Vorsorge gegen Nierensteine

Zusätzlich zu den 8 Gläsern Wasser täglich wird Orangensaft empfohlen, der Zitrate enthält, welche der Bildung von Steinen vorbeugen. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist ausschlaggebend.

Bei Nierensteinen handelt es sich um Ablagerungen, die sich durch überschüssige Mineralien im Urin bilden und in der Niere ansammeln. In geringen Mengen verursachen dice keine Beschwerden und werden zum Teil sogar mit dem Urin ausgeschieden.

Manche Nierensteine verbleiben in den Nieren, andere bewegen sich in Richtung Harnwege. Kleine Nierensteine  werden meist von alleine ausgeschieden, ohne große Schmerzen zu bereiten. Große Nierensteine können sich jedoch in den Harnwegen festsetzen, den Harnfluss blockieren und intensive Blutungen sowie starke Schmerzen verursachen.

Wie entstehen Nierensteine?

Die Bildung von Nierensteinen ist meistens auf große Mengen von gewissen Substanzen im Harn zurückzuführen. Dabei handelt es sich vorwiegend um Oxalat, Kalzium und Phosphor. Es gibt auch verschiedene Lebensmittel, die zu Nierensteinen führen können.

Wann besteht ein Risiko an Nierensteinen zu leiden?

Wenn einige der folgenden Faktoren auf Sie zutreffen, kann das Risiko, Nierensteine zu bilden, erhöht sein:

  • Sie leiden an Verdauungsproblemen.
  • Sie leiden an wiederkommenden oder häufigen Harnwegsinfektionen.
  • Die Harnwege sind oft blockiert.
  • Sie leiden an einer Krankheit, durch welche die Menge der Substanzen im Urin erhöht wird.
  • Sie haben Familienmitglieder, die öfters an Nierensteinen leiden oder gelitten haben.
  • Sie trinken wenig Flüssigkeit oder nehmen bestimmte Medikamente ein, die eine negative Wirkung auf die Nieren haben.

Syptome

Wenn folgende Symptome auftreten, ist es möglich, dass Sie an Nierensteinen leiden:

  • Blut im Urin.
  • Starke, stechende Schmerzen im unteren Bauchbereich (zwischen Brust und Hüfte) oder im Rücken.
  • Schmerzen beim Wasserlassen.

* Wenn es sich um einen großen Nierenstein handelt, kommt es meist zu starken Schmerzen, oft in Verbindung mit Übelkeit und eventuell auch Erbrechen. Wenn es sich um einen kleinen Nierenstein handelt, dass dieser ohne Probleme ausgeschieden wird und keine Symptome auftreten. 

Wann handelt es sich um einen Notfall und wann muss ich zum Arzt?

Arzt_und_Patient

Wenn eines oder mehrere folgender Symptome auftreten, ist es wichtig, schnell einen Arzt aufzusuchen:

  • Wiederholtes Erbrechen
  • Blut im Urin
  • Fieber und Schüttelfrost
  • Schmerzen im unteren Bauchbereich oder auch im Rücken. Die Schmerzen wiederholen sich immer wieder und sind insistent.
  • Veränderter Urin, mit schlechtem Geruch und dunkler Farbe
  • Starke Schmerzen beim Wasserlassen

Wie kann Nierensteinen vorgebeugt werden?

Nierensteine_kleine

Es gibt verschiedene, wirksame Methoden, um Nierensteinen vorzubeugen. Hier finden Sie eine kleine Auswahl:

  • Information über verschiedene Arten von Nierensteinen.  Auf diese Weise können Sie – falls nötig – Nierensteine wirksam bekämpfen. Konsumieren Sie Lebensmittel, die nur eine geringe Menge an nierenschädlichen Substanzen enthalten.
  • Kontrollieren Sie Ihr Gewicht. Personen mit einem hohen Body-Mass-Index und größerem Hüftumfang haben häufig ein erhöhtes Risiko, einen Nierenstein zu bilden.
  • Trinken Sie täglich mindestens 8 Gläser WasserEs ist sehr wichtig, dass Sie auf Ihren Flüssigkeitshaushalt achten, insbesondere wenn Sie viel Sport treiben oder wenn es heiß ist. Ersetzen Sie ein Glas Wasser durch Orangensaft, denn dieser enthält Citrat. Dadurch werden Kalzium und Oxalat im Urin reduziert und folglich weniger Nierensteine gebildet.
  • Reduzieren Sie den Konsum von tierischem Eiweiß, das heißt, den Konsum von Fleisch, Fisch, und Eiern. Wir raten Ihnen einen Konsum von 180 Gramm dieser Lebensmittel am Tag. Diese Nahrungsmitteln bewirken häufig, dass beim Abbau (z.B. von Purinen) Harnsäure entsteht. Meiden Sie auch Sardinen und Leber sowie andere Proteinquellen (wie zum Beispiel Nüsse und Hülsenfrüchte).
  • Reduzieren Sie den Salzkonsum. Streichen Sie Salz nicht völlig, aber schränken Sie den Konsum ein.
  • Konsumieren Sie viele kaliumreiche Lebensmittel, wie zum Beispiel Gemüse (Kürbis, Kartoffeln und Tomaten) und Früchte (Melone, Banane und Aprikosen).
  • Seien Sie bei Nahrungsergänzungsmitteln besonders vorsichtig. Viele enthalten eine große Menge an Kalzium und Oxalat.
  • Fett. Konsumieren Sie fettarme Lebensmittel, wie zum Beispiel Milchprodukte mit geringem Fettgehalt.
  • Das Alter. Normalerweise sind Menschen ab 40 Jahren eher gefährdet, einen Nierenstein zu bilden.
  • Betroffene Familienmitglieder. Fragen Sie ob Ihre Verwandten häufiger an Nierensteinen leiden oder nicht.
  • Fachärztliche Hilfe. Besuchen Sie mindestens einmal pro Jahr einen Urologen.

*ANMERKUNG: Es hängt häufig von Ihnen und von Ihrem Lebensstil ab, ob Nierensteine gebildet werden oder nicht. Sie können dies also teilweise Weise verhindern. Wenn Sie unangenehme Schmerzen verspüren, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen, denn wenn die Nierensteine nicht rechtzeitig behandelt werden, kann dies zu Komplikationen führen. Vergessen Sie nicht, wenn nötig Ihre Ernährung umzustellen.

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