7 Gründe warum Nägelkauen schlecht ist

2 Januar, 2019
Es sieht nicht nur unschön aus, Nägelkauen kann auch zu Gesundheitsproblemen bakterieller Art führen und sogar die Finger verformen.

Warum Nägelkauen schlecht ist. Es ist eine schlechte Angewohnheit und ein weit verbreitetes Problem, das in jedem Alter auftreten kann. Dabei kann es zu vielen negativen Folgen für die Gesundheit kommen.

Auch wenn man denkt, dass es sich bloß um ein ästhetisches Problem handelt, bringt es Krankheiten und Beschwerden mit sich, denen man besser aus dem Weg geht.

In diesem Artikel erfährst du mehr darüber, warum Nägelkauen ein schlechte Angewohnheit ist.

Warum Nägelkauen?

Nägelkauen

Tausende Menschen beginnen bereits in der Kindheit mit dem Kauen ihrer Nägel. Manche haben nur kürzere Phasen, doch andere haben dieses Laster jahrelang und können damit nicht aufhören.

Typisch dafür ist, dass man sich gar nicht bewusst darüber ist. Betroffene kaufen während dem Fernsehen, in der U-Bah, wenn sie in einer Schlange stehen oder vor einer Prüfung auf den Nägeln, was jedoch ganz unbewusst passiert.

Deshalb ist es sehr schwierig, mit dem Nägelkauen aufzuhören. Obwohl man weiß, dass es unschön ist, einem die Finger wehtun oder sogar gewisse Aktivitäten davon beeinträchtigt werden, kann man nicht damit aufhören.

Es ist wichtig, die Ursachen dafür herauszufinden, meist steckt Nervosität dahinter. Ganz unbewusst sucht man einen Ausweg für Probleme, Sorgen oder negative Gefühle. Auch Stress zählt zu den Hauptursachen.

Sobald Nägelkauen zur Gewohnheit wird, ist es sehr schwierig, diese wieder abzulegen.

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Wie kann man mit Nägelkauen aufhören?

Bei Frauen gibt es insbesondere ästhetische Gründe, bei Männern ist es oft etwas komplizierter, doch es gibt immer verschiedene Strategien und Möglichkeiten, mit dieser schlechten Gewohnheit aufzuhören.

Nagellack mit bitterem Geschmack, ein Pflaster auf den Fingernägeln oder sich selbst jedes Mal wenn man sich beim Kauen erwischt eine „Strafe“ ins Sparschwein zu zahlen… jeder hat seine eigenen Taktiken.

Doch oft ist das nicht genug. Wie auch bei anderen schlechten Gewohnheiten (z.B. Rauchen oder Alkoholkonsum) ist es auch hier sehr wichtig, die ursächlichen Probleme herauszufinden. 

Tatsache ist, dass Nägelkauen Nagelwachstum, und -struktur beeinträchtigt, indem es kleine Risse in den Nagelschichten produziert. Deshalb wachsen die Nägel ungleichmäßig und decken nicht mehr die ganze Fingerspitze ab.

Was für Folgen hat das Nägelkauen?

Die Folgen dieser Angewohnheit lassen sich in zwei große Gruppen unterteilen: körperliche und psychologische oder emotionale.

Auf jeden Fall lohnt es sich, diese zu berücksichtigen, wenn man mit dem Übel aufhören möchte.

Wachstumsschwäche

Nägelkauen

Wenn man heftig an den Fingernägeln kaut, dann brauchen sie länger, um wieder nachzuwachsen, und wenn sie es tun, dann geschieht dies in der falschen Weise. Das führt beispielsweise dazu, dass die Finger schlecht aussehen und die Schönheit der Hände beeinträchtigen.

Schmerzen

Wenn man einen Gegenstand fassen, einen Umschlag öffnen, Werkzeuge benutzen oder auf dem Computer oder Handy schreiben will, dann ist der Schmerz unerträglich. Man kann viele alltägliche Handgriffe nicht mehr gut ausführen, da der Kontakt mit den Fingern schmerzt.

Bakterielle Erkrankungen

Die Fingernägel sind ein idealer Ort für die Vermehrung von Bakterien jeglicher Art, da sie ständig im Kontakt mit Gegenständen sind, die schmutzig oder verunreinigt sein können.

Zu den am weitestverbreiteten Spezies, die sich unter den Nägeln vermehren, gehören Salmonella und E.Coli (beide werden über rohe Nahrungsmittel übertragen).

Wenn man sich die Finger in den Mund steckt, dann gelangen diese Mikroorganismen automatisch auf die Schleimhäute, und von dort aus direkt ins Innere des Körpers, wo sie verheerende Wirkungen haben.

Doch es gibt dabei auch eine positive Folge: Ärzte versichern, dass Nägelkauer ein stärkeres Immunsystem haben, da sie mit diesen Bakterien in Kontakt kommen und der Organismus deshalb lernt, diese abzuwehren.

Zahnprobleme

Zähne

Die Vorderzähne werden zum Großteil für das Nägelkauen verwendet. Das erhöht die Abnutzung an den Zahnrändern und außerdem auch die Empfindlichkeit der Zähne, da deren Belag dadurch verloren geht.

Wem das noch nicht reicht, dem sei gesagt, dass diese Angewohnheit auch Zahnfehlstellungen und Kieferprobleme beim Kauen oder sogar beim Schlafen auslösen kann, wenn sich der Mund nicht komplett schließt.

Emotionale Faktoren

Viele Betroffene verstecken ihr Hände, denn ganz unabhängig von Modefragen, zeigt niemand gerne abgekaute, verletzte Nägel.

Zu den psychologischen Folgen dieser schlechten Gewohnheit gehören Scham, niedriges Selbstwertgefühl, Frustration und Schwermut.

Gleichzeitig kann es auch zu sozialen Probleme führen, vor allen bei Frauen. Sie gehen ihren Freundinnen und Bekannten lieber aus dem Weg, weil sie gegen den Schönheitskanon verstoßen.

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Gelenkschmerzen

Gelenkschmerzen

Es mag vielleicht komisch klingen, aber diese Manie verursacht Schmerzen in den Halswirbeln aufgrund der Anstrengung der Kiefermuskeln, um die Nagel-Partikel abzubeißen.

Infektionskrankheiten

Wenn du Nägel kaust, dann bist du anfälliger auf Nagelbettentzündungen. Dabei handelt es sich um eine Infektion, die eine Schwellung, Rötung und oft auch Eiter erzeugt.

Sie entwickelt sich, wenn Bakterien in die kleinen Risse oder Sprünge der Haut eindringen (die am häufigsten mit dem Speichel in Kontakt kommen).

Pilze können auch häufig auftreten, wenn die Finger von den Nägeln nicht ausreichend geschützt werden.

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