Wundheilung: Narben möglichst klein halten

· 15 Oktober, 2014
Verzichte während der Wundheilung auf Sonnenexposition und pflege die trockene Wunde mit viel Feuchtigkeit!

Die meisten von uns hatten bereits Wunden, die Narben auf der Haut zurückließen. Die Wundheilung kann durch die richtige Pflege gefördert und verbessert werden.

Der Heilungsprozess verläuft bei jeder Person unterschiedlich. Oft können Narben oder Wundmale nicht verhindert werden. Dies hängt unter anderem vom Hauttyp sowie der Größe und Tiefe der Wunde ab. Doch auch die richtige Behandlung ist grundlegend.

Damit kannst du zumindest erreichen, dass die Narbe kleiner und ästhetischer wirkt. Wenn die Wunde groß ist, musst du dich auf jeden Fall ärztlich verpflegen lassen. Und zwar schnellstmöglich, denn nur so kannst du Infektionen verhindern.

Wir haben heute ein paar Tipps für dich, mit denen die Wundheilung begünstigt werden kann. Lies weiter, um mehr darüber zu erfahren. 

Tipps für eine bessere Wundheilung

  • Die richtige Reinigung der Wunde ist grundlegend. Verwende bei Blutungen ein sauberes Tuch, um Druck auf die Wunde auszuüben, bis sie aufhört zu bluten. Säubere die Wunde dann mit Desinfektionsmittel, das du immer in deiner Hausapotheke vorrätig haben solltest. Es ist in jeder Apotheke erhältlich. Falls du keines hast, verwende Wasser und sanfte Seife. Alkohol solltest du auf keinen Fall verwenden!
  • Trockne die Wunde, indem du sie vorsichtig mit Gaze betupfst. Verwende dafür keine Watte, denn es könnten Reste in der Wunde zurückbleiben. Damit kannst du die Wundheilung beeinträchtigten.
  • Vermeide während der Wundheilung direkte Sonnenexposition. Bedecke die Wunde falls nötig mit einem Verband und wechsle diesen jeden Tag. Oder öfters, wenn die Wunde feucht ist.

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  • Du kannst den Bereich um die Wunde sanft massieren, um die Durchblutung anzuregen. So kannst du den Heilungsprozess beschleunigen. 
  • Wenn sich Schorf bildet, entferne ihn nicht. Denn dadurch könnte eine größere Narbe entstehen. Warte, bis sich die Kruste von selbst löst.
  • Wildrosenöl beschleunigt den Wundheilungsprozess. Trage es jeden Tag auf die trockene Wunde auf.
  • Darüber hinaus kannst du in der Apotheke eine wundheilende Salbe kaufen, die den Heilungsprozess unterstützt.
  • Vergiss nicht, dass auch die richtige Ernährung wichtig ist. Wenn die nötigen Nährstoffe fehlen, verläuft der ganze Prozess langsamer. 

Wundheilung mit Zwiebeln fördern

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Vergiss nicht, dass all diese Tipps nur dann in Frage kommen, wenn es sich um kleinere Wunden handeln. Bei ernsteren Verletzungen musst du dich professionell verarzten lassen. Insbesondere bei einer stärkeren Blutung musst du umgehend zum Arzt oder ins Krankenhaus!

Auch bei der besten Pflege kann die Narbenbildung nicht immer verhindert werden. Bei manchen Menschen verläuft der Wundheilungsprozess langsamer. 

Doch mit den richtigen Maßnahmen kannst du Infektionen verhindern und die Narbe zumindest so klein wie möglich halten. Es gibt übringens auch spezielle Pflaster, um Narben gering zu halten. Informiere dich in der Apotheke.

  • Tautenhahn, J., Jannasch, O., & Lippert, H. (2007). Wunde, Wundheilung, Wundbehandlung. Allgemein- Und Viszeralchirurgie Up2date. https://doi.org/10.1055/s-2007-965637
  • Trainotti, S., & Scheithauer, M. (2017). Phasen, Störungen und Förderung der Wundheilung. HNO. https://doi.org/10.1007/s00106-017-0381-5