Wasserlösliche Vitamine: Welche gibt es?

31 Oktober, 2019
Weißt du, was wasserlösliche Vitamine sind? Dazu zählt neben der Gruppe der B-Vitamine auch das Vitamin C. Sie alle erfüllen eine Reihe wichtiger Aufgaben im Körper. Daher würde ein Mangel zu unterschiedlichen Problemen in deinem Organismus führen. In diesem Artikel erfährst du mehr darüber.

Vitamine sind organische Verbindungen, die für das reibungslose Funktionieren des Körpers notwendig sind. Dabei gibt es fettlösliche und wasserlösliche Vitamine. Wie die Bezeichnung schon sagt, lösen die einen sich in Fett, die anderen in Wasser.

Im Gegensatz zu einigen Mineralien wirken sie in sehr kleinen Dosen. Darüber hinaus ist unser Körper nicht in der Lage, sie selbst herzustellen. Also muss man sie mit der Nahrung zuführen.

Zu den Hauptfunktionen von Vitaminen gehören zum Beispiel folgende Aufgaben: Unter anderem sorgen sie für die Regulierung der Verwertung von Kohlenhydraten, Proteinen und Mineralstoffen. Und sie sorgen für deren Ab- beziehungsweise Umbau. Somit dienen sie auch der Freisetzung und Gewinnung von Energie aus der Nahrung.

Darüber hinaus stärken sie das Immunsystem und sind unverzichtbar beim Aufbau von Zellen, Blutkörperchen, Knochen und Zähnen. Dabei unterscheiden sich natürlich die verschiedenen Vitamine hinsichtlich ihrer Wirkungen.

Du kannst also leicht erkennen: Diese Stoffe sind tatsächlich lebenswichtig für deinen Körper. Daher solltest du also unbedingt darauf achten, dass sie immer Teil deines Speiseplans sind.

Vitamine – ohne sie läuft nichts

Kapsel schluckt fett- und wasserlösliche Vitamine

Unser Körper besteht aus Milliarden von Zellen. Diese haben teilweise sehr unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen. Unter anderem müssen sie Aminosäuren, Mineralien und andere Verbindungen in Proteine, Hormone und Enzyme umwandeln.

Einige Vitamine sind Teil der dabei entstehenden Verbindungen. Daher sind sie für das reibungslose Funktionieren des Körpers unerlässlich. Bisher sind 13 verschiedene Vitamine bekannt und diese kann man in folgende zwei Gruppen unterteilen:

  • Wasserlösliche Vitamine: Diese lösen sich im Wasser auf. Und sie können vom Körper nicht gespeichert werden. Aus diesem Grund muss man darauf achten, sie täglich über die Nahrung aufzunehmen. Der Überschuss wird über Schweiß und Urin beseitigt.
  • Fettlösliche Vitamine: Diese Gruppe löst sich in Fett. Sie werden im Fettgewebe des Körpers sowie in der Leber gespeichert. Eine übermäßige Zufuhr dieser Vitamine kann gesundheitsschädlich sein. Daher ist es notwendig, mit der Verwendung von Vitaminpräparaten vorsichtig zu sein und immer den Arzt oder Apotheker zu konsultieren.

Im Folgenden widmen wir unsere Aufmerksamkeit der ersten Gruppe der oben genannten Vitamine. Dabei erfährst du mehr darüber, welche Vitamine zu dieser Gruppe gehören und welche Eigenschaften sie haben.

Wasserlösliche Vitamine

Wir haben bereits gesehen: Zu dieser Gruppe gehören die Vitamine, die sich im Wasser auflösen. Diese lassen sich nicht im Körper speichern. Dazu gehört zum einen die Gruppe der B-Vitamine und auch das Vitamin C. Im Folgenden stellen wir dir die einzelnen Vitamine vor:

Vitamin B1 oder Thiamin

Es kommt in Nüssen, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Bierhefe und Weizenkeimen vor. Die Hauptfunktion dieses Vitamins besteht darin, die in den Kohlenhydraten enthaltene Energie freizusetzen.

Ein Mangel an Vitamin B1 kann zu folgenden Erscheinungen führen:

  • Zunächst kann es zu einem erheblichen Rückgang des Blutzuckerspiegels kommen, oder gar zu Hypoglykämie (Unterzuckerung).
  • Auch können Müdigkeit und Reizbarkeit auftreten.
  • Ebenso Muskelschwäche.
  • Eine weitere Folge kann Konzentrationsschwäche sein.

Eine Lesetipp: Mückenschutzmittel mit Vitamin B1

Vitamin B2 oder Riboflavin

Riboflavin ist am Energiestoffwechsel beteiligt und es ermöglicht den Abbau von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen. Lebensmittel, die reich an Vitamin B2 sind, sind: Milch, Leber, Bohnen, Linsen, Käse und Nüsse. Ein Mangel an diesem wasserlöslichen Vitamin würde zu Sehstörungen und Entzündungen der Mundschleimhaut und des Rachens führen.

