Erotische Träume

7 Juli, 2015

So viel ist sicher: jeder erlebt im Traum Sexualität. Nur erinnern tun sich nicht alle daran. Die, die sich daran erinnern, wachen manchmal mit einem Lächeln auf den Lippen auf, manchmal aber auch etwas verwirrt. Wir erklären dir hier, was es mit erotischen Träumen auf sich hat.

Glück und Traum

Du hast uns oft im Traum gesehen

Zusammen zum Altare gehen,

Und dich als Frau, und mich als Mann.

Oft nahm ich wachend deinem Munde,

In einer unbewachten Stunde,

So viel man Küsse nehmen kann.

Das reinste Glück, das wir empfunden,

Die Wollust mancher reichen Stunden

Floh wie die Zeit mit dem Genuss.

Was hilft es mir, dass ich genieße?

Wie Träume fliehn die wärmsten Küsse,

Und alle Freude wie ein Kuss.

Johann Wolfgang von Goethe

 

Paar2Häufigkeit erotischer Träume

Verschiedene Studien haben herausgefunden, dass Männer und Frauen gleichermaßen „feuchte Träume“ erleben. Kanadische Forscher jedoch haben in einer Studie erforscht, dass Männer etwa doppelt so häufig wie Frauen von Gruppensex und Frauen wesentlich häufiger als Männer von einem Stelldichein mit einem Prominenten träumen. Eine weitere Studie stellte fest: Wer untreu träumt ist eifersüchtiger. Wer solcher Träume seltener erleben möchte, sollte laut einer chinesischen Studie nicht auf dem Bauch schlafen, denn Bauchlage, so fand man heraus, erhöht die Häufigkeit solcher Träume.

Wir reagieren im Traum, als wäre er Realität

Alle im Traum erlebten Emotionen wie Freude, Angst und Glück oder eben auch sexuelle Erregtheit erleben wir auch wirklich. Unser Körper reagiert dementsprechend auch mit Atmung und Puls darauf. Daher auch der Name „feuchter Traum“. Es handelt sich um echte Gefühle in einer imaginären Welt. Für manche sind die Gefühle so real, dass sie auch anfangen, sich dazu im Schlaf zu bewegen: den Partner beim nächtlichen Fußballspiel versehentlich ans Bein treten oder auch sprechen und andere Laute von sich geben – bis hin zum Schlafwandeln! Unser Gehirn erlebt die Gefühle wirklich so, als wären wir wach.

SchlafBedeutung sexueller Träume

In Träume wird viel hinein interpretiert. Traumdeutung ist jedoch wenig wissenschaftlich und ein netter und unterhaltsamer Zeitvertreib. Albträume jedoch haben immer einen Grund: unverarbeitete Tagesgeschehen, traumatische oder traumatisierende Erlebnisse, Stress oder psychische Probleme, aber auch physische Komponenten. Wer mehrmals die Woche unter Albträumen leidet, sollte dies als ernsthafte Schlafstörung auffassen und etwas dagegen unternehmen. Es gilt, den Grund des Albtraums herauszufinden und ihn zu lösen. Träume jedweder Art, auch sexuelle, zeigen lediglich, dass unser Gehirn auch nachts aktiv ist. Es ist nur eine andere Art von Wachzustand im Vergleich zu dem, was wir am Tage so erleben. Wäre das Gehirn nicht aktiv, würden wir auch nicht träumen! Träumst Du also erotische Träume, die dich beim Erwachen verwirren, dann sollte dich das nicht weiter beunruhigen.

TraumArten erotischer Träume

Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn du im Traum die Nacht mit einem Promi verbracht hast, während dein Partner neben dir im Bett lag. Vielleicht hast du vor dem Einschlafen zufällig von dem Prominenten gelesen, gehört oder ihn im Fernsehen gesehen? Träume verarbeiten oft ganz einfach das Tagesgeschehen. Und wenn dein Gehirn mit deiner Phantasie den Traumtanz tanzt, bittet der Promi statt dein Partner zum erotischen Tanz.

Auch homosexuelle Träume, die wir als heterosexuelle Menschen (und umgekehrt!) träumen sind kein Grund, sich ernsthafte Gedanken über seinen bisherigen Lebensentwurf zu machen. Unser Gehirn kann im Schlaf frei arbeiten und hat die Möglichkeit, alle Eventualitäten durchzuspielen, wenn dein wacher Verstand es nicht daran hindern kann. Es ist nur ein Spiel mit den Möglichkeiten des Lebens, die deine Phantasie mit dir spielt. Kein Grund zur Sorge!

Bei Männern ist es morgens offensichtlich, wenn der feuchte Traum zum Höhepunkt führte. Das bedeutet aber nicht, dass Frauen nicht auch im Traum zum Orgasmus kommen. Manche Menschen kommen im Traum sogar leichter und öfter zum Höhepunkt als im realen Leben. Denn Gedanken und Träume sind frei, im Schlaf gibt es wenig externe begrenzende Faktoren (Stress, Geräusche, Situation,…), die einen davon abhalten könnten, „abzuheben“.

Traum5Entspannung pur

Falls du also in Zukunft erwachst und dich daran erinnerst, einen solch erotischen Traum erlebt zu haben, kannst du dich wieder entspannt ins Kopfkissen zurück sinken lassen: alles nur ein Traum! Lass dich nicht verwirren, sondern denke daran, dass dein Körper ihn real erlebt hat und die Nachtruhe sogar doppelt entspannend war. Und wenn du es so sieht… vielleicht schläfst du ab jetzt lieber auf dem Bauch?

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