Erste-Hilfe-Tipps für einen Herznotfall bei der Arbeit

4 Mai, 2018
Wenn du weißt, was bei einem Herzinfarkt oder einem plötzlichen Anfall zu tun ist, während du auf den Notarzt wartest, kann dieses Wissen den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten

Ein Herznotfall kann jederzeit und überall auftreten. Aus diesem Grund solltest du unbedingt ein paar grundlegende Erste-Hilfe-Tipps für einen Herznotfall kennen.

Es gibt medizinische Empfehlungen, die auf verschiedene Risikogruppen und Warnzeichen hinweisen können. Generell handelt es sich jedoch um Vorfälle, die kaum vorherzusehen sind.

Der moderne Lebensstil hat dazu geführt, dass die meisten Menschen den Großteil ihrer Zeit an ihrem Arbeitsplatz verbringen. Aus diesem Grund ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass diese Vorfälle in Büros oder Unternehmen geschehen.

Herznotfälle kommen öfter vor, als gerne zugegeben wird.

  • In den Vereinigten Staaten erleidet alle 34 Sekunden jemand einen Herzinfarkt.
  • 2015 wurden in Deutschland 219.217 Patienten mit akutem Herzinfarkt diagnostiziert.

Daher lohnt es sich auf jeden Fall über ein paar Erste-Hilfe-Tipps für einen Herznotfall Bescheid zu wissen.

Unterschied zwischen einem Herzinfarkt und einem plötzlichen Herzstillstand

Ein Herzinfarkt und ein Herzstillstand sind zwei verschiedene Dinge.

  • Im ersten Fall gibt es meist einen zeitlichen Spielraum, um das Problem zu verhindern.
  • Beim plötzlichen Herzstillstand kann es innerhalb von ein paar Minuten zum Tod der Betroffenen kommen.

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Herzversagen oder Herzinfarkt

Erste-Hilfe-Tipps für einen Herznotfall: Herzversagen oder Herzinfarkt

Dazu kommt es, wenn die Durchblutung in einem Teil des Herzens vermindert oder komplett unterbrochen wird, in den meisten Fällen aufgrund des Durchbruchs einer Ablagerung in den Herzkranzgefäßen.

Aber auch ein Blutgerinnsel oder ein Krampf der Herzkranzgefäße können Auslöser sein. Herzversagen bedeutet nicht unbedingt, dass das Herz aufhört zu schlagen.

Das wichtigste Symptom ist ein plötzlicher und sehr intensiver Schmerz in der Brust, der sich auch in andere Körperbereiche wie Arme, Schultern, Kiefer, Hals oder Genick ausstrahlen kann.

Es können auch weitere Symptome auftreten:

  • Erschöpfung
  • Übelkeit
  • Atembeschwerden
  • Schwindel
  • Schwitzen
  • Sodbrennen
  • Plötzliche Ohnmacht.

Du solltest beachten, dass die Symptome nicht immer gleich sind.

Manchmal treten die Infarkte auf, ohne dass der Betroffene diese Alarmzeichen wahrnimmt oder sie können verwechselt oder übersehen werden.

Plötzliches Herzversagen

Erste-Hilfe-Tipps für einen Herznotfall: Plötzliches Herzversagen

Zu plötzlichem Herzversagen kommt es, wenn das Herz plötzlich vollkommen erstarrt. Die Durchblutung und damit auch die Sauerstoffversorgung des Gehirns sowie des Rests des Körpers wird unterbrochen.

Zustände wie der plötzliche Herztod lassen den Betroffenen für gewöhnlich keine Zeit, andere Menschen um Hilf zu bitten.

Wenn das Herz aufhört zu schlagen, wird die Person sofort ohnmächtig und verliert vollkommen das Bewusstsein. Auch die Atmung kann zum Erliegen kommen.

Nur in wenigen Fällen wird den Betroffenen schwindelig, bevor sie das Bewusstsein verlieren.

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Erste-Hilfe-Tipps bei einem Herznotfall

Schnelle Maßnahmen und Erste-Hilfe-Tipps für einen Herznotfall

  • Sofort den Notarzt rufen und Hilfe hinzuziehen.
  • Im Fall eines Herzinfaktes sollte sich der Betroffene so bequem wie möglich auf ein Sofa setzen und versuchen, Ruhe zu bewahren.

Es ist überlebenswichtig, dass der Betroffene versucht, normal zu atmen. Gürtel und Hemden sollten aufgeknöpft werden.

  • Im Fall von plötzlichem Herzversagen müssen die Körperfunktionen überprüft werden (Atmung und Puls).

Wenn der Betroffene keine Reaktion zeigt, muss sofort mit einer Herzmassage oder einer Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen werden:

  • Dazu beide Hände auf den Brustkorb des Patienten legen und mit ausgestreckten Armen Druck nach unten ausüben.
  • Den Brustkorb mindestens 4 Zentimeter nach unten drücken, mit einer Häufigkeit von nicht weniger als 100 Bewegungen pro Minute.
  • Auf diese Weise in einem gleichmäßigen Rhythmus massieren, mit so wenigen Unterbrechungen wie möglich.
  • Die Mund-zu-Mund-Beatmung darf nur von Menschen ausgeführt werden, die mit dieser Technik vertraut sind. Ist das nicht der Fall, bringt sie nichts.
  • Wenn ein Desfibrilator zur Verfügung steht, kann man auch mit Entladungen arbeiten und versuchen, das Herz wieder zum Schlagen zu bringen.

Diese Geräte erfordern kein spezielles Training, da ihre Bedienung sehr einfach ist.

Je schneller du reagierst, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Opfer überlebt.

Plötzliches Herzversagen erfordert sogar eine noch schnellere Reaktion.

Mit jeder Minute sinken die Überlebenschancen um 10% und liegen nach 10 Minuten bei null.

Wenn die Menschen um den Betroffenen herum nicht sofort reagieren und sich nur auf das Eintreffen der Rettungsfahrzeuge verlassen, steigt die Wahrscheinlichkeit eines tragischen Endes um bis zu 95%, deshalb sind Erste-Hilfe-Tipps so wichtig!

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