Wenn Kinder durch Eile und Druck der Eltern Stress entwickeln

· 25 November, 2018
Manche Eltern übertragen ihre Eile und ihren eigenen Stress auf ihre Kinder, was die Kinder unnötigt stresst und zu unausgeglichenen kleinen Persönlichkeiten macht.

Wenn Eltern ihre eigene Eile, ihre Ungeduld und ihren eigenen Stress auf die Entwicklung des Kindes und seiner Leistungen übertragen, setzen sie das Kind damit massiv unter Stress und belasten es damit mehr, als ihnen manchmal wirklich bewusst ist.

Eile und Stress vom ersten Herzschlag an

Schon im Mutterleib spürt das Baby Eile und Stress seiner Mutter. Wir wachsen und leben sehr schnell. Die Welt dreht sich und wir drehen uns mit ihr und das viel zu schnell. Und wir zwingen unseren Kindern diesen beschleunigten Rhythmus, diese Eile auf, was zu Stress bei Kindern führen kann.

Eltern haben es eilig und das nicht nur im Leben, sondern auch mit der Entwicklung ihrer Kinder. Sie möchten, dass sie schnell lernen, allein zu schlafen, ihre Schließmuskeln und ihre Emotionen zu kontrollieren, zu sprechen und zu gehen, sich an den Schulbesuch anzupassen …

Mit der gleichen Eile verlangen wir, dass sie hervorragende Noten bringen, gute zwischenmenschliche Beziehungen entwickeln und brillante Leistungen bei einem intensiven Zeitplan für außerschulische Aktivitäten liefern.

Infantiler Stress ist die Antwort des Körpers auf so viele Anforderungen, die nicht erfüllt werden können.

Kind mit Stress und Eile Was ist infantiler Stress?

Kinder sind einem Druck an Erwartungen ausgesetzt, welcher durch ihre Intensität und Dauer ihr Gleichgewicht stört. Kinder müssen außergewöhnliche Anstrengungen unternehmen, um sich diesem Druck anzupassen.

Viele Kinder schaffen das jedoch nicht und leiden dann unter Stress.

Infantiler Stress kann verschiedene Ursachen haben. Einige sind sicherlich überwältigend, wie beispielsweise Naturkatastrophen, Kriege oder persönliche Unglücksfälle wie der Tod eines Elternteils oder das Opfer sexuellen Missbrauchs.

In anderen Fällen kann Stress in der Kindheit auch von Routineaufgaben oder Entwicklungsstadien des Alltags herrühren, die emotionale Spannungen oder Unbehagen erzeugen. Gestresste Eltern erziehen ihre Kinder mit dem gleichen Stressniveau.

Symptome von Kindern unter Stress

Die Kindheit ist eine Phase vieler Veränderungen. Babys und Kinder passen sich ihnen an, entwickeln sich und überwinden jede Phase ihres Wachstums.

Manchmal führt der zusätzliche Druck der Eltern dazu, dass sie sich gestresst fühlen. Symptome von zu großem Stress bei Kindern unter 5 Jahren können sein:

  • Ständige Reizbarkeit
  • Häufiges Weinen
  • Wunsch, immer in den Armen der Eltern zu sein, um Trost zu finden.
  • Sprachschwierigkeiten
  • Rückfall zu mehr kindlichen Verhaltensweisen wie Bettnässen oder Daumenlutschen
  • Übertriebene Ängste (im Dunkeln, bei Tieren, bei kurzer Trennung von den Eltern …)

Dein Kind nässt sich (wieder) ein?

Bettnässen bei älteren Kindern

Symptome bei Kindern, die älter als 5 Jahre sind können außerdem sein:

  • Reizbarkeit, schlechte Laune und Tränen ohne Grund
  • Aggressivität
  • Geringe Leistung bei Alltagsaktivitäten
  • Demotivation und Lustlosigkeit
  • Müdigkeit oder Faulheit
  • Klagen über körperliche Schmerzen und Beschwerden
  • Konzentrationsverlust
  • Apathisches Verhalten oder Ablehnung
  • Albträume und Bettnässen
  • Änderungen in ihren Lerngewohnheiten oder in den Ergebnissen der Schulnoten
  • Änderungen oder Probleme der Ernährungsgewohnheiten

Dein Kind ist faul?

