Gute Gewohnheiten, die eine Osteoarthritisbehandlung unterstützen können

· 11 April, 2019
Es gibt zwar noch keine definitive Heilung für Osteoarthritis, doch die Ausübung einiger gesunder Gewohnheiten kann die Kontrolle der Symptome unterstützen. Entdecke einige Tipps hierfür.

Osteoarthritis ist eine chronische Erkrankung, die die Gelenke beeinträchtigt. Oft betrifft sie Personen über 60, doch sie kann in jedem Erwachsenenalter eintreten. Es gibt zwar keine Heilung, doch bestimmte Gewohnheiten können die Osteoarthritisbehandlung unterstützen.

Heutzutage gibt es viele Fortschritte hinsichtlich der Osteoarthritisbehandlung, deshalb sollte man diese Krankheit nicht nur mit Schmerzmitteln kontrollieren, sondern auch andere Empfehlungen beachten, die ihre Symptome lindern können. Entdecke sie!

Gesunde Gewohnheiten, um eine Osteoarthritisbehandlung zu unterstützen

Osteoarthritis entwickelt sich durch fortschreitenden Schaden in den Gelenken. Diese Verschlechterung kann sich durch die Jahre hinweg einschleichen, entweder durch den Alterungsprozess oder durch eine Verletzung. Sie geht mit Symptomen wie Schmerz, Steifheit und Beweglichkeitsproblemen einher.

Der Schweregrad variiert zwar von Patient zu Patient, doch für gewöhnlich bedeutet die Krankheit eine Verminderung der Lebensqualität. Deshalb besteht die Osteoarthritisbehandlung daraus, das Fortschreiten der Krankheit zu reduzieren und die Symptome zu kontrollieren.

Was sollte man bei der Osteoarthritisbehandlung beachten?

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1. Bleibe körperlich aktiv

Fitness zur Unterstützung von Osteoarthritisbehandlung
Körperliche Aktivität ist gut für die Allgemeingesundheit und insbesondere für die Gelenke, da sie Mobilität verleiht.

Der Schmerz, der durch Osteoarthritis ausgelöst wird, vermindert oft die Bewegungsfähigkeit. Es ist jedoch nicht ratsam, deshalb körperliche Aktivität zu vermeiden. Regelmäßige, gemäßigte Fitnessübungen unterstützen den Aufbau von Muskeln um die Gelenke, um so Komplikationen zu vermeiden.

20 bis 30 Minuten körperliche Aktivität täglich lindern Steifheit und beugen einer Schmerzkrise vor. Man kann sanfte Übungen wie Gehen, Schwimmen oder Dehnungen durchführen. Auch Tai Chi oder Yoga sind anzuraten.

2. Abnehmen unterstützt die Osteoarthritisbehandlung

Übergewicht und Fettleibigkeit sind Faktoren, die den Gelenkverschleiß bei Osteoarthritispatienten vorantreiben können. Beide werden als mögliche Auslöser für die Krankheit eingeschätzt. Deshalb sollte man sich darum bemühen, überschüssiges Gewicht loszuwerden.

Ein gesundes Körpergewicht vermindert den Druck auf die Gelenke und hilft deswegen, Schmerzepisoden zu lindern. Außerdem vermindert man so auch andere Gesundheitskomplikationen, wie beispielsweise Herz-Kreislauferkrankungen oder Stoffwechselstörungen.

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3. Gut schlafen

Gut schlafen
Schlafprobleme können das Leiden verstärken und die Lebensqualität vermindern.

Manchmal beeinträchtigen die Schmerzen der Osteoarthritis unsere Schlafqualität. Deshalb ist es wichtig zu versuchen, jeden Tag ausreichend zu schlafen. Die Nachtruhe ist ein Schlüsselpunkt, um Schwellung und Entzündung in den Gelenken zu lindern.

Leidest du unter Schlafproblemen, so versuche das Folgende:

  • Stelle ein bequemes Ambiente im Schlafzimmer her.
  • Arbeite nicht im Schlafzimmer.
  • Verwende keine elektronischen Geräte, bevor du zu Bett gehst.
  • Verzehre Lebensmittel, die schlaffördernd wirken.
  • Iss ein kalorienarmes, leichtes Abendessen.
  • Trinke Beruhigungstee, wie zum Beispiel Baldrian oder Passionsblume.

4. Trinke natürlichen Tee zur Osteoarthritisbehandlung

Diese Tees ersetzen natürlich nicht die ärztliche Behandlung und die Medikamente, die er verschreibt. Ihr Verzehr kann jedoch die Osteoarthritisbehandlung unterstützen.

Einige Optionen, die aufgrund ihrer entzündungshemmenden Wirkung empfohlen werden, sind: Ingwer- Kurkuma- und grüner Tee.

5. Wende die Warm-Kalttherapie an

Warm-Kalttherapie unterstützt die Osteoarthritisbehandlung
Diese Therapieform ist effektiv, um die Entzündung in den Gelenken zu lindern.

Auch die Warm-Kalttherapie kann sinnvoll bei der Unterstützung der Osteoarthritisbehandlung sein. Die Wärme öffnet die Blutgefäße und das verbessert die Durchblutung.

Dadurch gelangen Nährstoffe besser zu dem beeinträchtigten Gewebe. Gleichzeitig erzeugt die Wärme einen beruhigenden Effekt, der Steifheit lindert.

Durch das Auflegen von Kälte hingegen ziehen sich die Blutgefäße zusammen und das lindert Schwellung und Schmerz. Deshalb ist es eine gute Ergänzung zur Wärmetherapie. Wie führt man sie durch?

  • Wende zuerst Wärme an, indem du eine Wärmflasche oder ein thermisches Kissen auflegst. Du kannst auch ein Handtuch mit warmem Wasser befeuchten (aber sei bitte vorsichtig, damit du dich nicht verbrennst).
  • Lasse die Behandlung für 20 Minuten auf der beeinträchtigten Stelle und ruhe dabei.
  • Möchtest du Kälte benutzen, dann wickle mehrere Eiswürfel in ein Handtuch oder eine Tüte und wende sie erneut 20 Minuten an.

Vorsicht: Bitte verwende kein Eis direkt auf der Haut, denn das kann schädlich sein. Stelle bei der Wärmetherapie sicher, dass die Temperaturen nicht zu hoch sind.

Zusammenfassung

Osteoarthritis ist eine chronische Erkrankung, die sich verschlimmern kann, wenn man sie nicht rechtzeitig behandeln lässt. Deshalb ist es wichtig, auf die Symptome zu achten und einen Arzt zu Rate zu ziehen.

Die Kombination von ärztlicher Behandlung und gesunden Gewohnheiten macht die Prognose positiver.

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