Nahrungsmittel und natürliche Produkte

Mein Körper

Wie und wo wir Fett ansetzen – und woran es liegt

Unabhängig davon, in welchen Körperzonen wir Fett ansetzen, ist aerobes Training doch immer sehr effektiv um es zu reduzieren. Die regelmäßige Bewegung sollte jedoch mit anderen Maßnahmen kombiniert werden, die je nach Zielstellung zu wählen sind

Wir alle verfügen über mehr oder weniger umfangreiche Energiespeicher in Form von Fett. Die einzelnen Personen unterscheiden sich jedoch nicht nur hinsichtlich des Gesamtanteils an Körperfett sondern auch bezüglich dessen Verteilung auf die einzelnen Körperzonen.

Das hat zum Teil genetische Ursachen. Auch das Geschlecht, das ja ebenfalls über die Gene festgelegt ist, hat einen wesentlichen Einfluss auf Menge und Verteilung von Körperfett. Frauen zum Beispiel setzen recht häufig Fett im Bereich der Hüften an, während Männer eher mit dem typischen Bierbauch zu kämpfen haben.

Aber die Genetik kann nicht für alles verantwortlich gemacht werden. Mindestens genauso groß wie der Einfluss der Gene ist der unserer Lebensgewohnheiten und vor allem unserer Ernährung.

In diesem Artikel erklären wir dir, wie sich aus den Körperzonen, in denen sich Fett ansammelt, auf die Ursache des Problems schließen lässt.

Warum setzen wir Fett an?

Lange Zeit ging man davon aus, dass die Anzahl der Fettzellen, die in der Fachsprache als Adipozyten bezeichnet werden, beim Erwachsenen annähernd konstant ist. Neuere Befunde geben aber zu der Vermutung Anlass, dass bis ins höhere Lebensalter neue Fettzellen gebildet werden können.

Folgende Hypothese kann deshalb heute präsentiert werden: Die einzelnen Körperzonen setzen Fett in unterschiedlicher Art und Weise an.

Während in einigen Geweben neue Fettzellen angelegt werden, werden diese in anderen Körperbereichen nurmehr „aufgefüllt“. Es wird vermutet, dass ersteres besonders Körperzonen unterhalb der Hüfte betrifft, letzteres eher den Oberkörper.

Ganz unabhängig davon, wie das Fett gespeichert wird, ob in neuen oder alten Adipozyten, ist das Fettgewebe für den Organismus neben einem Energiespeicher auch Schutzschicht, Polsterung und Wärmeisolierung.

Unterhautfett

Sämtliche Hautbereiche weisen eine Unterhautfettschicht auf. Ihre Ausprägung differiert je nach Genetik und Hormonhaushalt. In einigen Körperregionen wird diese Schicht mit zunehmendem Gewicht immer stärker und störender.

Das Unterhautfett ist das erste Fett, was bei sportlichen Übungen abgebaut wird.

Viszerales Fettgewebe

Bauchfettmesser misst Fett

Wir haben dieses Gewebe bewusst nicht als „Bauchfett“ bezeichnet, denn das klassische Bauchfett, das so viele von uns plagt, gehört zur Kategorie Unterhautfett. Das viszerale Fett dagegen findet sich im Inneren unseres Körpers und bettet bestimmte Organe ein. Es erfüllt damit eine wichtige Funktion und wird vom Körper erst in letzter Instanz abgebaut.

Bei extremer Gewichtszunahme kann die Menge des viszeralen Fettes bedenkliche Größenordnungen erreichen.

Intramuskuläres Fett

Diese Adipozyten liegen zwischen den Muskelfasern, ihre Anzahl ist jedoch im Vergleich zu denen, die das Unterhaut- und viszerale Fettgewebe bilden, äußerst gering.

Bei starkem Übergewicht und Fettleibigkeit wird auch intramuskulär verstärkt Fett gespeichert. Diese Konditionen führen ebenfalls zu einer peripheren Insulinresistenz und damit zu Diabetes mellitus Typ 2.

Die vier Körperzonen, in denen wir Fett ansetzen

Der Körper und sein Stoffwechsel werden von den Hormonen reguliert. Ein Hormonhaushalt, der sich im Gleichgewicht befindet, fördert die Gesundheit. Aber auch das Gegenteil kann der Fall sein – dann fehlt es dir an Energie, Motivation und Kraft.

Es gibt Studien, die belegen, dass der Zustand des Hormonhaushaltes bestimmt, in welchen Körperzonen vermehrt Fett akkumuliert wird. Du solltest daher die häufigsten Ungleichgewichte des Hormonhaushaltes und seine Konsequenzen für deinen Körper kennen:

Überschüssiges Fettgewebe im Bereich von Armen und Brust: Testosteron

Wenn der Testosteronspiegel aus dem Gleichgewicht gerät, dann können häufig dicke Oberarme und eine geblähte Brust festgestellt werden. Diese sind jedoch nicht auf einen traininsinduzierten Muskelaufbau zurückzuführen.

Übrigens haben auch die Androgene, eine weitere Klasse männlicher Geschlechtshormone, einen Einfluss auf die Fettspeicherung.

Wir empfehlen hier, auf den Konsum gesunder, ungesättigter Fettsäuren zu achten und außerdem ausreichende Mengen an Proteinen und Vitaminen des B-Komplexes zu sich zu nehmen. Weiterhin sollten Übungen mit Hanteln und allgemeine Kraftübungen durchgeführt werden.

Fett im Bereich von Schultern und Hüften: Insulin

Fett an der Hüfte

Wenn der Insulinspiegel aus dem Referenzbereich ausbricht, dann wird der Zucker- und in dessen Folge auch der Fettstoffwechsel fehlreguliert. Tatsächlich ist Fett nämlich ein sehr platzsparender Energiespeicher und wir wären noch viel dicker, müssten wir all die Kalorien in Form von Zucker speichern.