So kannst du dein faules Kind motivieren!

Emotionale Entbehrung führt bei Kindern zu Aggression und Lernproblemen.Erzeugt die Eile der Eltern Stress bei Kindern?

Der Rhythmus des Lebens der Eltern mit inkompatiblen Zeitplänen, um das Privat- und Familienleben mit dem Beruf zu vereinbaren, hat einen wichtigen Einfluss auf das Leben und das Wohlbefinden der Kinder.

Die Eltern führen einen beschleunigten Lebensstil, der nicht nur den natürlichen Zyklus, den jede Stufe der körperlichen, geistigen und emotionalen Entwicklung ihrer Kinder mit sich bringt, verletzt, sondern auch die Besonderheiten des Kindes nicht respektiert.

Eltern folgen Elternratgebern und Regeln und zwingen Kinder dazu, sich an sie anzupassen. Sie möchten die Zeit beschleunigen, die ein Kind benötigt, um seine Schlafzyklen zu regulieren, die Kontrolle über die Schließmuskeln zu beherrschen oder seine Emotionen zu steuern.

Hinzu kommt der Stress, der sich aus dem Schulleben ergibt. Starre Zeitpläne, die enormen Entfernungen, die Kinder zwischen Häusern und Schulen oder Kindergärten zurücklegen, Angst vor dem Scheitern, Mobbing, die hervorragenden Ergebnisse, die Eltern fordern, und der Umfang der Aufgaben belasten das Kind und erzeugen bei ihm Stress.

Sind Kinder wirklich ein Spiegelbild der Eltern?Wie helfen wir unseren Kindern?

Die erste Empfehlung ist natürlich, das Intensitätsniveau zu senken. Eltern sollten sich bemühen, Kindern zu helfen, nicht unter dem Stress von Erwachsenen zu leiden.

Der Stress von Kindern kann sich auf die allgemeine Gesundheit des Kindes und des Erwachsenen auswirken, der es in der Zukunft sein wird.

Einige Erwachsene mit Herzkrankheiten und Diabetes berichten, dass sie in ihrer Kindheit an Stress gelitten haben. Die grundlegenden Empfehlungen zur Vermeidung und Verringerung von Stress im Kindesalter sind:

  • In Angstzuständen oder Stressphasen musst du das beste Beispiel geben, an dem das Kind lernt, mit Stress umzugehen.
  • Pflege Werte wie Geduld, Freude, Ruhe, Gelassenheit und Nachdenklichkeit. Dies hilft dem Kind, mehr Ressourcen zu haben, um Spannungszustände zu verhindern.
  • Erarbeite mit deinen Kindern die Lösung von Alltags- und Familienproblemen. Auf diese Weise förderst du eine realistische und optimistische Sicht auf die Schwierigkeiten.
  • Höre zu und schätze die Meinungen deiner Kinder. Wenn sie Symptome von Stress haben, ist es wichtig, Kommunikationskanäle zu öffnen.
  • Finde heraus, welche Meinungen sie zu den Aktivitäten und Aufgaben haben, die sie in ihrer Schule und außerhalb der Schule ausführen.
  • Respektiere die Besonderheiten jedes Kindes.
  • Vermeide Vergleiche mit Geschwistern und anderen Kindern.

Abschließende Empfehlungen

Dein Kind ist so wertvoll, wie es ist. Verhindere unbedingt, dass dein Kind das Gefühl bekommt, nur dann respektiert, geschätzt oder geliebt zu werden, wenn es hervorragende Leistungen erbringt. Deine Liebe und dein Respekt sind immer unabhängig von Leistung!

Vermeide auch, mehr zu fordern, als dein Kind geben oder bekommen kann. Respektiere dein Kind, so wie es ist und sei niemals Quelle des Kinderstresses.