Vaginalpilz: 5 Tipps zur Vorbeugung der Infektion

17 September, 2018
Scheidenpilz wird durch den Hefepilz Candida ausgelöst, welcher ein natürlicher Bestandteil der Scheidenflora einer Frau ist. Ein geschwächtes Immunsystem kann die Bakterienflora aus dem Gleichgewicht bringen, was zu einer Infektion führen kann.

Vaginalpilz-Infektionen, oder Candidiasis, werden durch den Hefepilz Candida ausgelöst. Dieser Mikroorganismus kommt natürlich in der Bakterienflora des Darms und der Scheide einer Frau vor.

Wenn dein Immunsystem Candida unter Kontrolle hält, ist ein geringes Wachstum des Hefepilzes nicht weiter schädlich für den Körper.

Wer gesund ist und eine gute Körperhygiene pflegt, sorgt dafür, dass sich der Hefepilz Candida nicht vermehrt. Und dies beugt Pilzinfektion vor.

Wenn dein Immunsystem jedoch nicht in der Lage ist, die Bakterienflora im Gleichgewicht zu halten, wirst du wohl bald die ersten Anzeichen einer Infektion mit Vaginalpilz feststellen.

Anzeichen einer Vaginalpilz-Infektion

Gereizte Vulva

Vaginalpilz-reizt-die-Scheide

Das am häufigsten vorkommende Symptom einer Scheidenpilz-Infektion ist eine gereizte Vulva. Dabei handelt es sich wohl auch um eines der unangenehmsten Symptome, die eine Pilzinfektion mit sich bringt.

Irritationen der Scheide verursachen in der Regel Schmerzen, aber auch Rötung und Juckreiz. Kratzen ist allerdings keine gute Idee und sollte am besten unterlassen werden. Denn du kannst dadurch Wunden im betroffenen Bereich verursachen, was das Ganze nur noch verschlimmert.

Vaginaler Ausfluss

Ein weiteres Anzeichen von Candidiasis ist ein dicker, weißer Ausfluss, der von einem strengen und übelriechenden Geruch begleitet wird.

In einigen Fällen ist dieser Ausfluss aber auch ein Symptom für eine andere Art von Infektion. Du solltest daher einen Termin mit deinem Gynäkologen vereinbaren und ihm oder ihr mitteilen, ob der Ausfluss bei dir vorliegt.

Brennen beim Wasserlassen

Ein Vaginalpilz kann Brennen beim Wasserlassen verursachen

Eine Entzündung der Scheide verursacht meist ein brennendes Gefühl. Und beim Wasserlassen verschlimmert sich das Brennen des betroffenen Bereichs weiter.

Der Brennreiz ist ein äußerst belastendes Symptom. Allerdings hängt auch er, wie die anderen Symptome, von der Schwere der Entzündung ab.

Überempfindlichkeit der Scheide

Der Scheidenpilz verursacht auch oft Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, welche  durch die Entzündung verursacht werden.

Die Symptome variieren

Denke immer daran, dass die oben beschriebenen Symptome von Frau zu Frau variieren. Manche Frauen spüren nur eine leichte Empfindlichkeit, während andere wiederum unerträgliche Schmerzen haben.

Es gibt auch Fälle, in denen nur ein einziges Symptom vorliegt.

Wir empfehlen dir auf jeden Fall, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, um einen Vaginalpilz zu verhindern.

Empfehlungen zur Vorbeugung von Candidiasis

1. Gute Hygiene praktizieren

Um einen Vaginalpilz zu verhindern, ist es wichtig, den Bereich stets sauber zu halten. Achte genau auf deine Hygienegewohnheiten.

Wenn du zum Beispiel zur Toilette gehst, wische immer von vorne nach hinten. So verhinderst du, dass Mikroorganismen aus dem Anus in die Scheide getragen werden.

2. Sei besonders vorsichtig während deiner Periode

Drei von vier Frauen leiden mindestens einmal im Erwachsenenalter an einer Scheidenpilzentzündung.

  • Hormonelle Veränderungen und die Anwendung bestimmter Medikamente während der Menstruation können dein Immunsystem negativ beeinträchtigen.
  • Binden und Tampons während deiner Periode regelmäßig wechseln. Das hilft dabei, Entzündungen der Scheide zu verhindern.

3. Vermeide bestimmte Produkte

Heutzutage sind in vielen Geschäften spezielle Seifen und parfümierte Deodorants für den Intimbereich erhältlich.

Diese chemisch hergestellten Produkte haben in der Regel einen sauren pH-Wert und enthalten andere irritierende Bestandteile, die die Bakterienflora der Scheide ungünstig beeinflussen können.

Es ist daher besser und ratsam, von diesen Produkten Abstand zu halten. Dasselbe gilt auch für Schaum- und Ölbäder, wenn du das Risiko einer Scheidenpilzinfektion reduzieren möchtest.

4. Handtücher und Unterwäsche regelmäßig wechseln

Vaginalpilz entsteht schneller, wenn Handtücher und Binden nicht regelmäßig gewechselt werden

Nasse Handtücher sind Brutstätten für bestimmte Mikroorganismen und Hefepilze. Daher ist es am besten, ein neues, sauberes und trockenes Handtuch zu verwenden, um Infektionen vorzubeugen.

Darüber hinaus kann das Tragen von eng anliegender Unterwäsche aus synthetischem Material Bakterien zum Wachstum anregen. Und das kann wiederum zu einer Pilzinfektion führen.

Greife daher besser auf Baumwollunterwäsche zurück. Denn Baumwolle ist ein Material, welches den Intimbereich trocken hält.

5. Einnahme von Antibiotika

Ein Vaginalpilz kann von der Einnahme von Antibiotika kommen

Die Einnahme von Antibiotika beseitigt Bakterien, die Hefepilze wie Candida kontrollieren und in Schach halten.

Wenn du anfällig für Pilzinfektionen bist und dir Antibiotika verschrieben werden, informiere deinen Arzt, falls du unter Umständen zusätzliche Medikamente benötigen solltest.

Andere Situationen machen es schwieriger, die Candidiasis zu verhindern. So ist es zum Beispiel für Frauen mit Diabetes schwieriger, ihren Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht zu halten.

Dadurch können sie anfälliger für Pilzinfektionen werden. Denn wenn der Blutzuckerspiegel instabil ist, vermehren sich die im Körper vorhandenen Hefenpilze schneller.

Demzufolge erhöhen sich auch die Chancen, einen Scheidenpilz zu bekommen.

Schwangere Frauen neigen auch eher dazu, einen Vaginalpilz zu bekommen. Während der Schwangerschaft sorgt der Säuregehalt der Scheide dafür, dass sich Bakterien im Genitalbereich leichter ausbreiten können.

Wenn du jedoch gute Hygienegewohnheiten pflegst und einhältst, kannst du dir damit diese lästige Entzündung vom Leibe halten.