Symptome und Ursachen von Arthrose

29 Oktober, 2017
Arthrose wird nicht als schwerwiegende Krankheit betrachtet, kann jedoch die Lebensqualität der Betroffenen trotzdem stark einschränken. 

Die Ursachen von Arthrose sind vielseitig, wir werden dieses Thema im Folgenden etwas genauer betrachten, denn sehr viele Patienten leiden an dieser Krankheit.

Arthrose ist eine meist schmerzhafte Gelenksversteifung, die durch den krankhaften Abbau von Knorpelgewebe eintritt. Es handelt sich um eine rheumatische Krankheit, die sich sehr negativ auf den Bewegungsapparat auswirkt. 

Die Ursachen von Arthrose, der Verlauf der Krankheit und die Behandlung sind jedoch bei jedem sehr unterschiedlich.

Arthrose ist die häufigste rheumatische Erkrankung. Dabei kommt es zur allmählichen Abnutzung des Knorpels. Die häufigste Ursache dafür ist das fortschreitende Alter, doch auch andere Faktoren können dazu führen.

Diese Krankheit tritt bei Menschen über 50 vermehrt auf. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sind rund 28% der Erwachsenen über 60 von dieser Krankheit betroffen. 

Schätzungsweise wird Arthrose ab 2020 weltweit die vierthäufigste Ursache für Behinderungen sein.

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Ursachen von Arthrose

Der Verschleiß des Knorpels an einem Gelenk führt zu Arthrose. Der Knorpel verliert an Elastizität, es entstehen Risse und allmählich wird das Knorpelgewebe abgebaut bis es fast ganz verschwindet.

Es kommt zum Verlust der Gleitfähigkeit der Gelenkflächen, die Knochenenden sind ungeschützt, was auch als Knochenglatze bezeichnet wird, und reiben gegeneinander.

Ursachen von Arthrose am Knie

Durch die Schädigung von Knorpeln und Knochen kommt es zu Verformungen und zum Verlust an Gelenkschmiere.

Zu den häufigsten Ursachen von Arthrose an Gelenken führen, gehören folgende:

  • Alter: Ab dem 50. Lebensjahr steigt die Gefahr für Arthrose erheblich.
  • Geschlecht: Am meisten sind Frauen ab 50 bis 55 von dieser Krankheit betroffen.
  • Genetische Veranlagung
  • Überlastung durch physische Aktivitäten
  • Menopause
  • Adipositas
  • Knochenbrüche und -verletzungen
  • Fehlstellungen

Arthrose ist eine chronische Krankheit, die nicht geheilt werden kann. Mit fortschreitendem Knorpelverlust können starke Schmerzen entstehen, die jedoch mit der entsprechenden Behandlung kontrolliert werden können.

Nicht unbedingt muss es durch diese Krankheit zu Behinderungen oder Bewegungsunfähigkeit kommen.

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Symptome von Arthrose

Diese Krankheit entsteht schleichend. Anfangs sind die Symptome kaum zu erkennen, die Entwicklung verläuft schmerzfrei. Meist kommt es erst im fortgeschrittenen Stadium zu Schmerzen.

Folgende fünf Symptome weisen häufig auf Arthrose hin:

  • Gelenkschmerzen: Das erste Anzeichen auf diese Krankheit sind meist intensive Gelenkschmerzen, häufig an den Knien, Händen oder Hüften.
  • Steifheit: Die Flexibilität in den Gelenken lässt nach, charakteristisch sind insbesondere Anlaufschmerzen am Morgen nach dem Aufstehen oder nach längerem Sitzen.
  • Schwellungen und/oder Taubheitsgefühl: Eine Schwellung durch Arthrose ist mit freiem Auge zu erkennen, häufig kommt es im betroffenen Bereich auch zu einem Taubheitsgefühl.
  • Knacken: Bei bestimmten Bewegungen spüren Betroffene, dass es in den Gelenken „knackt“.
  • Beschwerden in Knien, Füßen, Händen und Hüften kommen besonders häufig vor.

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Auch wenn Schmerzen zu den wichtigsten Symptomen von Arthrose zählen, gibt es Fälle, die schmerzfrei verlaufen. Meist kommt es jedoch abwechselnd zu Phasen, in denen sich die Schmerzen stark bemerkbar machen und Phasen, die schmerzfrei verlaufen.

Ursachen von Arthrose in den Händen einer Frau

Arten von Arthrose und Diagnose

Arthrose entsteht hauptsächlich in vier verschiedenen Körperbereichen: Knie, Hände, Hüften und Wirbelsäule.

Am häufigsten werden die Knorpel der Kniegelenke abgenutzt, wobei es sich um eine primäre oder sekundäre Arthrose handeln kann.

Die primäre Arthrose entsteht ohne erkennbares Einzelereignis, zum Beispiel durch altersbedingte Abnutzungserscheinungen oder genetische Veranlagung, die sekundäre Arthrose durch konkrete Verletzungen, die danach zu einer jahrelangen Fehlbelastung des Gelenkes führen.

In den Händen tritt Arthrose anfangs meist in nur an einem Gelenk auf, doch mit der Zeit breitet sich die Krankheit auch auf andere Gelenke aus.

In der Folge kommt es zu Verformungen, die wiederum zu einer eingeschränkten Bewegungsfähigkeit führen.

Arthrose in den Hüften führt beispielsweise zu Schmerzen beim Bücken oder Abwärtssteigen von Treppen. Wenn die Hüftarthrose weiter fortschreitet, machen sich häufig auch Schmerzen in Ruhestellung oder in der Nacht bemerkbar.

Eine Wirbelsäulenarthrose entsteht meist im Lendenbereich oder an den Halswirbeln.

Die Diagnose erfolgt im Allgemeinen nach einem klinischen Gespräch. Dafür werden bildgebende Techniken wie Röntgenaufnahme, Computertomographie und/oder Magnetresonanz verwendet. Auch eine Ultraschalluntersuchung mit hoher Resolution kann Aufschluss über die Entwicklung der Krankheit geben.

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Prognose

Die Krankheit wird nicht als schwerwiegend betrachtet, auch wenn sie die Lebensqualität stark beeinträchtigen kann. Die Prognose ist in jedem Fall unterschiedlich und hängt von der Entwicklung der Arthrose und dem betroffenen Gelenk ab.

Eine frühzeitige Diagnose und die entsprechenden Vorsorgemaßnahme können den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Mit der richtigen Behandlung wird erreicht, dass sich die Arthrose langsamer und weniger stark entwickelt.

Die Behandlung beruht fast immer auf Arzneimitteln und wird durch einen gesunden Lebensstil ergänzt.

In manchen Fällen ist ein chirurgischer Eingriff notwendig, um die Symptome zu lindern und die Beweglichkeit des Patienten zu bewahren.

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