Augentumore: Pinguecula und Pterygium

· 15 Februar, 2018
Auf die Augen sollte jeder Mensch gut achtgeben. Sie sind einer unserer wichtigsten Sinne, gleichzeitig sind sie sehr empfindlich.

Sehen ist für die meisten Menschen der wichtigste der fünf Sinne. Augentumore der Bindehaut, wie etwa die Pinguecula und das Pterygium, stellen also eine große Beeinträchtigung dar. Erfahre mehr darüber in diesem Beitrag.

Auf die Augen sollte jeder Mensch gut achtgeben. Sie sind einer unserer wichtigsten Sinne, gleichzeitig sind sie sehr empfindlich. Es ist daher ganz wichtig zu verstehen, wie Augentumore, die den Sehsinn beeinträchtigen, zustande kommen. Denn nur so können sie rechtzeitig erkannt oder gar verhindert werden. Eine dieser Erkrankungen ist die Pinguecula.

Bei der Pinguecula handelt es sich um eine Degeneration der Bindehaut, genauer gesagt um einen gelblichen, etwas erhabenen und meist dreieckigen, rundlichen oder länglichen Fleck in der Lidspalte am Hornhautrand. Sie ist gutartig, verschwindet aber nicht von selbst, kann also nur chirurgisch entfernt werden.

Eine Pinguecula ist bisweilen so klein, dass man sie gar nicht sieht, jedoch kann sie mit der Zeit wachsen. In den meisten Fällen beeinträchtigt sie das Sehen nicht. Doch bei manchen Menschen ruft sie Irritationen wie ein Fremdkörpergefühl hervor.

Augentumore: Wie entsteht eine Pinguecula?

rote Augen sind Anzeichen eines Augentumors

Wissenschaftler, etwa der Amerikanischen Akademie für Augenheilkunde, sind sich einig, dass es unter anderem folgende Auslöser für eine Pinguecula gibt:

  • Wenn die Augen Staub oder Wind ausgesetzt sind,
  • zu viel UV-Licht,
  • Körperfett,
  • trockene Augen,
  • hormonelle Veränderungen,
  • operative Eingriffe oder
  • die Einnahme gewisser Medikamente.

Symptome einer Pinguecula

  • Juckreiz im Auge oder Rötung des Augapfels, besonders nahe der Hornhaut, Pupille und Iris,
  • Trockenheit im Auge,
  • Irritationen in der betroffenen Region,
  • ständige Entzündung und
  • ständiges Gefühl, es sei etwas im Auge, wie Staub oder Sand.

Wie behandelt man eine Pinguecula?

Augentumore: Pinguecula

In den meisten Fällen ist eine Behandlung zunächst nicht dringend notwendig. Allerdings empfiehlt es sich, sehr wachsam zu sein, wenn die Pinguecula in Verbindung mit anderen Augenkrankheiten auftritt.

Wichtig zu wissen: Wenn sie einmal chirurgisch behandelt worden ist, kann es vorkommen, dass die Pinguecula daraufhin erneut entsteht.

Das kommt in etwa 30% bis 40% der Fälle vor, daher entscheiden sich manche Patienten für eine andere Behandlungsmethode. Dennoch ist bei einer schweren Pinguecula eine chirurgische Entfernung ratsam.

Zwei dieser möglichen schweren Fälle sind:

Erstens, wenn eine starke Entzündung auftritt, die sich nur schwer oder gar nicht behandeln lässt.

Zweitens, wenn sich die Pinguecula auf der Hornhaut bildet oder dorthin wuchert, denn das beeinträchtigt das Sehen. In beiden Fällen ist der umliegende Augenbereich stark gerötet und juckt extrem.

Was unterscheidet die Augentumore Pinguecula und Pterygium?

Pinguecula und Pterygium ähneln sich sehr, dennoch gibt es einige erkennbare Unterschiede zwischen den beiden. Das Pterygium ist eine Gewebswucherung der Bindehaut, die Blutgefäße enthält und daher eher hautfarben ist. Das unterscheidet sie deutlich von der gelblichen Färbung der Pinguecula.

Das Pterygium hat allerdings ebenfalls eine dreieckige, rundliche oder längliche Form. Beide treten jedoch an unterschiedlichen Stellen auf. Das Pterygium bildet sich in den meisten Fällen auf der Hornhaut.

Wichtig zu wissen: Häufig ist die Bildung eines Pterygiums die Folge einer vorherigen Pinguecula. 

Wenn das Pterygium eine bestimmte Größe erreicht, verändert es die Oberflächenstruktur des Auges, was wiederum einen Astigmatismus zur Folge hat. Das bedeutet, dass Betroffene Gegenstände, Bilder und Umrisse aufgrund einer Hornhautverkrümmung verzerrt wahrnehmen.

Ähnlichkeiten zwischen Pinguecula und Pterygium

Augentumore

Wie bereits erwähnt, gibt es zwischen den beiden ein paar Ähnlichkeiten. Eine Ausnahme bildet jedoch die Tatsache, dass ein Pterygium häufig aufgrund von Stress auftritt.

Auch wenn es sich um gutartige Wucherungen handelt, sollte man sie dennoch nicht auf die leichte Schulter nehmen. In der Anfangsphase weisen beide Tumore die gleichen Symptome auf, was eben dazu führen kann, dass man sie verwechselt.

Angesichts dieser Umstände empfehlen Experten, Präventionsmaßnahmen zu ergreifen. Das Sonnenlicht hat auf die Entstehung beider Tumorarten Einfluss, ebenso wie Körperfett und kleine Partikel in der Luft. Darum raten Mediziner dazu, Schutz- oder Sonnenbrillen zu tragen, wenn man lange draußen arbeitet.

Auch das Alter kann eine Rolle dabei spielen, ob eine Pinguecula oder ein Pterygium entsteht. Daher wird älteren Personen geraten, die Augen regelmäßig ärztlich untersuchen zu lassen.