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12-jähriges Mädchen entwickelt App, um sich mit ihrer an Alzheimer erkrankten Oma zu kommunizieren

Mit dieser App, die von einem 12-jährigen Mädchen entwickelt wurde, können sich Alzheimerpatienten anhand des Mobiltelefons beispielsweise Familienbeziehungen ins Gedächtnis rufen.

Emma Yang ist ein ganz besonderes Mädchen: Im Alter von 12 Jahren wurde sie mit einer sehr schwierigen Situation konfrontiert, an der Millionen von Personen leiden: ein nahestehendes Familienmitglied erkrankte an Alzheimer.

In ihrem Fall handelt es sich um ihre in Hong Kong lebende Oma, die die Diagnose vor fast 5 Jahren erhielt. Emma hat aus der Ferne und bei manchen Besuchen miterlebt, wie ihre Oma allmählich die wichtigsten Dinge vergaß. 

Sie wusste ihr eigenes Alter nicht mehr, sie erinnerte sich manchmal nicht mehr daran, warum ihre Enkelin nicht zum Essen kam oder warum sie weit weg war.

Am schmerzlichsten war, als sich Emma bewusst wurde, dass ihre Oma sich nicht mehr an sie erinnern konnte und sie mit anderen Familienmitgliedern verwechselte.

Es ist nicht einfach, diese Realität zu leben. Der emotionale Faktor spielt bei Personen, die erleben wie sich ein geliebter Mensch durch Alzheimer verändert, eine besonders große Rolle. 

Es ist für die Betroffenen und auch für die Familie sehr schwierig, insbesondere für Kinder.

Emma Yang gelangte an die Öffentlichkeit, da sie eine spezielle App entwickelte, die nicht nur ihrer Oma, sondern auch anderen Alzheimer-Patienten helfen kann.

Lies weiter, um mehr darüber zu erfahren.

„Timeless“: App für Mobiltelefone, die für Alzheimer-Patienten entwickelt wurde

Die größte Angst von Emma Yang war es, dass sie von ihrer eigenen Großmutter nicht mehr erkannt würde, dass sie als Lieblingsenkelin einfach nicht mehr im Gedächtnis ihrer lieben Oma existieren würde.

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  • Früher oder später wird dies passieren. Es wird der Moment kommen, in dem ihre Oma nur noch kurze Augenblicke von Klarheit haben wird, in denen sie die Realität besucht und mit den von ihr geliebten Personen in Verbindung tritt. Nur ab und zu.
  • Doch man sollte nicht vergessen, dass Alzheimer-Patienten wunderbar auf ein ganz konkretes Mittel reagieren: Liebe, Zuneigung und Zärtlichkeit.
  • Das ist jedoch für die zwölfjährige Emma nicht genug. Sie weigert sich, ihre Oma für immer zu verlieren und kann nicht akzeptieren, dass sie aus dem Gedächtnis ihrer Großmutter gelöscht wird, denn sie hat zu ihr eine ganz besondere Beziehung.

Um gegen das Vergessen anzukämpfen, hat Emma eine App entwickelt, die für Mobiltelefone unter dem Namen „Timeless“ zur Verfügung steht, um zu verhindern, dass wichtige Erinnerungen einfach verschwinden, um zu erreichen, dass das Schönste und Wichtigste ihres Lebens „ewig“ ist.

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Technologie für Alzheimer-Patienten

Emma Yang hat zusammen mit der Ärztin Melissa Kramps, die auf Alzheimer spezialisiert ist, eine App für Mobiltelefone entwickelt, um Alzheimer-Patienten zu helfen.

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  • Die erste Funktion nennt sich „Updates“ und bezweckt, zu erreichen, dass Alzheimer-Patienten immer mit ihren Familienangehörigen in Kontakt stehen.

Mit ihren Kindern, Enkelkindern, Freunden oder anderen nahestehenden Personen, die mit ihnen über Fotos und Nachrichten Kontakt aufnehmen können.

Die App weist die Patienten immer darauf hin, mit wem sie es zu tun haben und erinnert sie daran, welche Beziehung sie zu dieser Person haben.

  • Eine weitere Funktion nennt sich „Identifizieren“. Damit können die Patienten jederzeit ihren Familienkreis betrachten, sich an Tatsachen, Details, Fotos und erlebte Augenblicke erinnern.
  • Darüber hinaus wird die Kamera des Mobiltelefons verwendet, um Personen zu identifizieren, damit das Telefon die Patienten daran erinnern kann, um wen es sich handelt. Die Patienten müssen dafür einfach die Kamera auf die Person richten.

Auch die Agenda ist eine sehr nützliche Einrichtung. Die Alzheimer-Patienten erhalten eine Nachricht, wenn sie ein Familienmitglied bereits zweimal am Tag angerufen haben, um sie daran zu erinnern, dass sie das schon gemacht haben.

Darüber hinaus können die Patienten so an wichtige Daten und Ereignisse wie Weihnachten, Ostern oder Geburtstage erinnert werden.

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Ein schlaues Mädchen mit einem klaren Ziel

Emma Yang hatte wertvolle Hilfe in der Entwicklung dieser App für Mobiltelefone. Sie erhielt nicht nur Unterstützung von der bereits erwähnten Neurologin Melissa Kramps, sondern hatte auch ein Stipendium, das ihr dieses Projekt ermöglichte.

  • Die Eltern von Emma sind Informatiker und arbeiten in einem technologischen Unternehmen, das sich auf die Erkennung von Gesichtern spezialisiert hat.
  • Die Begeisterung für Technologie liegt also in der Familie. Emma war bereits mit 8 Jahren eine Expertin in HTML und CSS Web, Java und Applikationen mit MIT App Inventor.
  • Ihre berufliche Zukunft hat gerade erst begonnen. Doch Emma Yang hat nur ein einziges Ziel: neue Technologien und auch die virtuelle Realität zu verwenden, um Alzheimer-Patienten das Leben zu erleichtern und ihr Gedächtnis zu wahren.
  • Vielleicht können in Zukunft diese Strategien mit anderen Techniken kombiniert werden, um dies zu erreichen. Die von Emma entwickelte App ist nur für jene Patienten nützlich, die noch eine gewisse Unabhängigkeit haben, um ein Mobiltelefon zu verwenden.

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Damit kann der Verlust der kognitiven Fähigkeiten etwas erleichtert werden, doch in fortgeschrittenen Phasen kann nur die direkte Unterstützung durch Familie und Experten helfen, um Alzheimer-Patienten zu versorgen.