Symptome einer Nierenerkrankung

2 November, 2014
Es ist sehr wichtig, die Syptome von Nierenkrankheiten zu kennen, um eine frühzeitige Diagnose zu stellen und das Problem so schnell wie möglich behandeln zu können.

Wussten Sie, dass die meisten Personen, die eine Nierenerkrankung haben, sich nicht darüber bewusst sind? Grund dafür ist, dass sich die ersten Symptome kaum bemerkbar machen. Bei einer Niereninsuffizienz können mehrere Jahre vergehen bis eine akute Nierenerkrankung entsteht. Lernen Sie in folgenden Artikel, die Symptome einer Nierenerkrankung zu erkennen.

Früherkennung zur Vorbeugung: Zeichen möglicher Nierenprobleme

Jeder sollte die Symptome einer Nierenerkrankung kennen, um gegebenenfalls so schnell wie möglich handeln zu können. Hierbei ist es unwichtig, in welcher Phase die Erkrankung bereits ist. Sobald diese erkannt wird, kann eine wirkungsvolle Behandlung begonnen werden. Folgende Anzeichen deuten auf eine mögliche Nierenerkrankung hin, es kann lebenswichtig sein, diese zu erkennen.

Wenn Sie mindestens zwei oder drei dieser Anzeichen an sich erkennen, erschrecken Sie nicht. Jedoch sollten Sie einen Arzt aufsuchen und eine Untersuchung durchführen lassen. Beachten Sie hierbei auch, dass viele dieser Symptome nicht nur auf eine Nierenerkrankung, sondern auch auf andere Erkrankungen hinweisen können.

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  • Veränderungen im Urin: Wenn die Nieren erkranken, verändert sich der Urin. Es kann möglich sein, dass Sie nachts aufstehen müssen, um auf die Toilette zu gehen, dass der Urin schaumig ist oder Bläschen aufweist, sich die Farbe ändert oder auch, dass weniger Urin gebildet wird und dieser dunkel ist und Blutspuren aufweist. Wenn Sie das Gefühl haben, dringend auf die Toilette zu müssen oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen haben und eine Verengung oder großen Druck dabei spüren, kann dies auch auf Nierenprobleme hinweisen.
  • Schwellung: Wenn eine Niereninsuffizienz besteht, kann überschüssige Flüssigkeit nicht abgebaut werden, so dass Wassereinlagerungen an Beinen, Knöcheln, Händen und Gesicht entstehen.
  • Müdigkeit: Wenn die Nieren gesund sind, produzieren sie das Hormon Erythropoetin. Dieses Hormon ist für die Bildung von roten Blutkörperchen verantwortlich, die dem Blut Sauerstoff zuführen. Wenn die Nieren erkranken, verringert sich die Produktion dieses Hormons. Muskeln und Gehirn ermüden schneller. Die Patienten fühlen sich ausgelaugt und kraftlos, schlafen viel, sind erschöpft, geschwächt und ermüdet ohne sich überstrapaziert zu haben. Diese Symptome sind den Anzeichen einer Anämie oder Eisenmangels sehr ähnlich, so dass eine Untersuchung angebracht ist.

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  • Hautausschlag oder Juckreiz: Die Blutrückstände werden durch die Nieren abgebaut. Wenn diese nicht richtig funktionieren, lagern sich die Stoffe in der Blutbahn ab und können starken Juckreiz verursachen. Der Juckreiz entsteht nicht nur an der Haut, sondern auch an den Muskeln oder Knochen.
  • Metallgeschmack oder Acetongeruch im Atem: Wenn Rückstände im Blut bleiben, d. h. eine Urämie auftritt, kann sich der Geschmack der Nahrungsmittel verändern oder zu Mundgeruch führen. Manchen Patienten vergeht der Appetit, bestimmte Lebensmittel schmecken einfach nicht mehr und es kommt zu einem Gewichtsverlust. Der Mundgeschmack ist zu jeder Uhrzeit unerträglich und trotz Zähneputzen, Mundspülungen, Kaugummis usw. nicht zu vermeiden.
  • Übelkeit und Erbrechen: Dies ist ebenfalls auf eine Urämie zurückzuführen. Es kommt zu Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, schlechter Verträglichkeit von Nahrungsmitteln, Flüssigkeiten oder Medikamenten, alles wird zurückgewiesen.
  • Atembeschwerden: Es können Atembeschwerden auftreten, die durch zwei Gründe verursacht werden können: Die Lungen sind nicht in der Lage, überschüssige Flüssigkeit abzubauen, diese wird folglich in ihnen angesammelt. Eine weiterer Auslöser kann Blutarmut (das Fehlen von roten Blutkörperchen, die den Sauerstoff im Blut transportieren) sein, wodurch der Organismus geschwächt wird. Diese Anzeichen können ohne irgendeinen erkennbaren Grund (z. B. Sport) sogar in normaler Ruhelage, wie beim Sitzen oder Liegen, auftreten.
  • Frieren zu jeder Jahreszeit: Anämie kann ein Kältegefühl bewirken, auch wenn es keinen scheinbaren Grund dafür gibt, auch wenn die Heizung läuft und der Betroffene warm angezogen ist. Das Kältegefühl verschwindet trotz warmem Tee oder Kaffee, heißem Bad oder Dusche nicht. Es kann auch passieren, dass im Sommer bei sehr hohen Temperaturen trotzdem Kälte verspürt wird. Es kommt zu Schüttelfrost, Erstarrung der Gliedmaßen oder kaltem Schweiß.
  • Schwindel oder Konzentrationsstörungen: Durch Niereninsuffizienz bedingte Anämie kann Konzentrationsstörungen bewirken. Das Gehirn erhält die nötige Sauerstoffzufuhr nicht. Es kommt zu Vergessenheit oder Gedächtnisverlust, Konzentrationsstörungen, Zerstreuung und Beeinträchtigung aller Tätigkeiten. Hinzu kommt ein ständiges Schwindelgefühl.

Nierenschmerzen

  • Rückenschmerzen: Manche Menschen, die unbewusst an einer Niererkrankung leiden, haben oft Rückenschmerzen und glauben, diese seien auf eine erhöhte Anstrengung, falsche Bewegungen, schlechte Haltung oder eine falsche Schlafposition zurückzuführen. Wenn dieser Schmerz aber anhält, sollten Sie die genauen Ursachen diagnostizieren lassen. Bei Nierenproblemen treten die Beschwerden, Druck oder Krämpfe oft im unteren Rückenbereich oder auf einer Körperseite auf und können bis in die Beine gehen. Bei einer Zystenniere (Bildung von Zysten in der Nieren- bzw. Lebergegend) treten ebenfalls oft starke Rückenschmerzen auf.
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