Was tun bei einer Zahnfleischentzündung? 5 Tipps

20 Dezember, 2018
Die Verwendung von Zahnseide und das richtige Zähnebürsten sind grundlegend, um Zahnstein vorzubeugen und Essensreste zu entfernen, die zu Gingivitis führen können. 

Oft ist mangelnde oder falsche Hygiene die Ursache, doch was tun bei einer Zahnfleischentzündung? Wir empfehlen dir heute verschiedene natürliche Möglichkeiten zur Behandlung.

Vergiss jedoch nicht, dass diese eine zahnärztliche Behandlung keinesfalls ersetzen können. Zahnfleischentzündungen können sehr unangenehm sein und sollten entsprechend behandelt werden, um Folgebeschwerden zu verhindern.

Die richtige Zahnhygiene, in der Zahnseide nicht fehlen darf, sowie regelmäßige Kontrollen und Zahnreinigungen beim Zahnarzt sind grundlegend für die Gesundheit der Zähne.

Nur so kann Parodontitis vorgebeugt werden. Dabei ist das umliegende Gewebe um die Zähne und auch der Kieferknochen entzündet, was zu einem Zahnverlust führen kann.

  • Das Zahnfleisch geht zurück, die Zähne stehen frei, es kommt häufig auch zu Aphthen im Mund.
  • Daraufhin reagiert das Immunsystem auf die Entzündung.
  • In der Folge wird der Kieferknochen und das umliegende Gewebe zerstört, der Zahn wird locker und muss gezogen werden.

Risikofaktoren

Rauchen als Risikofaktor für Zahnfleischentzündungen

  • Rauchen hat bekanntlich schwerwiegende Folgen für die Gesundheit. Auch das Zahnfleisch kann darunter leiden und sich entzünden.
  • Hormonschwankungen schwächen das Zahnfleisch ebenfalls.
  • Diabetiker haben ein höheres Risiko, an einer Zahnfleischentzündung zu erkranken.
  • Patienten mit Krebstherapien oder AIDS leiden auch häufig an Beschwerden mit dem Zahnfleisch.
  • Manche Arzneimittel können dazu führen, dass weniger Speichel erzeugt wird und deshalb die Gefahr für die Verbreitung von Bakterien im Mund größer ist.

Lesetipp: 5 Gründe, warum mit dem Rauchen aufhören dein Aussehen verbessert

Symptome

  • Mundgeruch
  • Rötung des Zahnfleisches
  • Entzündung und Schwellung
  • Schmerzen beim Kauen
  • Lockere Zähne
  • Erhöhte Empfindlichkeit der Zähne

Was tun bei einer Zahnfleischentzündung?

Als Erstes muss die Entzündung unter Kontrolle gebracht werden. Dafür gibt es verschiedene Behandlungen, je nachdem, wie schwer die Entzündung ist.

Unabhängig von der Lösung, die dir dein Arzt empfiehlt, sind Konstanz in der Anwendung und die richtige Mundhygiene grundlegend.

Folgende Heilmittel können dir bei einer Zahnfleischentzündung helfen!

1. Natron

Natron kann bei einer Zahnfleischentzündung helfen

Natron wirkt basenbildend und gleicht den pH-Wert aus im Mund, deshalb können damit auch Krankheitserreger bekämpft werden.

Zutaten

  • ½ Tasse Wasser (175 ml)
  • 3 Esslöffel Natron (30 g)
  • Zahnseide

Zubereitung und Anwendung

  • Natron und Wasser vermischen und danach noch 2 Esslöffel heißes Wasser dazugeben.
  • Tauche die Zahnseide in diese Flüssigkeit ein und verwende sie wie gewohnt, um die Zahnzwischenräume zu säubern.
  • Anschließend die Zahnbürste in die Mischung tauchen und damit die Zähne wie gewohnt putzen.
  • Abschließend mit reichlich Wasser spülen.

Natron ist sehr vielseitig: Nagelpilz natürlich behandeln mit Apfelessig und Natron

2. Minzblätter

Minze zeichnet sich durch antiseptische und antibakterielle Eigenschaften aus. Du kannst damit Bakterien bekämpfen und die Zahnfleischentzündung lindern. 

Zutaten

  • 3 Esslöffel Minzblätter (30 g)
  • 1 Glas Wasser (200 ml)

Zubereitung und Anwendung

  • Als Erstes das Wasser zum Kochen bringen.
  • Danach die Minzblätter zerstoßen und ins Wasser geben.
  • Lasse sie 30 Minuten lang köcheln.
  • Danach abkühlen lassen.
  • Durch ein Sieb gießen und damit dreimal täglich den Mund spülen.

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3. Kurkuma

Kurkuma als Heilmittel gegen Zahnfleischentzündungen

Der Wirkstoff Curcumin, der reichlich in der Kurkumawurzel enthalten ist, hat antioxidative, antivirale und entzündungshemmende Eigenschaften. Damit kann Zahnbelag entfernt und die Entzündung gelindert werden.

Zutaten

  • 4 Esslöffel Kurkumapulver (40 g)
  • ½ Esslöffel Salz (5 g)
  • ½ Tasse Wasser (125 ml)

Zubereitung und Anwendung

  • Zuerst Kurkuma, Salz und Wasser vermischen bis eine homogene Paste entsteht.
  • Danach mit den Fingerspitzen auf das entzündete Zahnfleisch auftragen und 15 Minuten lang wirken lassen.
  • Wiederhole diese Behandlung zweimal täglich.
  • Abschließend mit lauwarmem Wasser den Mund spülen.

4. Wasserstoffperoxid

Wasserstoffperoxid beseitigt Bakterien sehr wirksam. 

Zutaten

  • 1 Esslöffel Wasserstoffperoxid (10 ml)
  • 1 Esslöffel Wasser (10 ml)

Zubereitung und Anwendung

  • Beide Zutaten gut mischen.
  • Danach die Zähne wie gewohnt reinigen und anschließend mit der Wasserstoffperoxidmischung spülen.
  • Es empfiehlt sich auch, damit 1 Minute lang zu gurgeln.
  • Abschließend mit lauwarmem Wasser spülen.

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5. Salz und Zitrone

Salz und Zitrone als Heilmittel gegen Zahnfleischentzündungen

Die Zitrone wirkt stark reinigend und antibakteriell, Salz heilt Wunden und verhindert, dass sich die Infektion ausbreitet. Deshalb eignet sich dieses Hausmittel bei einer Zahnfleischentzündung ausgezeichnet.

Zutaten

  • Saft einer Zitrone
  • 3 Esslöffel Wasser (30 ml)
  • ½ Esslöffel Salz (5 g)

Zubereitung und Anwendung

  • Du bereitest dir mit diesen Zutaten eine Mundspülung zu. 
  • Vermische den Zitronensaft mit dem Wasser und gib das Salz dazu.
  • Danach mehrmals täglich den Mund nach dem Zähneputzen mit diesem Hausmittel spülen.

Eine gute Mundhygiene und diese Tipps können bei einer Zahnfleischentzündung sehr wirksam sein. Vergiss jedoch nicht, dass ein Zahnarztbesuch fällig ist!

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  • Graf, C., & Graf, K. (2006). Die rolle der ernährung in der ganzheitlichen zahnmedizin (Teil 2): Basisempfehlungen bei zahnverfall und zahnfleischentzündung. Arztezeitschrift Fur Naturheilverfahren Und Regulationsmedizin.