Insulinresistenz: weit verbreitetes Übel

· 6 Januar, 2019
Wir erklären dir anschließend, warum diese Krankheit immer öfter auftritt und welche Risiken damit einhergehen. Wie immer ist auch hier Vorsorge die beste Medizin. 

Die jüngsten medizinischen Fortschritte ermöglichen es, Krankheiten zu behandeln, die vor wenigen Jahrzehnten noch tödlich waren. Dazu gehört auch die Insulinresistenz, die schwere Folgen haben kann.

Wir erklären dir anschließend, warum diese Krankheit immer öfter auftritt und welche Risiken damit einhergehen. Wie immer ist auch hier Vorsorge die beste Medizin. 

Insulinresistenz: Was ist das?

Immer mehr Menschen leiden an Insulinresistenz, das bedeutet, dass das blutzuckersenkende Hormon Insulin nicht ausreichend wirkt.

Die Bauchspeicheldrüse sondert dieses Hormon ab, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Doch wenn dieser Mechanismus versagt, steigt der Glykämispiegel (Glukose im Blut), denn die Zellen reagieren nicht mehr auf den Befehl des Insulins. Die Auswirkungen auf die Gesundheit sind folgenschwer.

Insulinresistenz ist die häufigste Ursache für Diabetes. Sie entwickelt sich meist über Jahre, ohne dass der Betroffene etwas davon merkt. Erst wenn dann Diabetes entsteht, machen sich ensprechende Symptome bemerkbar.

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Warum kommt es so häufig zu einer Insulinresistenz?

Wir nennen dir anschließend die 5 wichtigsten Gründe für die Entwicklung einer Insulinresistenz:

1. Übergewicht

Fettleibigkeit ist ein Faktor für Insulinresistenz

Übergewicht und Adipositas zählen zu den häufigsten Ursachen für eine Insulinresistenz, wobei auch die genetische Veranlagung eine signifikante Rolle spielt. Insbesondere Bauchfett wirkt sich sehr negativ aus!

Darüber hinaus sind Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Fettleber, polyzystische Eierstöcke oder dunkle Haut an Hals und Achseln Faktoren, die das Risiko für eine Insulinresistenz erhöhen.

2. Ernährung

Die Ernährung spielt ebenfalls eine grundlegende Rolle. Nicht nur übergewichte Menschen können eine Insulinresistenz entwickeln. 

Folgende Nahrungsmitteln erhöhen die Gefahr, daran zu erkranken:

  • Zucker
  • Süßigkeiten
  • Raffinierte Kohlenhydrate (Kekse, Gebäck etc.)
  • Süßes Obst

3. Bewegungsmangel

Ein sitzender Lebensstil ist ein Faktor für Insulinresistenz

Bewegungsmangel ist ein Übel der modernen Gesellschaft. Viele Stunden vor dem Computer oder Fernseher führen dazu, dass Fett eingelagert und die Durchblutung gestört wird.

Dadurch kommt es häufiger zu einer Insulinresistenz. Deshalb ist tägliche Bewegung grundlegend! Damit kann der Körper Insulin besser einsetzen und gleichzeitig Fett abbauen. Wir sind wieder bei Punkt 1: Übergewicht sollte verhindert werden!

4. Stress

Auch Stress ist ein Zeichen unserer Gesellschaft und wird als das größte Übel des Jahrhunderts bezeichnet. Damit wird unter anderem auch die Reaktion des Körpers auf das Hormon Insulin beeinträchtigt.

Der Blutzuckerspiegel steigt und das Risiko für eine Insulinresistenz ebenfalls.

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5. Medikamente

Eine übermäßige Einnahme von Medikamenten kann ein Faktor für Insulinresistenz sein

  • Zu viel des Guten hat schlechte Auswirkungen für den Körper. Auch Medikamente können sich negativ auswirken und zu Insulinresisenz führen. 
  • Viele Menschen nehmen kontinuierlich Medikamente ein (Schlafmittel, Antibabypille, Medizin gegen Allergien…), was die Gefahr für eine Insulinresistenz erhöht. Insbesondere dann, wenn auch andere mögliche Auslöser gegeben sind.

Häufige Symptome

Folgende Symptome treten bei Insulinresistenz häufig auf:

  • Unerklärliche, häufige Müdigkeit
  • Stimmungsschwankungen mit Neigung zu Depressionen oder Reizbarkeit
  • Haarausfall und fettige Haare (besonders bei Frauen)
  • Akne
  • Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten während der ersten drei Monate der Schwangerschaft
  • Heiserkeit
  • Hohe Cholesterinwerte und ein hoher Triglyceridspiegel
  • Kleine Warzen am Hals und unter den Achseln
  • Bluthochdruck
  • Verlangen nach etwas Süßem am Abend

Mithilfe des Glukose-Toleranztests kann festgestellt werden, ob der Körper fähig ist, zugeführten Zucker in einem bestimmten Zeitraum abzubauen. Darüber hinaus wird auch ein Insulin-Toleranztest durchgeführt, um die Diagnose zu bestätigen.