Wie du die Kollagenproduktion stimulieren kannst.

· 6 März, 2017
Natürlich können auch Gesichtscremes die Kollagenbildung anregen, doch zusätzlich empfiehlt es sich, Nahrungsmittel zu essen, um diesen Prozess zu unterstützen.

Mit zunehmendem Alter wird die Haut schlaffer und verliert an Elastizität. Die ersten Falten entstehen und die Kollagenproduktion geht zurück.

Kollagen ist ein organischer Bestandteil des Bindegewebes, der in beweglichen Zellen, die als Fibroblasten bezeichnet werden, hergestellt wird. Rund 30% des Proteinbestands sowie 80% des Bindegewebes bestehen daraus.

Dieses Strukturprotein ist ein Gerüststoff, ohne den die verschiedenen Körperteile ihre Struktur nicht erhalten könnten.

Kollagen und Haut

Kollagenbildung

Die Gesundheit der Haut hängt direkt von der Kollagenproduktion ab, denn dadurch wird die Struktur geschützt und auch ein Schutz gegen Schadstoffe sowie äußere schädliche Substanzen aufgebaut.

Es handelt sich um einen wichtigen Baustein für Haar sowie Nägel, die Ligamente und auch das Bindegwebe. Kollagen ist für die Straffheit der Haut verantwortlich und ist überdies ihr wichtigster Bestandteil.

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Wann und warum geht die Kollagenproduktion zurück?

Ab dem 25. Lebensjahr nimmt das Kollagen im Gewebe langsam ab, ab 35 werden die Folgen davon dann immer deutlicher.

Dadurch wird die Epithelstruktur schwächer, die Haut und die Haare werden dünner und es machen sich die ersten Falten und auch schlaffe Haut bemerkbar.

Auch Sehnen sowie Ligamente sind weniger elastisch und die Gelenke verlieren an Flexibilität.

Welche Faktoren beschleunigen den Verlust von Kollagen?

  • Sonnenexposition, Rauchen, Umweltverschmutzung, verschiedene Schadstoffe, Stress sowie übertriebene sportliche Aktivitäten aktivieren freie Radikale, die das vorhandene Kollagen zerstören.
  • Hormonveränderungen in der Menopause sowie die Alterung reduzieren die Kollagenproduktion.
  • Darüber hinaus beeinflussen auch verschiedene Behandlungen, die die Aufnahme von Vitaminen sowie Mineralstoffen erschweren, die Kollagenproduktion.

Welche Nahrungsmittel sind hilfreich, um Kollagen aufzunehmen?

Falten

Auch wenn die Kollagenproduktion allmählich abnimmt, ist noch lange nicht alles verloren. Es gibt viele Nahrungsmittel, die reich an diesem Protein sind und andere, welche die Produktion fördern.

Wenn du diese regelmäßig in deinen Ernährungsplan einbaust, kannst du damit deine Haut straffen und elastischer machen.

Zu diesen Nahrungsmitteln zählen folgende:

1. Fleisch

Fleisch ist ein ausgezeichneter Lieferant für Kollagen. Insbesondere folgende Sorten sind zu empfehlen:

  • Kuhfleisch
  • Hühnhchen
  • Ziegenfleisch
  • Rindfleisch
  • Hirschfleisch
  • Schweinefleisch (insbesondere die Beine)

Auch Kutteln, Knochen und andere Teile des Schweins enthalten übrigens viel Protein und Kollagen.

2. Fisch

Fisch enthält zwar weniger Kollagen als Fleisch, liefert dafür jedoch auch andere wichtige Proteine, die insbesondere in den Schuppen enthalten sind.

Fettfisch, wie beispielsweise Lachs und Thunfisch, enthält auch Omega 3, welches die Fettmembran rund um die Hautzellen schützt.

Damit können Entzündungen gelindert werden und gleichzeitig kannst du dann für straffere, elastischere Haut sorgen.

3. Gelatine

Gelatine

Gelatine besteht zu 90% aus Kollagen und ist überdies sehr kalorienarm. Du kannst damit leckere Nachspeisen zubereiten.

4. Rotes Obst und Gemüse

Rotes Obst und Gemüse, wie Äpfel, Erdbeeren, Kirschen, Rote Beete, Tomaten sowie rote Paprikas usw. enthalten Lycopen, eine Substanz die antioxidativ wirkt und die Kollagenproduktion fördert.

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5. Vitamin-C-reiches Obst

Vitamin C ist für die Produktion von Kollagen grundlegend. Dieses ist insbesondere in folgenden Früchten zu finden: Orange, Zitrone, Kiwi, Grapefruit, Mango, Ananas…

Darüber hinaus enthalten diese Früchte wichtige Antioxidantien, die der Faltenbildung vorbeugen.

6. Gemüse

Gemüse wie Kohl, Auberginen, Grünkohl, Endivie oder Spinat unterstützen die Kollagenproduktion ebenfalls.

7. Schwefelhaltige Nahrungsmittel

Oliven

Sellerie, grüne und schwarze Oliven, Knoblauch, Gurke, Banane, Zwiebel und Tofu enthalten wertvolle Schwefelverbindungen, die die Produktion von Kollagen ebenfalls fördern.

8. Andere Nahrungsmittel

Darüber hinaus solltest du noch andere Nahrungsmittel regelmäßig in deine Ernährung einbauen, um die Kollagenproduktion anzuregen: Sojamilch, Käse, Tee, Trockenfrüchte und Nahrungsmittel, die reich an Lysin sind, beispielsweise Kartoffeln, Algen und Bierhefe.

All diese Produkte sind einfach erhältlich und können auf verschiedenste Arten zubereitet werden. Kombiniere sie und achte überdies im Allgemeinen auf eine ausgeglichene Ernährung.

Du wirst dich so einer schönen Haut erfreuen können, denn damit wird die Kollagenproduktion gefördert.

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  • Owen, R. W., Haubner, R., Würtele, G., Hull, W. E., Spiegelhalder, B., & Bartsch, H. (2004). Olives and olive oil in cancer prevention. European Journal of Cancer Prevention. https://doi.org/10.1097/01.cej.0000130221.19480.7e