Vitamin B3, Niacin

Das Vitamin B3 nennt man auch Nicotinsäure. Es ist vor allem in Hülsenfrüchten, Nüssen, Getreide und Bierhefe enthalten und insbesondere für die Umwandlung von Lebensmitteln in Energie zuständig.

Erwähnenswert ist eine Krankheit, die durch einen Mangel an Vitamin B3 entsteht: Pellagra. Dabei handelt es sich um eine Krankheit, die zum Beispiel durch das Auftreten von Hauterkrankungen gekennzeichnet ist. Auch kann es zu Verdauungsstörungen kommen und zu Schäden im Zentralen Nervensystem.

Vitamin B5 oder Pantothensäure

Wasserlösliche Vitamine haben, wie weiter oben bereits erwähnt, auch Funktionen innerhalb des Immunsystems. Pantothensäure trägt unter anderem dazu bei, dass dein Körper vor Infektionen geschützt ist. Zudem ist das Vitamin B5 auch am Stoffwechsel von Fetten, Proteinen und Kohlenhydraten beteiligt. Es kommt in allen tierischen und pflanzlichen Geweben vor und außerdem auch in Bierhefe.

Bei einem Mangel an diesem Vitamin kann es zu einer Schwächung der körpereigenen Abwehrkräfte kommen. Dadurch würde die Entstehung von Infektionen begünstigt.

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Vitamin B6 oder Pyridoxin

Lebensmittel mit Vitamin B6

Vitamin B6 ist am Aminosäurestoffwechsel und an der Bildung des eisenhaltigen roten Blutfarbstoffs Hämoglobin beteiligt. Zu einem Mangel kommt es meist in Verbindung mit anderen Problemen bei der Ernährung. Enthalten ist dieses Vitamin in Bananen, Avocados, Vollkornprodukten und allgemein in Gemüse. Sie alle stellen gute Quelle für Vitamin B6 dar.

Wasserlösliche Vitamine: Vitamin B7 oder Biotin

Meist wird dieses Vitamin Biotin genannt. Es kommt in vielen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vor. Daher treten in der Regel keine Probleme mit der Versorgung von Biotin auf. Es ist als Coenzym an wichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt. So zum Beispiel an Prozessen, die Kohlendioxid bilden oder verwenden.

Vitamin B9 oder Folsäure

Folsäure ist für die DNA-Synthese in neuen Gewebezellen, wie z.B. Föten, unerlässlich. Außerdem ist es auch an der Erzeugung von roten Blutkörperchen beteiligt. Ein Mangel kann zu Blutarmut führen. Folsäure kommt hauptsächlich in Linsen, Bohnen, Gemüse sowie in Leber vor.

Vitamin B12

Man findet für Vitamin B12 auch die Bezeichnung Cobalamin. Es befindet sich fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln, vor allem in der Leber. Dieses Vitamin ist für die Bildung der roten Blutkörperchen unerlässlich. Auch ist es das einzige Vitamin, das in seiner Struktur ein Mineral enthält: nämlich Cobalt. Daher also auch sein Name.

Außerdem wird Vitamin B12 weder von Pflanzen noch von Tieren selbst produziert, sondern nur von einigen wenigen Mikroorganismen. Ein Mangel an Cobalamin verursacht ebenfalls Blutarmut.

Wasserlösliche Vitamine: Auch Vitamin C gehört dazu

Lebensmittel mit Vitamin C

Wie zu Beginn schon gesagt: Wasserlösliche Vitamine sind nicht nur die oben genannten Vitamine der B-Gruppe. Auch Vitamin C gehört dazu. Dieses ist an der Bildung der Proteine des Bindegewebes beteiligt und außerdem an der Regeneration von Knochenknorpeln.

Daher würde ein Mangel unter anderem Schäden des Bindegewebes verursachen. Es könnte auch zu Blutungen unter der Haus kommen. Auch die Vernarbung und Heilung von Wunden kann beeinträchtigt werden.

Wasserlösliche Vitamine: Fazit

Wie du also sehen konntest: Es gibt fettlösliche und wasserlösliche Vitamine und sie alle sind essentielle Stoffe für eine gute Gesundheit. Hier haben wir dir nur die Eigenschaften der wasserlöslichen Vitamine vorgestellt. Doch auch die fettlöslichen haben zahlreiche interessante Funktionen.

Vergiss nicht, dass es wichtig ist, dir gute und gesunde Essgewohnheiten anzugewöhnen. Denn auf diese Art kannst du den empfohlenen Nährstoffbedarf decken.

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  • MedLine Plus. (2016). Vitamina B6. Biblioteca Nacional de Medicina de Los EE.UU.
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