindruck zu fallen. Dies ist deine Wahrnehmung des Übergangs von Schlafphase 1 zu Schlafphase 2.

Phase 2

Die Schlafphasen zu unterbrechen, kann müde machen.

  • In der zweiten Schlafphase hören die Augen auf, sich schnell zu bewegen und die dynamischen Hirnströme verlangsamen sich, bis nur noch eine einzige Aktivität schneller Hirnströme vorhanden ist.
  • Auf dem EEG wird ein Muster namens Schlafspindel sichtbar.
  • Neben den langsamen Wellen ist dies auch der Moment, in dem sich deine Körpertemperatur, Herzfrequenz und Atmung verlangsamen.
  • Zu diesem Zeitpunkt blockt das Nervensystem sensorische Stimuli, sodass es fast unmöglich wird, Informationen von der Außenwelt zu erhalten.
  • Dies macht sie zu einer sehr erholsamen Schlafphase, obwohl sie nur kurz vorkommt.

Phase 3

  • In dieser Schlafphase fängst du an, eine viel langsamere Hirnaktivität als in der vorherigen zu haben. Die Deltawellen werden von schnellen, kleineren Wellen durchkreuzt.
  • In diesem Stadium des Schlafs verbleibt eine Person normalerweise für zwei bis drei Minuten ohne Augenbewegung und es kann schwierig sein, aufzuwachen.
  • Die sensorische Wahrnehmung ist komplett geblockt. Wenn eine Person während dieser Phase aufwacht, fühlt sie sich desorientiert und verwirrt.
  • Während dieser Zeit gibt es keine Traumbilder, der Blutdruck ist niedrig und die Produktion von Wachstumshormonen ist erhöht.

Phase 4

Die Schlafphasen sind wichtig für gute Erholung.

  • Diese Phase wird fast ausschließlich von Deltawellen geprägt. Sie ist ein Stadium tiefen, intensiven Schlafs, aus dem man noch schwieriger aufwacht.
  • Es gibt keine Augen- oder Muskelbewegungen. Wenn Kinder ihr Bett nässen, Schlafwandeln oder Alpträume haben, passiert das normalerweise in dieser Schlafphase.
  • In diesem tiefen Schlaf kommen keine Träume vor. Diese Phase hält normalerweise 20 Minuten an.
  • Trotzdem ist es diese Phase, die ausschlaggebend dafür ist, ob du guten Schlaf bekommen hast, oder ob er nicht erholsam genug war.

Wie viele Schlafphasen treten während einer Nacht auf?

Menschen schalten normalerweise in Abständen von 70 bis 100 Minuten zwischen REM-Schlaf und Schlaf, in dem keine schnelle Augenbewegung auftritt, hin und her.

Die Phase mit schneller Augenbewegung hält typischerweise 5 bis 30 Minuten an, der Rest gehört zum NON-REM-Schlaf.

Beide Zyklen wiederholen sich normalerweise alle 1,5 Stunden und man durchlebt in einer Nacht vier bis sechs Zyklen des REM-Schlafs.

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