Vorsorge gegen Nierensteine

· 8 Oktober, 2014
Zusätzlich zu den 8 Gläsern Wasser täglich wird Orangensaft empfohlen, der Zitrate enthält, welche der Bildung von Steinen vorbeugen. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist ausschlaggebend.

Bei Nierensteinen handelt es sich um Ablagerungen, die sich durch überschüssige Mineralien im Urin bilden und in der Niere ansammeln. Was kann man zur Vorsorge gegen Nierensteine tun?

In geringen Mengen verursachen diese keine Beschwerden und werden zum Teil sogar mit dem Urin ausgeschieden.

Manche Nierensteine verbleiben in den Nieren, andere bewegen sich in Richtung Harnwege. Kleine Nierensteine  werden meist von alleine ausgeschieden, ohne große Schmerzen zu bereiten.

Große Nierensteine können sich jedoch in den Harnwegen festsetzen, den Harnfluss blockieren und intensive Blutungen sowie starke Schmerzen verursachen. Die Vorsorge gegen Nierensteine ist daher sehr wichtig.

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Wie entstehen Nierensteine?

Die Bildung von Nierensteinen ist meistens auf große Mengen von gewissen Substanzen im Harn zurückzuführen. Dabei handelt es sich vorwiegend um Oxalat, Kalzium und Phosphor. Es gibt auch verschiedene Lebensmittel, die zu Nierensteinen führen können.

Wann besteht ein Risiko an Nierensteinen zu leiden?

Wenn einige der folgenden Faktoren auf dich zutreffen, kann das Risiko, Nierensteine zu bilden, erhöht sein:

  • Du leidest an Verdauungsproblemen.
  • Du leidest an wiederkommenden oder häufigen Harnwegsinfektionen.
  • Die Harnwege sind oft blockiert.
  • Du leidest an einer Krankheit, durch welche die Menge der Substanzen im Urin erhöht wird.
  • Du kast Familienmitglieder, die öfters an Nierensteinen leiden oder gelitten haben.
  • Und du trinkst wenig Flüssigkeit oder nimmst bestimmte Medikamente ein, die eine negative Wirkung auf die Nieren haben.

Syptome

Wenn folgende Symptome auftreten, ist es möglich, dass du an Nierensteinen leidest:

  • Blut im Urin.
  • Starke, stechende Schmerzen im unteren Bauchbereich (zwischen Brust und Hüfte) oder im Rücken.
  • Schmerzen beim Wasserlassen.

* Wenn es sich um einen großen Nierenstein handelt, kommt es meist zu starken Schmerzen, oft in Verbindung mit Übelkeit und eventuell auch Erbrechen. Wenn es sich um einen kleinen Nierenstein handelt, dass dieser ohne Probleme ausgeschieden wird und keine Symptome auftreten. 

Wann handelt es sich um einen Notfall und wann muss ich zum Arzt?

Arzt_und_Patient

Wenn eines oder mehrere folgender Symptome auftreten, ist es wichtig, schnell einen Arzt aufzusuchen:

  • Wiederholtes Erbrechen
  • Blut im Urin
  • Fieber sowie Schüttelfrost
  • Schmerzen im unteren Bauchbereich oder auch im Rücken. Die Schmerzen wiederholen sich immer wieder und sind insistent.
  • Veränderter Urin, mit schlechtem Geruch und dunkler Farbe
  • Starke Schmerzen beim Wasserlassen

Vorsorge gegen Nierensteine

Nierensteine_kleine

Es gibt verschiedene, wirksame Methoden, um Nierensteinen vorzubeugen. Hier findest du eine kleine Auswahl:

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  • Information über verschiedene Arten von Nierensteinen. Auf diese Weise kannst di – falls nötig – Nierensteine wirksam bekämpfen. Konsumiere Lebensmittel, die nur eine geringe Menge an nierenschädlichen Substanzen enthalten.
  • Kontrolliere dein Gewicht. Personen mit einem hohen Body-Mass-Index und größerem Hüftumfang haben dann häufig ein erhöhtes Risiko, einen Nierenstein zu bilden. Nimm also zur Vorsorge gegen Nierensteine ab.
  • Trinke täglich mindestens 8 Gläser WasserEs ist sehr wichtig, dass du auf deinen Flüssigkeitshaushalt achtest, insbesondere wenn du viel Sport treibst oder wenn es heiß ist. Ersetze ein Glas Wasser durch Orangensaft, denn dieser enthält Citrat. Dadurch werden Kalzium und Oxalat im Urin reduziert und folglich weniger Nierensteine gebildet.
  • Reduziere den Konsum von tierischem Eiweiß, das heißt, den Konsum von Fleisch, Fisch, und Eiern. Wir raten dir einen Konsum von 180 Gramm dieser Lebensmittel am Tag. Diese Nahrungsmitteln bewirken häufig, dass beim Abbau (z.B. von Purinen) Harnsäure entsteht. Meide auch Sardinen und Leber sowie andere Proteinquellen (wie zum Beispiel Nüsse und Hülsenfrüchte).
  • Reduziere den Salzkonsum. Streiche Salz nicht völlig, aber schränke den Konsum ein.

Weitere Tipps

  • Konsumiere viele kaliumreiche Lebensmittel zur Vorsorge gegen Nierensteine, wie zum Beispiel Gemüse (Kürbis, Kartoffeln und Tomaten) sowie Früchte (Melone, Banane und Aprikosen).
  • Sei bei Nahrungsergänzungsmitteln besonders vorsichtig. Viele enthalten eine große Menge an Kalzium und Oxalat.
  • Fett. Konsumiere fettarme Lebensmittel, wie zum Beispiel Milchprodukte mit geringem Fettgehalt.
  • Das Alter. Normalerweise sind Menschen ab 40 Jahren eher gefährdet, einen Nierenstein zu bilden.
  • Betroffene Familienmitglieder. Frage ob deine Verwandten häufiger an Nierensteinen leiden oder nicht.
  • Fachärztliche Hilfe. Besuche mindestens einmal pro Jahr einen Urologen.

*ANMERKUNG: Es hängt häufig von dir und von deinem Lebensstil ab, ob Nierensteine gebildet werden oder nicht. Du kannst dies also teilweise Weise verhindern.

Wenn du unangenehme Schmerzen verspürst, solltest du immer einen Arzt aufsuchen, denn wenn die Nierensteine nicht rechtzeitig behandelt werden, kann dies zu Komplikationen führen. Vergiss nicht, wenn nötig deine Ernährung umzustellen.

  • Moe, O. W. (2006). Kidney stones: Pathophysiology and medical management. In Lancet. https://doi.org/10.1016/S0140-6736(06)68071-9
  • Heilberg, I. P., & Goldfarb, D. S. (2013). Optimum Nutrition for Kidney Stone Disease. Advances in Chronic Kidney Disease. https://doi.org/10.1053/j.ackd.2012.12.001