Die besten Gemüsesorten zum Abnehmen

5 August, 2015
Gemüse ist gesund, so viel ist klar. Aber welche Gemüsesorten helfen beim Abnehmen?

Wer abnehmen möchte, sollte viel frisches Obst und Gemüse essen. Es gibt Gemüsesorten, die besonders gut zur Begleitung einer Gewichtsreduktion geeignet sind. Wir zeigen dir welche und erklären auch, warum sie beim Abnehmen helfen!

Inhaltstoffe

Ganz grob kann man zum Abnehmen geeignete Gemüsesorten in vier Gruppen einteilen. Zum einen solche Gemüsesorten, die im Verhältnis zum Gewicht sehr wenige Kalorien haben und zum anderen solche, die wertvolle Stoffe enthalten, die das Abnehmen sinnvoll unterstützen. Die dritte Gruppe sind ballaststoffreiche Gemüsesorten und zu guter Letzt Gemüse, das reich an Eiweiß ist.

gurkeHoher Wassergehalt

Die erste Gruppe orientiert sich an der Idee des „Volumetrics“, einer Ernährungsform, bei der sehr viel Volumen gegessen wird, aber mit nur sehr wenig Kalorien. Ziel ist es, ein Sättigungsgefühl herbeizuführen, ohne dabei viel Kalorien zu essen. Das funktioniert mit allen (Obst- und) Gemüsesorten, die einen sehr hohen Wassergehalt, aber dabei sehr wenig Kalorien haben. Dazu gehören:

  • Tomate
  • Gurke
  • Kürbis
  • Salat und Blattgemüse
  • Zucchini
  • Zwiebelgewächse
  • Spargel
  • Rhabarber

Ein großer bunter Gemüseteller aus diesen Gemüsesorten macht durch das Volumen satt, bringt dir aber nur wenige Kalorien auf den Teller.

auberginen-zum-abnehmen2Viele Bitterstoffe

Zur Gruppe der Gemüsesorten, die mit ihren Inhaltstoffen beim Abnehmen helfen gehören solche, die Bitterstoffe enthalten. Diese natürlichen Bitterstoffe wirken als natürliche Appetitzügler und folglich auch gegen Fettpölsterchen am Bauch. Außerdem wirken sie gegen Bakterien, Krebs und Entzündungen, fördern die Verdauung und senken Cholesterin. Sie sind zum Beispiel in Auberginen enthalten. Sollen Bitterstoffe appetitzügelnd wirken, darf man sie aber nicht „verstecken“! Auberginen werden gerne mit Salz „entbittert“, wenn du aber von den Bitterstoffen profitieren möchtest, solltest du das auf keinen Fall tun! Moderne Züchtungen haben weniger Bitterstoffe, vielleicht findest du in Nachbars Garten noch besonders bittere, alte Sorten? Weitere Gemüsesorten mit reichlich Bitterstoffen sind:

  • Bittere Blattsalate wie Radicchio, Chicorée
  • Auberginen
  • Löwenzahn
  • Rosenkohl
  • Artischocke

Besonders wirksam ist eine Kombination mehrerer solcher „bitterer“ Gemüsesorten. Kombiniere sie aber niemals mit süßlichem Gemüse wie jungen Karotten, Süßkartoffeln Cocktailtomaten und anderem Gemüse, das die Bitterstoffe maskieren würde.

KohlsalatViele Ballaststoffe

Damit wir nach einer Mahlzeit lange satt bleiben, muss der Ballaststoffgehalt der Mahlzeit hoch sein. So steigt der Blutzuckerspiegel nur langsam an, es wird wenig Insulin ausgeschüttet – der Abfall des Blutzuckerspiegels nach der Verdauung ist flach und somit schonend und sanft zum Organismus. Ballaststoffe sind die unverdaulichen Bestandteile unserer Nahrung. Sie sorgen nicht nur für einen günstigen Verlauf des Blutzuckerspiegels, sondern auch für eine gesunde Verdauung und daraus resultierend ein gutes Stuhlvolumen. Auch bei der Prävention vor Darmkrebs sollen Ballaststoffe hilfreich sein. Studien deuten außerdem darauf hin, dass ein ballaststoffreiches Frühstück sogar den Cholesterinspiegel senken kann. Bei vielen Gemüsesorten beschränken sich die Ballaststoffe allein auf die Schale, weswegen du grundsätzlich die Schale immer mitessen solltest. Auch bei (jungen) Kartoffeln zum Beispiel! Es gibt aber auch Gemüsesorten, die auch unter der Schale (falls sie überhaupt eine Schale haben) sehr ballaststoffreich sind. Dazu gehören:

  • Kohl
  • Artischocke
  • Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Linsen)
  • Paprika
  • Schwarzwurzel
  • Spargel
  • Rhabarber
  • Fenchel

Ballaststoffe sind außerdem in Vollkornprodukten enthalten. Kombinierst du also solche Gemüsesorten mit zum Beispiel Vollkornreis, Vollkornnudeln oder Vollkornbrot, hilft das gleich doppelt!

Erbsen-ein-grosser-vegetarischer-Protein-und-Ballaststoff-lieferantReich an Eiweiß

Bei normaler körperlicher Tätigkeit muss dem (normalgewichtigen!) Körper ca. 0,8g Eiweiß pro Kilo Körpergewicht zugeführt werden. Die tatsächliche Eiweißzufuhr übersteigt in Deutschland diese Empfehlung um ca. 50% und liegt bei ca. 1,2g pro kg Körpergewicht am Tag. Dieser Wert von 1,2g pro Kilo Körpergewicht entspricht genau dem, was dem Körper zum Muskelaufbau in Trainingsphasen zugeführt werden sollte. Daher ist eine Eiweißzufuhr durch spezielle Eiweißpräparate und „Pülverchen“ nicht notwendig, im Gegenteil: Eine zu hohe Eiweißzufuhr belastet die Nieren, da überflüssiges Eiweiß nicht verstoffwechselt wird, sondern über die Nieren wieder ausgeschieden werden muss. Leider kommt es oft im Zusammenhang mit Gewichtsreduktion zu einer sehr unausgewogenen Ernährung. Abnehmwillige meinen, sich alleine von Blattsalat ernähren zu müssen, um möglichst schnell an Gewicht zu verlieren. Da unsere Muskelmasse aber aus Eiweiß besteht, ist es mehr als sinnvoll, diese mit eiweißreichen Gemüsesorten gut zu ernähren, um sie dauerhaft zu erhalten. Schließlich ist es die Muskelmasse, die das Fett ja verbrennt! Eiweißreiche Gemüsesorten sind:

  • Bohnen
  • Linsen
  • Erbsen
  • Kartoffeln
  • Nüsse

Jetzt weißt du, welche Gemüsesorten du am besten wählst, wenn du abnehmen möchtest. Jetzt musst du nur darauf achten, sie nicht mit ungesunden Dingen zu kombinieren, also nimm zum Braten des Gemüses Pflanzenöl statt Butter, serviere Tomatensauce statt Sahnesauce und verzichte auf fettige Käsekrusten und Wurstbeilagen.

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