Atopische Haut: Pflegtipps für den Winter

Atopische Haut verursacht Juckreiz, Rötungen und Quaddeln, die nach dem Kratzen auftreten. Die Symptome verschlimmern sich im Winter aufgrund des kalten Wetters und des Mangels an Feuchtigkeit in der Umgebung.
Atopische Haut: Pflegtipps für den Winter

Letzte Aktualisierung: 21. Oktober 2021

Wenn du atopische Haut hast, leidest du an einer Krankheit namens atopische Dermatitis. Dabei handelt es sich um eine chronische Entzündung, bei der die Haut trocken, juckend und schuppig ist und zu Irritationen neigt. Solltest du im Winter besondere Vorsichtsmaßnahmen für deine atopische Haut treffen?

Tatsächlich haben 20 % der Kinder und etwa 3 % der Erwachsenen atopische Haut. In den Wintermonaten leiden die Betroffenen unter einer Verschlechterung, die ihre Lebensqualität stark beeinträchtigen kann.

Juckreiz und Unwohlsein führen zu Schlafproblemen, kumulativer Müdigkeit und häufigen Stimmungsschwankungen. Dies ist eine heikle Situation. Wenn du atopische Haut hast, findest du in unserem heutigen Artikel einige hilfreiche Pflegetipps für den Winter.

Welche Faktoren beeinflussen die atopische Haut?

In den Wintermonaten leiden Menschen mit atopischer Haut oft unter einer Verstärkung ihrer Symptome. Das liegt vor allem an der Kälte, die die Haut austrocknet und den Juckreiz verstärkt.

Wenn du dich aufgrund des Juckreizes kratzt, führt dies dann oft zu Hautläsionen und Schuppenbildung. Laut der National Eczema Association gilt dies auch für die Trockenheit der Umwelt, die im Winter ebenfalls ein wichtiger Faktor ist. Aber dies ist nicht nur im Freien ein Problem. Wenn du im Winter die Heizung benutzt, wird die Raumluft ebenfalls trocken.

Der Feuchtigkeitsmangel in der Haut, der mit einer geringeren Talgproduktion einhergeht, macht die Haut empfindlicher und reizbarer. Es ist sehr wichtig, dies zu berücksichtigen, denn bestimmte Pflegemaßnahmen können helfen, die Haut zu stärken und die Symptome zu lindern.

Winterpflege für atopische Haut - Frau kratzt sich am Arm
Juckreiz ist eines der schlimmsten Symptome atopischer Haut.

Wie kannst du atopische Haut im Winter pflegen?

Der erste Schritt besteht zweifellos darin, einen Dermatologen aufzusuchen, um eine Expertenmeinung einzuholen. Außerdem kannst du kleine Veränderungen vornehmen, um die Symptome zu lindern. Du kannst zum Beispiel nach Möglichkeiten suchen, die Wohnung zu klimatisieren, damit die Umgebung nicht zu trocken ist.

Wenn es draußen sehr kalt ist, wird es wahrscheinlich überall trocken sein. Aber auch wenn du eine Heizung hast, kannst du Luftbefeuchter verwenden. Das sind Geräte, mit denen du eine angemessene Luftfeuchtigkeit in deinem Zuhause aufrechterhalten kannst.

Außerdem solltest du dich nicht mit sehr heißem Wasser duschen. Die U.S. National Library of Medicine empfiehlt kurze Duschen von maximal 10 Minuten Dauer mit lauwarmem Wasser.

Für die Hygiene raten die Fachleute zur Verwendung spezieller Seifen oder Gels. Darüber hinaus empfehlen sie das häufige Auftragen von Cremes oder Lotionen, um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Heutzutage gibt es spezielle Produkte für Menschen, die unter atopischer Haut leiden. Dein Dermatologe kann dir bei der Auswahl der besten Produkte für das Baden und die spezielle Behandlung deiner Haut helfen.

Winterpflege für atopische Haut - Frau cremt ihr Gesicht ein
Atopische Dermatitis kann mit feuchtigkeitsspendenden Cremes behandelt werden.

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Die Wahl der richtigen Kleidung

Obwohl es vielen Menschen nicht bewusst ist, können bestimmte Stoffe die atopische Haut verschlimmern. Tatsächlich neigen wir dazu, im Winter bestimmte synthetische Stoffe zu tragen, die die Wärme besser halten und die Transpiration reduzieren.

Allerdings solltest du all diese Materialien meiden, wenn du atopische Haut hast. Gleiches gilt für Kleidung, die zu eng anliegt oder die Etiketten oder Nähte hat, die auf der Haut reiben. Einige Experten, wie die oben zitierte medizinische Enzyklopädie, empfehlen sogar, Wolle zu meiden.

Ideal ist Kleidung aus natürlichen Stoffen wie Baumwolle, die weit ist und nicht so stark reibt. Derartige Stoffe solltest du insbesondere für den Schlafanzug und die Bettwäsche wählen, da andere Stoffe zu verstärkten Beschwerden führen können.

Im Winter braucht atopische Haut mehr Feuchtigkeit

Aufgrund der Kälte und des Feuchtigkeitsmangels verschlimmert sich atopische Haut im Winter oft. Deshalb ist es ratsam, die Haut ständig mit Feuchtigkeit zu versorgen und die richtigen Kleidungsstücke zu wählen.

Lasse dich von deinem Arzt beraten, welche Produkte für dich geeignet sind. Beim Duschen, bei der Feuchtigkeitspflege oder zur Linderung der Symptome empfiehlt es sich, spezielle Produkte zu verwenden.

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