Bauchspeicheldrüsenkrebs soll die zweittödlichste Krebsart sein

· 13 Juli, 2016
Immer mehr Menschen erkranken an Bauchspeicheldrüsenkrebs. In diesem Beitrag erfährst du Wissenswertes über Ursachen und Vorsorgemöglichkeiten.

Erkrankungen an Bauchspeicheldrüsenkrebs haben in den letzten Jahren sehr stark zugenommen. Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist zu entnehmen, dass diese Krebsart zu den 5 häufigsten Todesursachen zählt, gleich nach Lungenkrebs, Brustkrebs, Magen- und Darmkrebs.

Aus einer in der Wissenschaftszeitschrift Sciencie Daily veröffentlichen Studie geht hervor, dass sich Bauchspeicheldrüsenkrebs – auch Pankreaskarzinom genannt –  im Jahre 2030 an zweiter Stelle der tödlichen Krebsarten befinden soll.

Das ist besorgniserregend, insbesondere deshalb, weil diese Krebsart anfangs nur wenige Symptome verursacht und deshalb oft erst spät diagnostiziert wird.

Auch Folgendes sollte nicht vergessen werden: Sollte es in Zukunft noch mehr Fälle von Bauchspeicheldrüsenkrebs geben, bedeutet dies, dass die Wissenschaft zu neuen Kenntnissen gekommen ist, die vielleicht die Sterblichkeitsrate aufgrund von Brust- oder Darmkrebs reduzieren.

Dies wäre natürlich sehr positiv, denn es sollte nicht vergessen werden, dass eine Krebserkrankung nicht mit dem Tod gleichgesetzt werden muss. Es handelt sich um einen Kampf und das Vertrauen in die Wissenschaft, die täglich mehr Erkenntnisse erlangt und neue Behandlungsmöglichkeiten erforscht.

In unserem heutigen Beitrag erklären wir die Gründe für das ständige Zunehmen von Bauchspeicheldrüsenkrebserkrankungen.

Erkrankungen an Bauchspeicheldrüsenkrebs sollen in den nächsten Jahren zunehmen

Die Lebenserwartung steigt ständig und gerade weil Menschen immer älter werden, entwickeln sich auch bestimmte Krankheiten häufiger.

Das Pankreaskarzinom entwickelt sich meist in einem Alter zwischen 46 und 75 Jahren. Am häufigsten tritt diese Krankheit statistisch gesehen jedoch ab dem 71. Lebensalter auf. Das Risiko steigt danach weiter an.

Bei verschiedenen Risikofaktoren, wie Tabakkonsum, familiärer Vorbelastung oder bestimmten Bauchspeicheldrüsenerkrankungen kann die Gefahr für ein Pankreaskarzinom zusätzlich steigen.
  • Nicht zu vergessen ist jedoch, dass Bauchspeicheldrüsenkrebs nicht zu 100% auf diese Risiken zurückzuführen ist. Experten weisen darauf hin, dass die genauen Ursachen der Erkrankung noch immer nicht eindeutig feststehen.

Es gibt auch Menschen, die mit kaum 40 daran erkranken, auch wenn sie einen gesunden Lebensstil führen.

Deshalb weisen Wissenschaftler immer wieder darauf hin, dass die größten Schwierigkeiten bei der Kontrolle des Karzinoms entstehen:

Bauchspeicheldrüsenkrebs

Schwierigkeiten in der Diagnose

Wie bereits anfangs erwähnt, ist die Sterblichkeitsrate bei Bauchspeicheldrüsenkrebs auch deshalb so hoch, da Patienten mit Brust-, Magen- oder Darmkrebs bessere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

  • Die Bauchspeicheldrüse liegt quer im Inneren des Oberbauches. Sie ist mit herkömmlichen Untersuchungsmethoden nur schwer zugänglich.
  • Dazu kommt, dass bei einem Pankreaskarzinom in der ersten Phase meist keine Symptome zu verspüren sind. In diesem anfänglichen Entwicklungsstadium wäre eine Behandlung natürlich bedeutet einfacher. Bei fortschreitender Krankheit wird diese jedoch immer komplizierter.

Lesetipp: Mögliche Symptome für Darmkrebs entdecken

Faktoren, die berücksichtigt werden sollten

Wissenschaftler haben diese Studie in verschiedensten Medien publiziert, insbesondere deshalb, da große Organismen über die Notwendigkeit informiert werden müssen, dass mehr finanzielle Mittel für die Erforschung dieser Krankheit notwendig. sind.

Man muss bessere Behandlungen entwickeln und es ist auch erforderlich, Experten auszubilden, die neue Erkenntnisse über Bauchspeicheldrüsenkrebs erwerben, da dieser in den nächsten Jahren zu einer der tödlichsten Krebsarten evolutionieren kann.

Der Kampf gegen die Uhrzeit, um ältere und gefährdete Menschen zu schützen, erfordert „eine Investition in die Gesundheit“. 

Wir wissen, dass ein Pankreaskarzinom oder auch andere Krebsarten nicht zu 100% vermieden werden können.

Doch wer gesunde Lebensgewohnheiten annimmt, kann trotzdem Vorsorge leisten und gleichzeitig das Wohlbefinden, die natürlichen Abwehrkräfte, Antikörper und Energievorräte verbessern.

Sport

Folgende Aspekte sollten im Kampf gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs berücksichtigt werden:

  • Verzichte auf schädliche Gewohnheiten wie Tabak und Alkohol.
  • Im Falle von Fettleibigkeit, solltest du etwas dagegen unternehmen.
  • Bewegungsmangel ist ebenfalls schlecht. Bewege dich täglich ausreichend, ein Spaziergang oder einfache aerobische Übungen können bereits sehr viel bewirken.
  • Das Pankreaskarzinom tritt bei Diabetikern häufiger auf. Auch dies solltest du beachten.
  • Wer an chronischer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) leidet, sollte sich regelmäßigen Kontrolluntersuchungen unterziehen.
  • Du solltest den Konsum von Vitamin C, Flüssigkeit und frischen Nahrungsmitteln, die reich an Antioxidantien sind, erhöhen. Befrage deinen Arzt, ob eventuell ein Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D sinnvoll wäre.
  • Auch auf fettreiche Nahrung solltest du verzichten. Vorzugsweise ist Olivenöl zu empfehlen und auch Getreide, um die Verdauung zu verbessern.
  • Függer, R. (2006). Pancreatic carcinoma. European Surgery – Acta Chirurgica Austriaca. https://doi.org/10.1007/s10353-006-0230-3
  • Saltzstein, H. C., & Aboulafia, E. D. (1962). Carcinoma of the pancreas. The American Journal of Surgery. https://doi.org/10.1016/0002-9610(62)90149-6