Herzkrankheiten und mögliche Folgen

24 Juli, 2017
Herzkrankheiten können lebensgefährdende Folgen haben.

Die Society for Vascular Surgery in Chicago (Vereinigte Staaten von Amerika) weist darauf hin, dass Herzkrankheiten meist mit Arteriosklerose in Verbindung stehen und deshalb nicht ausschließlich das Herz betreffen. Sehr häufig wirken sie sich auch auf die Beine, die Nieren oder auch auf das Gehirn aus.

Eine weitere Gefahr liegt darin, dass sie sich schnell entwickeln, jedoch oft nicht im Anfangsstadium erkannt werden. Die Ablagerungen in den Arterien erfolgen progressiv, können jedoch mit der Zeit schwerwiegende Folgen haben.

Bei fortschreitender Krankheit in den Arm- oder Beingefäßen könnte es zur „peripheren arteriellen Verschlusskrankheit“ (pAVK) kommen. In diesem Fall kann nicht ausreichend Sauerstoff in diese Bereiche transportiert werden.

Herzkrankheiten und periphere arterielle Verschlusskrankheit

Bei dieser Krankheit ist die Blutversorgung der Beine oder Arme gestört, da es zur Verengung oder zum Verschluss von Blutgefäßen in den Extremitäten kommt.

Wenn dieses Krankheitsbild nicht rechtzeitig behandelt wird, kann in schweren Stadien eine Amputation notwendig werden. Rund 20% der über 65-Jährigen leiden an dieser Krankheit!

  • Wenn Schmerzen beim Gehen entstehen und es dafür keinen offensichtlichen Grund gibt, solltest du dich vorsorglich ärztlich untersuchen lassen.
  • Falls nötig wird der arterielle Blutdruck an den Knöcheln gemessen. Wenn dieses Krankheitsbild frühzeitig erkannt wird, kann man verschiedenste Komplikationen verhindern.

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Gute Gewohnheiten zur Vorsorge gegen Herzkrankheiten

Gute Gewohnheiten gegen Erkrankungen des Herzens

Du kannst deine Arterien und Venen mit verschiedenen Maßnahmen schützen und pflegen. Wichtig dafür sind regelmäßige Blutanalysen, um zum Beispiel den Blutzucker und den Cholesterinspiegel zu überprüfen. Auch die Kontrolle des Blutdruckes ist sehr wichtig.

Darüber hinaus solltest du folgende ungesunden Gewohnheiten meiden:

  • Tabak
  • Stress
  • Bewegungsmangel
  • Fette Nahrungsmittel, zu viele Eiweißstoffe oder Kohlenhydrate.

Bewegung ist in der Vorsorge gegen Herzkrankheiten sehr wichtig. Wenn die Gefahr für vaskuläre Krankheiten besteht, ist auch die ärztliche Betreuung grundlegend. Risikofaktoren können so reduziert und schwerwiegende Folgen verhindert werden.

  • Wenn eine nicht-invasive Behandlung nicht ausreichend ist, kann eine Katheter-Behandlung oder das Einsetzen eines Stents als Therapiemaßnahme erforderlich sein.

Herz-Gefäß-Krankheiten

kardiologische Erkrankungen des Herzens
Wenn es zu einer Herzkrankheit kommt, sind verschiedene Körperbereiche betroffen. Meist mangelt es auch an der Gesundheit der Blutgefäße.

Das faustgroße Herz pumpt kontinuierlich Blut durch das Gefäßsystem in alle Teile des Organismus. Krankheiten entstehen meist progressiv und werden anfangs nicht bemerkt. Doch mit der Zeit können sich Ablagerungen in den Arterien festsetzen und diese verengen.

Hauptverursacher für verengte oder verstopfte Arterien sind Cholesterin und andere Lipide im Blut. Wenn der Blutfluss zum Herz oder zum Gehirn gestört ist, kann es zu einem Herzinfarkt oder einem Gehirnschlag kommen.

Herzkrankheiten bei Frauen

Erkrankungen des Herzens bei Frauen

Noch immer denken manche, dass Herzkrankheiten reine Männersache sei. Doch davon sind auch immer mehr Frauen betroffen!

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Verschiedene Herzkrankheiten

Arteriosklerose

Diese chronisch fortschreitende Gefäßerkrankung ist auch als Arterienverkalkung bekannt. Dabei verlieren die Gefäße ihre Elastizität und verengen sich allmählich.

Die Arterienverkalkung ist ein natürlicher Alterungsprozess, doch wenn das Blut nicht mehr ungehindert fließen kann, steigt das Risiko für verschiedene Folgekrankheiten.

Brugada-Syndrom

Diese seltene Krankheit ist erblich bedingt. Dabei kommt es zu einer Genmutation, die noch nicht völlig geklärt ist. Betroffene leiden an Herzrhythmusstörungen, die zur Bewusstlosigkeit führen können. Bei dieser Krankheit kann es auch zum plötzlichen Tod kommen.

Immunthrombozytopenie

Diese Autoimmunkrankheit ist durch eine reduzierte Anzahl an Blutplättchen gekennzeichnet. Bei dieser Krankheit werden einerseits Blutplättchen langsamer gebildet und andererseits schneller abgebaut.

Da Thrombozyten bei der Blutgerinnung eine wichtige Rolle spielen, kommt es bei Betroffenen zu einer erhöhten Blutungsneigung.

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