Achalasie: Diagnose und Behandlung

27 August, 2019
Die Achalasie ist eine sehr seltene Erkrankung, bei der feste oder flüssige Lebensmittel nicht mehr geschluckt werden können. Wie kann diese Krankheit diagnostiziert und behandelt werden?

Die Achalasie ist eine sehr seltene Erkrankung, die in jedem Alter auftreten kann und durch die Unfähigkeit der Speiseröhre, sich zusammenzuziehen und Nahrung in den Magen zu befördern, gekennzeichnet ist.

Dies stellt natürlich ohne Zweifel ein großes Problem dar. Zumal trotz der Forschungen, die bezüglicher dieser Krankheit durchgeführt werden, die spezifischen Ursachen dieser Pathologie noch nicht gefunden werden konnten.

Was jedoch feststeht, ist, dass sich die Krankheit sowohl bei Männern als auch bei Frauen manifestiert und dass die Tatsache, dass es in der Familie bereits einen ähnlichen Fall gab oder auch nicht, eine untergeordnete Rolle spielt.

Symptomatik der Achalasie

Bild zur anamtomischen Erklärung der Achalasie

Das Hauptproblem der Achalasie sind Schmerzen beim Schlucken von Lebensmitteln. 

Damit es dem Arzt möglich ist, eine korrekte Diagnose dieser als Achalasie bezeichneten Krankheit zu stellen, ist es wichtig, genau auf die Symptomatik zu achten, die diese kennzeichnet.

  • Dysphagie: Schwierigkeiten beim Schlucken von festen und weichen Nahrungsmitteln, sowie die Unfähigkeit, Flüssigkeiten zu trinken. Dieser Umstand liegt an der Kontraktion, die im oberen Teil der Speiseröhre auftritt.
  • Schmerzen in der Brust: Dies tritt nicht sehr häufig auf, doch es kann durchaus sein, dass dieser Schmerz durch die Kontraktionen, die im unteren Schließmuskel der Speiseröhre auftreten, hervorgerufen wird.
  • Aufstoßen von Nahrungsmitteln: Manche Menschen, die an Achalasie leiden, neigen dazu, die Nahrung, die sie verdauen sollten, zu erbrechen, weil diese nicht in der Lage ist, durch die Speiseröhre in den Magen zu gelangen.
  • Gewichtsverlust: Die Schwierigkeit, Nahrung zu verdauen, führt zu einem fortschreitenden Gewichtsverlust, der zu Anämie führen kann.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Lebensmittel oder Flüssigkeiten, die die Speiseröhre nicht passieren und nicht wieder aufgestoßen werden, durch die Atmung zur Lunge gelangen können. Das kann vor allem dann passieren, wenn die betroffene Person schläft.

Die Folgen können von einer Atemwegsinfektion bis hin zu einer Aspirationspneumonie reichen. Aus diesem Grund ist es überaus wichtig, bei Auftreten einer Dysphagie so bald wie möglich einen Arzt aufzusuchen.

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Wie kann eine Diagnose gestellt werden?

Sobald ein Patient einmal die genannte Symptomatik aufweist, müssen einige spezifische Tests durchgeführt werden, um eine korrekte Diagnose erstellen zu können. Darunter befinden sich unter anderem die Manometrie und der Ösphagusbreischluck.

Manometrie

Manometrie

Diese Technik ermöglicht es, den von den Muskeln der Speiseröhre ausgeübten, Druck zu messen. 

Die Manometrie wird mit Hilfe einer dünnen Sonde durchgeführt, die durch die Nase eingeführt wird, bis sie die Speiseröhre und schließlich den Magen erreicht. Um dieses Verfahren anzuwenden wird dem Patienten eine Lokalanästhesie verabreicht.

Sobald sich die Sonde im Magen befindet, wird sie leicht zur Speiseröhre hinauf geführt und der Patient wird aufgefordert, zu schlucken. Dadurch kann der Druck der Kontraktionen gemessen werden.

Ösophagusbreischluck

Ein Ösophagusbreischluck wird als ein anderer Weg zur Diagnosestellung der Achalasie verwendet. Hierbei handelt es sich um einen einfachen Test, bei dem der Patient vor Beginn der Konsultation ein bariumhaltiges Kontrastmittel trinken muss.

Ist das Mittel erst einmal verabreicht, so muss sich der Patient mit dem Rücken gegen den Röngtentisch stellen. Der Arzt wird die betroffene Person dann auffordern nach und nach mehr von dieser Flüssigkeit zu trinken sowie gelegentlich darauf hinweisen, kurz die Luft anzuhalten.

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Behandlung von Achalasie

Die Behandlungsmöglichkeiten von Achalasie sind vom Grad der Schwere und den Merkmalen des Patienten abhängig (Alter, Infektion der Atemwege, usw.). Einige Möglichkeiten zur Behandlung sind:

  • Die Ballondilatation: Bei diesem Verfahren wird ein Ballon in den Schließmuskel der Speiseröhre eingeführt und aufgeblasen. So kann man die Speiseröhre offen und vergrößert halten. Normalerweise muss diese Behandlung von Zeit zu Zeit wiederholt werden.
  • Botox: Hierbei handelt es sich um ein Muskelrelaxans, das durch ein Endoskop in den Schließmuskel der Speiseröhre injiziert wird. Diese Behandlung wird üblicherweise bei älteren Menschen und bei Personen, die nicht operiert werden können, angewendet.
  • Muskelrelaxanzien: Es besteht die Möglichkeit vor dem Essen Medikamente zu sich zu nehmen, die als Muskelrelaxanzien wirken. Das Problem bei dieser Behandlung ist, dass die Nebenwirkungen sehr stark sein können.
  • Chirurgie: Dies ist die beste Option zur Behandlung von Achalasie. Insbesondere für junge Patienten stellt eine Operation eine sehr effektive Lösung dar.
Schluckbeschwerden ausgelöst durch Achalasie

Jegliche Hinweise auf diese Situation sollten sofort mit einem Arzt besprochen werden. 

Sollten Probleme beim Schlucken von Lebensmitteln oder auch Wasser auftreten, ist es unbedingt nötig, einen Arzt aufzusuchen. Auch wenn wir dieses Problem in vielen Fällen mit Angstsymptomen verwechseln können – so wie etwa mit dem hysterischen Bolus. Es ist dennoch immer besser, eine angemessene Diagnose zu erhalten und so jeden Zweifel zu beseitigen.

Dadurch ist es uns möglich, eine adequate Behandlung zu erhalten. Auf diese Art und Weise können große Probleme, wie das Gelangen von Lebensmitteln und Flüssigkeiten in die Lunge, vermieden werden.

Gegenwärtig wird weiter geforscht, um die Ursachen für die Achalasie zu ermitteln. Wir hoffen, dass uns dies bald helfen wird, diese Störung gänzlich verhindern zu können.

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