Vitamin-D-Spiegel und Gewichtsverlust: Wie hängen sie zusammen?

Wenn du nicht abnimmst, kann das an einem Vitamin-D-Mangel liegen. Dieser Zustand verringert die Insulinempfindlichkeit und verhindert eine effiziente Fettoxidation.
Vitamin-D-Spiegel und Gewichtsverlust: Wie hängen sie zusammen?
Saúl Sánchez Arias

Geschrieben und geprüft von dem Ernährungsberater Saúl Sánchez Arias.

Letzte Aktualisierung: 16. September 2022

Zwischen dem Vitamin-D-Spiegel und Gewichtsverlust besteht ein enger Zusammenhang und zwar unter verschiedenen Gesichtspunkten.

Bei Vitamin D handelt es sich um einen der Nährstoffe, der für das Funktionieren des menschlichen Körpers extrem wichtig ist. In diesem Artikel verraten wir dir, was du über den Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und Gewichtsverlust wissen solltest, damit du die körpereigene Synthese dieses Elements optimieren kannst.

Um einem Mangel vorzubeugen, ist es ratsam, eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung zu planen. Es ist wichtig, dass du viele verschiedene Lebensmittel zu dir nimmst und dabei immer versuchst, die gleiche Menge an Kalorien zu dir zu nehmen, die du verbrauchst. Bei Vitamin D gibt es jedoch noch mehr zu beachten, da die Sonneneinstrahlung seine Synthese und seinen Stoffwechsel beeinflusst.

Vitamin-D-Spiegel bei Übergewichtigen

Zunächst einmal solltest du wissen, dass Menschen mit Übergewicht und Fettleibigkeit häufig einen niedrigeren zirkulierenden Vitamin-D-Spiegel haben. In diesen Fällen sind die Defizite tendenziell stärker ausgeprägt.

Das liegt daran, dass es sich um eine fettlösliche Substanz handelt, d. h. sie reichert sich im Fettgewebe an. Je größer die Menge dieses Gewebes ist, desto geringer ist die Verfügbarkeit des Elements für die Entwicklung der physiologischen Funktionen. Eine Studie, die in der Zeitschrift Jornal de Pediatria veröffentlicht wurde, bestätigt dies. Es ist also nicht verwunderlich, dass der Nährstoffgehalt im Blut ansteigt, wenn eine Person beginnt, Gewicht zu verlieren. Im Prinzip ist das eine gute Sache, obwohl es schädliche Auswirkungen haben kann, wenn die empfohlenen Höchstwerte überschritten werden.

Allerdings kommt dies nicht häufig vor. Du müsstest schon sehr schnell sehr viel Gewicht verlieren, damit das passiert.

Um diese Art der Veränderung zu verhindern, ist es auf jeden Fall ratsam, regelmäßige Blutuntersuchungen durchführen zu lassen. So kannst du auch feststellen, ob du im Falle eines Mangels eine Nahrungsergänzung brauchst.

Du darfst nicht vergessen, dass ein niedriger Spiegel dieses Nährstoffs das Auftreten vieler chronischer Krankheiten erhöht. Das belegen Forschungsergebnisse, die im International Journal of Molecular Sciences veröffentlicht wurden.

Vitamin-D-Spiegel und Gewichtsverlust
Die Körperzusammensetzung beeinflusst die Menge an Vitamin D, die im Blut zirkuliert.

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Vitamin-D-Mangel und Probleme beim Abnehmen

Wichtig ist der Hinweis, dass ein anhaltendes Vitamin-D-Defizit die Gewichtsabnahme behindern kann, da es die Ansammlung von Unterhautfettgewebe begünstigt. Dies ist auf die Entstehung eines Entzündungszustandes zurückzuführen, der durch eine fortschreitende Insulinresistenz entsteht. Ab diesem Zeitpunkt ist der Körper nicht mehr in der Lage, Fettsäuren als Energiesubstrat zu nutzen, sodass sie eher zurückgehalten werden.

Es ist wichtig, dass du deine Gewohnheiten in Bezug auf die Sonnenexposition verbesserst, um deinen Vitamin-D-Spiegel in einem optimalen Bereich zu halten und damit das Problem umzukehren. Außerdem solltest du beachten, dass das Defizit selbst die Kraftwerte beeinflusst, wie eine im Journal of Strength and Conditioning Research veröffentlichte Studie zeigt. Das Ergebnis ist eine verringerte Fähigkeit, körperliche Leistung zu erbringen, was dazu führt, dass man mehr Fettmasse ansetzt.

Als ob das alles noch nicht genug wäre, behindert eine unzureichende zirkulierende Dosis von Vitamin D im Körper die Kalziumhomöostase. Es wird weniger von dem Mineral in den Knochen gebunden.

Dies kann im Laufe der Jahre nicht nur zu Sarkopenie, sondern auch zu Osteoporose führen. Beide Krankheiten wirken sich sehr negativ auf die Lebensqualität eines Menschen aus und begünstigen das Auftreten vieler anderer chronischer Krankheiten.

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Wie du deinen Vitamin-D-Spiegel erhöhst, um abzunehmen

Für Menschen, die nicht adipös sind, ist es wichtig, sich regelmäßig dem Sonnenlicht auszusetzen, um den Vitamin-D-Spiegel zu erhöhen und die Gewichtsabnahme zu fördern. Am besten ist es, sich außerhalb der Mittagszeit für etwa 15 bis 20 Minuten in der Sonne aufzuhalten.

Diese Routine sollte schrittweise und konstant erfolgen. Allerdings solltest du unbedingt dafür sorgen, dass du keinen Sonnenbrand bekommst. Denn die durch die Sonne verursachten Verbrennungen sind schädlich für die Haut.

Es ist äußerst wichtig, Sonnencreme aufzutragen und dich nicht während der heißesten Stunden des Tages der Sonne auszusetzen. Wenn du dich weiterhin in der Sonne aufhältst, musst du dich regelmäßig erneut eincremen.

Darüber hinaus solltest du das Etikett der Sonnencreme überprüfen, um mögliche hormonstörende Stoffe in den Inhaltsstoffen auszuschließen. Wenn sie vorhanden sind, könnte die Synthese von Testosteron und anderen körpereigenen Stoffen verändert werden, was sich auch negativ auf die Muskelkraftwerte und die Fähigkeit zum Abnehmen auswirkt.

Vitamin D und Gewichtsverlust - Frau benutzt Sonnencreme
Nicht jedes Sonnenschutzmittel ist geeignet. Überprüfe die Angaben auf dem Etikett und erkundige dich nach dem idealen Lichtschutzfaktor für deine Haut.

Ein Vitamin-D-Defizit kann sich negativ auf die Gewichtsabnahme auswirken

Ein Vitamin-D-Defizit wirkt sich negativ auf die Gewichtsabnahme aus, kann aber auch mit Fettleibigkeit in Verbindung gebracht werden. Vitamin D ist ein grundlegender Nährstoff für die mittel- und langfristige Konsolidierung eines guten Gesundheitszustands, daher ist es wichtig, dass du optimale Werte dieses Vitamins aufrechterhältst.

Eine Lösung kann die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sein.

Besonders hervorzuheben ist die Notwendigkeit, eine Reihe gesunder Gewohnheiten beizubehalten, um die Entwicklung chronischer Krankheiten zu verhindern. Es reicht nicht aus, sich gesund zu ernähren und sich der Sonne auszusetzen, sondern es ist auch notwendig, sich regelmäßig zu bewegen.

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