Verursacht Schlafmangel Alzheimer?

· 10 April, 2015

Schlaf ist unentbehrlich für die Entspannung des Körpers und verschiedene Gehirnprozesse und Körperfunktionen. Schlafmangel oder Schlafstörungen können langfristig gesehen verschiedene Krankheiten zur Folge haben, darunter auch Alzheimer. Ausreichend Schlaf und eine gute Schlafqualität sind deshalb von größter Wichtigkeit. In diesem Beitrag erfährst du mehr darüber.

Neurologen bestätigen, dass bestimmte Proteine, welche die Neuronenverbindung hemmen, bei Schlafmangel vermehrt produziert werden. Meist leiden ältere Menschen an Alzheimer, wobei kürzere Schlafzeiten auch eine Rolle spielen können.

Schlechte Schlafgewohnheiten beeinträchtigen die Hirngesundheit beträchtlich und verursachen langzeitig Schäden, wie Alzheimer oder frühzeitige schwere Demenz. Schlafmangel löst eine aktive Degenerierung der Neuronen aus, was mit nachträglichem Schlaf nicht rückgängig gemacht werden kann, da die Aktivierung des Hirnschadens schon während des fehlenden Schlafes zustande kommt und später nicht wiederaufgebaut werden kann. Es sollte deshalb täglich ein gesunder Schlaf-Wach-Rhythmus eingehalten werden.

Schlaf

 

Unregelmäßiger Schlaf hat schwere Folgen für das Gehirn, es können dabei bis zu 25% der Neuronen verloren gehen. Dieser Verlust wirkt sich nicht nur langzeitig auf die Gesundheit aus, auch kurzfristige Folgen wie Lern- und Konzentrationsstörungen können dadurch verursacht werden.

Während des Schlafes baut das Gehirn Giftstoffe ab. Dies bedeutet auch, dass jene Proteine, die die Bildung der senilen Plaques fördern, abgebaut werden.

Das Risiko, an Alzheimer zu leiden, ist bei Frauen sogar höher als Brustkrebs. Hier einige Daten über den Unterschied zwischen der männlichen und weiblichen Bevölkerung: bei 1 von 6 Frauen besteht eine Anfälligkeit für diese Krankheit, während die Rate bei der männlichen Bevölkerung 1 zu 11 beträgt. Alzheimer zählt zu den Risikoerkrankungen, da es noch keine Heilung gibt und die Behandlungen nicht immer die gewünschten Wirkungen erzielen.

Glücklicherweise gibt es jedoch Maßnahmen, die helfen, einen ruhigen, erholsamen, tiefen und ausreichend langen Schlaf zu fördern. Wichtig dafür ist das passende Licht am Tag und Dunkelheit in der Nacht, damit sich der Körper auf die Nachtruhe vorbereiten kann. Schon ein kleiner Lichtstrom  kann manchmal die nötige Ruhe stören.

Gedächtnis

Bei wechselnden Schichtarbeiten kommt die biologische Uhr aus dem Gleichgewicht, folglich leiden die Betroffenen häufig an Schlafrhythmusstörungen. Die Gesundheit und das Wohlbefinden können dadurch stark beeinflusst werden.

Meide Fernsehen oder Computersitzungen zu späten Stunden, diese können durch naturähnliches Licht die Schlafqualität und -quantität negativ beeinflussen. Eine warme Dusche vor dem Zubettgehen hilft zur Entspannung und kann in das Nachtritual eingebaut werden. Alle Elektrogeräte sollten von der Schlafstätte ferngehalten werden, da Geräusche oder Licht die Nachtruhe unterbrechen können.

Die Hirngesundheit und -leistungsfähigkeit hängt direkt von der Schlafqualität und -dauer ab, deshalb ist es wichtig, für ausreichend Schlaf zu sorgen und auch das Schlafzimmer den Bedürfnissen anzupassen. So kann das geistige und körperliche Wohlbefinden gefördert und verschiedenen Krankheiten vorgebeugt werden.