Migräne behandeln auf natürliche Weise

· 29 Mai, 2014
Auch wenn mehr Frauen an Migräne leiden, können Männer ebenfalls davon betroffen sein. Dabei kann erbliche Veranlagung eine Rolle spielen, auch verschiedene Auslöser sollten berücksichtigt werden, um das Auftreten zu verhindern.

In einem ersten Schritt müssen wir wissen, was Migräne ist, wie es dazu kommt und welches die verschiedenen Phasen sind. Danach lernen wir die verschiedenen Formen kennen, wie wir Migräne auf einfache und natürliche Weise zuhause behandeln können. So verzichten wir auf einen übermäßigen Konsum von Medikamenten, die auf Dauer unseren Organismus schädigen.

Was ist Migräne?

Bei der Migräne treten starke, stechende Kopfschmerzen auf. Diese können von Übelkeit, Erbrechen und Hypersensibilität auf Licht und Lärm begleitet werden. Eine Attacke kann zwischen 4 und 72 Stunden dauern. Migräne kommt bei Frauen häufiger vor und entsteht durch eine Gefäßerweiterung oder einer Zunahme der Größe der Arterien im Kopf.

Faktoren, die Migräne hervorrufen

Es gibt verschiedene Gründe für Migräne. Wer an diesen Kopfschmerzen leidet, kann diese Faktoren erkennen und so versuchen, ihnen aus dem Weg zu gehen. Im Folgenden sind die Hauptfaktoren aufgelistet:

  • Menstruationszyklus: Die Migräne tritt einige Tage vor der Menstruation auf. Da wir diesen Faktor nicht vermeiden können, finden Sie weiter unten, wie Sie die Symptome lindern können.
  • Stress  und Spannungen:  Alle Stress- und Beklemmungszustände sind nicht günstig.
  • Alkohol: Man darf Migräne nicht mit den Kopfschmerzen verwechseln, die durch Alkohol ausgelöst werden.
  • Fasten: Hungern kann Migräne verursachen
  • Geschmacksverstärker und Farbstoffe: Vor allem diejenigen, die Mononatriumglutamat (Geschmacksverstärker) beinhalten. Dieses kommt größtenteils in abgepackten Lebensmitteln vor.
  • Umweltbedingte Einflüsse: Beispielsweise lauter Lärm und grelles Licht.
  • Veränderung des Schlafrhythmus: Sowohl zu viel Schlaf als auch zu wenig haben einen Einfluss.
  • Starke Gerüche: Einige vorübergehende Gerüche wie Alkohol oder Parfüm können zu Kopfschmerzen führen.

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Phasen bei Migräne

Es kann zwischen vier Phasen unterschieden werden:

  • In der ersten Phase treten einige Vorsymptome auf. Diese können einige Stunden oder sogar Tage vor dem Migräneanfall eintreffen. Darunter finden wir beispielsweise eine verschwommene Sicht, Irritation etc.
  • Die zweite Phase, auch Aura genannt, beinhaltet wie die erste Phase Vorsymptome, die aber weniger lange andauern, meistens zwischen zwanzig und sechzig Minuten. Sie verschwinden kontinuierlich in der nächsten Phase.
  • In der dritten Phase taucht der Schmerz auf und geht von schwach bis stark. Der oder die Betroffene möchte sich an einen dunklen Ort frei von Lärm zurückziehen.
  • Letzte Phase oder Schlussphase: Der Schmerz nimmt stetig ab, bis er schließlich ganz verschwindet.

Am Ende einer Migräneattacke fühlen sich die Betroffenen müde und schläfrig. Sie brauchen einige Zeit, um die Alltagsaktivitäten wieder aufzunehmen.

Migräne behandeln: natürliche Medizin gegen Migränebeschwerden

Ätherische Öle sind geeignete natürliche Heilmittel, um die Symptome von Migräne zu lindern und zu bekämpfen. Weiter können wir Folgendes anwenden:

  • Ätherische Öle wie Rosmarin, Melisse, Kamille und Lavendel. Das Öl wird in etwas Olivenöl gegeben und als Massage auf der Stirn verwendet.
  • Fußbäder. Drei bis vier Tropfen ätherisches Öl aus Minze in lauwarmes Wasser geben und die Füsse darin baden.
  • Entspannungstechniken: Dazu wählt man eine bequeme Lage (sitzend oder liegend) und realisiert beispielsweise Atemübungen. Dabei fühlen wir, wie sich unsere Lungen füllen und leeren oder können unserem Herzschlag folgen und dabei alles andere um uns vergessen.

Weiter sind Yoga, Meditation und Massagen eine gute Wahl.

Welche Pflanzen können uns helfen?

Rosmarin
Rosmarin hilft nicht nur bei Migräne und bei Menstruationsbeschwerden. Das Öl, das direkt aus den Blättern gewonnen wird, kann als Vorbeugung von Geschwüren benutzt werden. Weiter hilft Rosmarin bei Rheuma- und Lendenschmerzen. (Foto: Alejandro Villegas/ Flickr.com)

Die folgenden Kräuter helfen dank ihren wertvollen Eigenschaften, die lästigen und unvorhersehbaren Migräneschmerzen zu lindern. Denken Sie immer daran, die empfohlene Dosis nicht zu überschreiten.

  • Rosmarin: hilft bei Menstruationsbeschwerden und somit auch bei Migräne. Ein Löffel der äußersten Spitzen des Krauts in Wasser aufkochen und zwei Tassen täglich trinken.
  • Baldrian: enthält entspannende und schmerzlindernde Eigenschaften. Er beruhigt das Nervensystem und das Gehirn. Für Baldriantee 15g der Wurzel der Pflanze in Wasser aufkochen und über Nacht ziehen lassen.
  • Passionsblume: hilft bei Stress und Angstzuständen. Einige Löffel der getrockneten Pflanze in einem halben Liter Wasser aufkochen und einige Tassen des Tees über den Tag verteilt trinken.
  • Minze: entspannt das zentrale Nervensystem und wirkt auch als Schmerzmittel. Ein Löffel der äußersten Spitzen des Krauts in Wasser aufkochen und über den Tag verteilt trinken.

Besonders wichtig ist zudem eine ausgewogene Ernährung, genügend Schlaf und natürlich das Vermeiden von allen Faktoren, die Migräne auslösen.