Besser schlafen durch Tee – 4 heilende Aufgüsse

Schlaflosigkeit ist in der heutigen Gesellschaft ein sehr weit verbreitetes Problem, das durch Stress, langes Sitzen bei geringer körperlicher Bewegung, Muskelverspannungen, spätes, aber dennoch üppiges Abendessen und ähnliche Faktoren ausgelöst wird.

In diesem Artikel geben wir dir ein paar einfache Tipps, wie du wieder besser schlafen kannst. Wir empfehlen dir 4 Heilpflanzen, die sich durch ihre entspannende Wirkung auszeichnen, und geben allgemeine Ratschläge, die dich nachts schlafen und Erholung finden lassen.

Entspannende Tees

Es gibt viele Heilpflanzen, die entspannend wirken. Ein Großteil dieser Pflanzen hat darüber hinaus noch weitere gesundheitsfördernde Wirkungen, weshalb wir hier 4 von ihnen ausgewählt haben, die du täglich anwenden kannst, um deine Schlaf- und Lebensqualität zu steigern.

Im Idealfall werden diese Heilpflanzen am späten Nachmittag oder im Laufe des Abends verwendet. Wer aktuell unter Nervosität oder maximalem Stress leidet, dem können diese medizinischen Pflanzen auch schon am Morgen helfen. Es empfiehlt sich, täglich 2 oder 3 Tassen eines aus ihnen zubereiteten Aufgusses zu trinken.

Die Tees können nach Bedarf gesüßt werden, am besten mit Stevia oder Orangenblütenhonig, Honig mit Heidekraut oder Lavendel.

Die Heilpflanzen finden nicht nur in Form von Tee Anwendung, sie existieren auch als Tinkturen, Tabletten und Kapseln. Bevor versucht wird, Schlafstörungen mit diesen Mitteln zu therapieren, empfehlen wir, den Rat eines Experten zu suchen, insbesondere wenn gleichzeitig andere Medikamente eingenommen werden bzw. gesundheitliche Probleme bestehen.

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Heilende Pflanzen

  • Baldrian: Besonders, wenn die Schlaflosigkeit durch Nervosität bedingt ist. Baldrian hilft nicht nur, besser zu schlafen, sondern wirkt auch gegen Angstgefühle und Stress. Wer sich von der momentanen Situation erdrückt fühlt, Trauer leidet oder Kopfschmerzen und Migräne, der findet in Baldrian einen wertvollen Helfer.
  • Passionsblume: Die in dieser Pflanze enthaltenen Wirkstoffe haben beruhigende Effekte, sie helfen, Muskelverspannungen zu lösen und erleichtern das Einschlafen. Die Passionsblume eignet sich auch hervorragend bei Angst, sie beruhigt das Nervensystem, ohne dabei Aufmerksamkeit oder Bewusstsein zu trüben.
  • Melisse oder Zitronenmelisse: Diese Heilpflanze empfehlen wir all denjenigen, die neben Schlaflosigkeit auch Verdauungsstörungen haben. Wenn eine emotionale Situation auf den Magen schlägt, ist die Anwendung von Melisse oder Zitronenmelisse anzuraten.
  • Lindenblüten: Lindenblüten sind ebenfalls für ihre entspannende Wirkung bekannt. Auch bei Angstgefühlen, Stress und Nervosität, die uns den Appetit verderben und Unwohlsein bereiten, werden Lindenblüten eingesetzt.

Vorsicht bei der Einnahme von Medikamenten

Die von uns zur Zubereitung von Tees vorgeschlagenen Heilfplanzen sollten erste Wahl sein, wenn es darum geht, Probleme beim Schlafen zu behandeln. In der Apotheke sind potente Schlafmittel erhältlich, um Schlafstörungen zu therapieren, von der Anwendung solcher Medikamente raten wir allerdings aus folgenden Gründen ab:

  • Wenn die Schlaflosigkeit durch einen erhöhten Stresspegel bedingt ist, dem man vorübergehend ausgesetzt ist, helfen die Heilpflanzen, das emotionale Gleichgewicht wiederzufinden, ohne dabei den biologischen Rhythmus des Organismus zu beeinflussen.
  • Im Gegensatz zu den Schlafmitteln aus der Apotheke machen die Heilpflanzen nicht abhängig.
  • Wer auf Medikamente zurückgreift, um besser schlafen zu können, riskiert, auch mit gedämpftem Bewusstsein durch den Tag zu gehen. Diese Schläfrigkeit beeinträchtigt Betroffene in ihrem Alltag.
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Allgemeine Ratschläge

Zusätzlich zum Konsum der aus den Heilpflanzen zubereiteten Aufgüsse empfehlen wir auch eine Alltagsroutine, die hilft, abends zu entspannen und gut zu schlafen. So steht man morgens gut ausgeruht auf und begegnet dem Tag mit Energie und guter Laune:

  • Nimm die Probleme, denen du im Laufe des Tages gegenüberstehst, nicht mit nach Hause. Es ist sinnvoll, mit der Familie darüber zu sprechen, wie der Tag verlaufen ist. Dabei solltest du dich allerdings nicht auf jene Situationen konzentrieren, die dich negativ beeinflussen und dir Kopfzerbrechen bereiten, vor allem dann nicht, wenn es Zeit ist, schlafen zu gehen. Auch etwas Meditation, Yoga, klassische Musik oder ein gutes Buch helfen, zu entspannen.
  • Es ist wichtig, 2- oder 3-mal die Woche Sport zu treiben. Wer unter hoher Anspannung und Stress steht, sollte den Sport mit Entspannungstechniken abwechseln, mit Yoga oder Tai Chi zum Beispiel. Der Sport soll das Herz-Kreislauf-System fordern, beim Laufen, Radfahren oder im Aerobic-Kurs. Wer sich abends bewegt, profitiert sofort von der körperlichen Aktivität: es stellt sich eine angenehme Müdigkeit ein und man fühlt sich gut dabei, etwas für die Gesundheit getan zu haben.
  • Solltest du unter Muskelverspannungen oder Muskelschmerzen leiden und deshalb nachts nicht zur Ruhe finden, empfehlen sich Dehnungsübungen oder Massagen vor dem Zubettgehen. So vermeidest du Umherwälzen im Bett und häufiges Aufwachen.
  • Der Traditionellen Chinesischen Medizin zufolge regeneriert sich der Körper über Nacht, Leber und Gallenblase beispielsweise zwischen 23 Uhr und 3 Uhr nachts. Zu diesem Zeitpunkt sollte das Abendessen also bereits verdaut sein, weshalb wir vorschlagen, zeitig zu Abend zu essen. Falls die Arbeit das nicht zulässt, nimm ein warmes Mittagessen zu dir und iss zum Abend nur noch eine Kleinigkeit. Du wirst fühlen, wie du deutlich erholter aufwachst und gut gelaunt in den Tag starten kannst.
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