Typischerweise sind von jenen Problemen diejenigen betroffen, die ihren süßen Zahn einfach nicht kontrollieren können. Aber genau das ist notwendig: der Konsum von Süßspeisen, Süßigkeiten und Kohlenhydraten mit hohem glykämischen Index ist zu reduzieren, um Insulin- und Blutzucker wieder zu normalisieren.

Bauchfett: Cortisol

Cortisol wird auch das „Stresshormon“ genannt. Es ist mitverantwortlich, wenn sich im Bereich des Bauches vermehrt Fett akkumuliert. Das gilt für Frauen und Männer.

Wer hiervon betroffen ist, sollte versuchen, sich und sein Leben zu entspannen, den Konsum von Zucker zu vermindern und dafür den von B-Vitaminen und Vitamin C zu steigern.

Unzählige Menschen sind auf der Suche nach einer Möglichkeit, ihr Bauchfett zu reduzieren – 8 einfache Wege Bauchfett loszuwerden

Hüftspeck: Östrogene

Östrogene sind weibliche Geschlechtshormone, das heißt, ihr Blutspiegel ist bei Frauen wesentlich höher als bei Männern. Deshalb sind es auch insbesondere Frauen, die im Bereich von Oberschenkeln und Hüften Fett ansetzen. Die resultierende Körperform wird zum Teil als Birnenform bezeichnet.

Der Östrogenspiegel wiederum ist von weiteren metabolischen Faktoren abhängig. Wir empfehlen, Brokkoli zu essen und auf eine ausreichende Zufuhr der Vitamine B6 und B12 sowie von Folsäure zu achten.

An deinen Körper angepasste Übungen

Wir sprechen hier von fünf Körperformen, die in unterschiedlicher Weise von den einzelnen Übungen profitieren.

1. Der klassische Bierbauch

Fett am Bauch

Wer aus Nervosität und Anspannung große Mengen an Nahrung zu sich nimmt, neigt dazu, diese Art des dicken Bauches zu entwickeln. Nicht selten sind es auch die unkontrollierten Heißhungerattacken, die nicht zulassen, dass das Fett reduziert wird, auch wenn auf die Ernährung geachtet wird.

Das resultierende Übergewicht prädisponiert für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems wie Bluthochdruck und Atherosklerose sowie für Diabetes.

Folgende Übungen werden empfohlen:

  • Moderate aerobische Übungen, drei- bis viermal wöchentlich
  • Bauchmuskeltraining
  • Haltungsübungen
  • Meditation und Yoga

2. Glocken- oder Birnenform

Wenn der Oberkörper klein und schlank erscheint, wenn er im Vergleich zu Oberschenkeln und Hüften betrachtet wird, dann spricht man von einer Glocken- oder Birnenform.

Hauptsächlich ist diese bei Frauen vorzufinden und ihre Ursache liegt in deren Biologie. Sie hat auch einen guten Grund: Sie bereitet den Körper der Frau auf eine mögliche Schwangerschaft vor.

Wer einen solchen Körper aufweist, leidet nicht selten auch an Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe und Cellulite. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist jedoch nicht wesentlich erhöht, solange kein allgemeines Übergewicht besteht.

Wir empfehlen folgende Übungen:

  • Aerobische Übungen
  • Ausdauersport (Schwimmen, Radfahren, Spinning)
  • Tanzen
  • Tai Chi und Yoga

3. Zylindrische Form

Couchpotato mit Fett

Hier gibt es hinsichtlich der Proportionen von Hüfte, Taille und Oberkörper kaum Unterschiede. Auf all diese Körperzonen verteilt sich das Fett. Die gute Nachricht für alle Betroffenen ist hier jedoch, dass das Abnehmen recht einfach und zügig vor sich gehen kann.

Was Folgekrankheiten betrifft, so ist bei jenen Menschen das Risiko für Stoffwechselstörungen erhöht.

Um das Fett zu reduzieren, empfehlen wir folgende Aktivitäten:

  • Integrales Training (Aerobic und gezielter, lokaler Muskelaufbau)
  • Straffende Übungen (Laufen, Radfahren)
  • Bauchmuskeltraining

4. Der stämmige Körper

Menschen, die auf diese Weise zunehmen, können keine Körperzonen identifizieren, in denen besonders viel Fett akkumuliert wird. Es scheint sich einfach überall anzusammeln, so dass die Betroffenen insgesamt groß und breit wirken. Nicht selten leidet ihr Selbstwertgefühl darunter, nirgends dazuzupassen.

Abhilfe versprechen folgende Übungen:

  • Ausdauersport (Schwimmen, Radfahren, Spinning)
  • Training von Körpersprache und Tanz
  • Haltungsübungen

5. Form einer Sanduhr

Bauch ohne Fett

In diesem Fall sind die typisch weiblichen Kurven besonders gut definiert. Die Taille ist im Vergleich zum Oberkörper und den Hüften sehr schmal. Fett wird vor allen Dingen im Bereich von Brust und Oberschenkeln angesetzt.

Diese Frauen nehmen recht schnell zu und haben Probleme beim Muskelaufbau. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist geringer als bei allgemeinem Übergewicht und Fettleibigkeit.

Diese Übungen werden empfohlen:

  • Aerobe Übungen
  • Laufen, Radsport
  • Gezielter Muskelaufbau

Neben regelmäßiger Bewegung spielt auch eine gesunde, ausgeglichene Ernährung eine Rolle, wenn es darum geht, abzunehmen – Die besten Shakes um Fett zu verbrennen und Heißhunger zu kontrollieren