Ursachen für Übelkeit beim Autofahren

19 November, 2019
Übelkeit beim Autofahren ist insbesondere bei Kindern sehr häufig, wobei es auch zu Nervosität, kaltem Schweiß und Erbrechen kommen kann. Erfahre heute mehr über dieses Thema. 

In den Ferien, für Ausflügen oder Spritztouren am Wochenende sind oft längere Autofahrten notwendig, bei denen man von hinten häufig zu hören bekommt: „Mir ist schlecht!“ Denn viele Kinder leiden an Übelkeit beim Autofahren und auch so mancher Erwachsene.

Der fachärztliche Ausdruck für die Reise- und Bewegungskrankheit lautet Kinetose. Zwar kann es jedem schlecht werden, doch es gibt Menschen, die besonders anfällig für Schwindel, Brechreiz und Übelkeit beim Autofahren sind. Dazu gehören Kinder zwischen drei und zwölf Jahren, Personen mit Nervosität und schwangere Frauen. Doch wie kommt es zu diesen unangenehmen Symptomen?

In unserem heutigen Artikel erfährst du mehr über Kinetose und was du tun kannst, um bei eurer nächsten Ausflugsfahrt Übelkeit zu verhindern. Du kannst so den verdienten Urlaub besser genießen!

Wie kommt es zu Übelkeit beim Autofahren?

Um zu verstehen, warum es manchen Menschen im Auto schlecht wird, erklären wir ganz kurz, wie unser Gleichgewichtssystem funktioniert.

Das Gehirn muss die genaue Position unseres Körpers kennen, um das Gleichgewicht halten zu können. Es verwendet dazu Gleichgewichtsrezeptoren, die sich in unserem Gehör befinden. Außerdem benötigt es Informationen, die über die Sinne und den Bewegungsapparat aufgenommen werden.

Die Information, die über die Augen und die Rezeptoren der Muskeln und Sehnen aufgenommen wird, muss miteinander übereinstimmen, sobald sie zum Gehirn gelangtDas ist normalerweise der Fall, wenn wir beispielsweise gehen oder Sport treiben.

Wenn wir uns jedoch in einem sich bewegenden Auto befinden und uns auf einen Fixpunkt konzentrieren, zum Beispiel auf das Mobiltelefon, stimmt die Information, die ins Gehirn übermittelt wird, nicht überein. Das heißt, dass das Gehirn unterschiedliche Daten von verschiedenen Rezeptoren erhält. Der Sehsinn teilt mit, dass keine Bewegung stattfindet, während unser Körper die Bewegungen des Autos wahrnimmt.

Wie kommt es zu Übelkeit beim Autofahren?

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Welche Symptome entstehen in dieser Situation?

Durch die unkoordinierten Informationen wird der Gleichgewichtssinn übermäßig stimuliert. Dieses Organ befindet sich im Mittelohr. Wenn es hyperaktiv ist, können Schwindel und Übelkeit auftreten:

  • Betroffene Personen werden meist blass und experimentieren kalten Schweiß.
  • Außerdem fühlen sie sich unwohl und schlecht.
  • Es kann auch zu Brechreiz und Übelkeit kommen.

Wie kann man Übelkeit beim Autofahren verhindern?

Wie bereits erwähnt, kommt es zu der Übelkeit, wenn wir uns auf einen Fixpunkt konzentrieren und ruhig sind, während sich das Auto bewegt. Diese Bewegung ist passiv, denn nicht der Körper selbst, sondern das Fahrzeug bewegt sich fort. 

Wenn die Fahrbahn unregelmäßig ist, sind die Beschwerden größer. Insbesondere bei vielen Kurven oder bei großer Geschwindigkeit macht sich die Übelkeit bemerkbar. Die beste Vorsorge ist deshalb vorsichtiges Fahren.

Der Fahrer sollte versuchen, keine brüsken Bewegungen zu machen und nicht schnell zu bremsen. Natürlich muss er auch die Geschwindigkeit kontrollieren und rasche Beschleunigungen verhindern. Wenn der Ausflug in die Berge geht, ist besondere Vorsicht notwendig.

Die Person, der es schnell schlecht wird, sollte auf der Rückbank in der Mitte sitzen. Denn so kann sie die Landschaft betrachten und ist sich dabei über die Bewegung bewusst. Wenn es der Person trotzdem übel wird, ist es am besten, das Fenster zu öffnen. Die betroffene Person sollte die Augen schließen und versuchen, sich zu entspannen.

Übelkeit beim Autofahren

Andererseits empfiehlt es sich auch, das Auto immer gut zu lüften und eine angenehme Temperatur zwischen 21 und 23 Grad zu bewahren. Versuche, vor der Reise nicht zu viel zu essen. Du solltest jedoch nicht nüchtern sein. Iss etwas leichtes und trinke ausreichend Wasser. Außerdem sind regelmäßige Pausen wichtig, um Luft zu schnappen und sich zu entspannen.

Sollte es dir oder einem Mitfahrer trotzdem übel werden, kann der Arzt auch ein Reisemedikament verschreiben. Verschiedene Arzneimittel helfen bei Kinetose, dazu zählen beispielsweise Antihistaminika wie Biodramina oder Dimenhydrinat.

Auch verschiedene Naturheilmittel wie Ingwer oder das Kauen eines Kaugummis können auf der Reise helfen. Es gibt sogar elastische Armbänder, die ebenfalls Übelkeit beim Autofahren verhindern sollen.

Abschließende Bemerkung

Wenn du selbst häufig an Übelkeit beim Autofahren leidest, oder wenn es deinem Kind so geht, haltet euch an diese Ratschläge. Und vergiss nicht, eine Papiertüte bereitzuhalten! Du kannst auch versuchen, den Ausflug oder die Reise in den Morgenstunden zu planen, denn so kannst du als Mitfahrer schlafen, was die Sache einfacher macht. 

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