Medizinische Eigenschaften von Zimt und Anwendungsmöglichkeiten

13 Januar, 2020
Zimt kommt schon seit alters her für verschiedenste gesundheitsfördernde Anwendungen zum Einsatz. Die alten Ägypter verwendeten diese Gewürzpflanze zur Einbalsamierung, doch sie hat auch zahlreiche medizinische Eigenschaften, von denen wir auch heute noch profitieren können. Erfahre anschließend mehr zum Thema.

Zimt ist eine Gewürzpflanze, die schon in der Antike Verwendung fand. Sie ist nicht nur in der Küche für verschiedenste Gerichte sehr beliebt, sondern hat auch zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen. Es gibt zwei Sorten: Cassia und Ceylon. Der billigere Cassia-Zimt enthält allerdings größere Mengen an Cumarin, deshalb empfiehlt sich immer Ceylon-Zimt, der auch feiner und aromatischer schmeckt. Erfahre heute mehr über die medizinischen Eigenschaften von Zimt.

Es gibt eine sehr umfangreiche Bibliographie über die zahlreichen gesundheitsfördernden Eigenschaften, die der Zimtrinde zugeschrieben werden. So kann diese zum Beispiel bei Atemwegsbeschwerden, Verdauungsproblemen oder für den Reproduktionsapparat vorteilhaft sein.

Es handelt sich also nicht nur um ein aromatisches Gewürz, das in Nachspeisen, Schokolade oder Kaffee sehr beliebt ist. Du kannst davon auch für deine Gesundheit profitieren. Lies weiter, um mehr darüber zu erfahren:

Wissenswertes über Zimt

Der Ceylon-Zimtbaum oder Echte Zimtbaum gehört zur Familie der Lorbeergewächse. Es handelt sich um einen immergrünen Baum, der bis zu 18 Meter hoch werden kann. Die doppelte Rinde ist sehr aromatisch. Dieser Baum stammt ursprünglich aus Indien und Sri Lanka, wird inzwischen jedoch auch in anderen Ländern angebaut. Der Zimt stammt aus dem Inneren Teil der Rinde.

Zimt enthält große Mengen an Calcium, Kalium, Vitamin A, Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Vitamin C, Eisen, Magnesium und Phosphor. 

Diese aromatische Pflanze wird schon seit alters her verwendet. Bereits in Ägypten kam die Zimtrinde zum Einsatz, wie aus Zeichnungen in den Pyramiden hervorgeht. Er wurde schon 2000 vor Christus aus China importiert und für die Einbalsamierung von Mumien verwendet. In Griechenland und Rom verwendete man Zimt zur Behandlung von Verdauungsproblemen.

Forschungsstudien bestätigen, dass Zimt, Kardamom und Pfeffer die ersten Gewürze waren, die im Mittelmeerbereich verwendet wurden. Im 19. Jahrhundert begann man dann mit dem Anbau in anderen Gebieten. Heute handelt es sich um ein sehr beliebtes Gewürz, das vielfach zum Einsatz kommt und insbesondere für Nachspeisen, Kaffee und Schokolade sehr beliebt ist.

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Medizinische Eigenschaften von Zimt

Medizinische Eigenschaften von Zimt
Die Zimtrinde hat sehr viele vorteilhafte Eigenschaften auf unterschiedliche Körpersysteme, die schon seit der Antike genutzt werden.

Diese aromatische Pflanze zeichnet sich durch verschiedenste Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile aus. Sie weist zum Beispiel für den Verdauungsapparat, das Atemsystem, die Durchblutung und den Fortpflanzungsapparat sehr interessante Eigenschaften auf:

Verdauungsapparat

Die Zimtrinde wirkt gegen Blähungen, Erbrechen und Geschwüre und regt die Bildung von Speichel und Magensäften an. Deshalb wird diese Pflanze in folgenden Fällen verwendet:

Atemwege

Die vorteilhaften Eigenschaften der Zimtrinde sind in diesem Fall auf ihre schleimlösenden, antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften zurückzuführen. Deshalb kommt dieses Gewürz bei Bronchitis, Erkältungen und Husten zum Einsatz. Konsumiere zwei Tropfen ätherisches Zimtöl in einem Glas mit heißem Wasser und einem Esslöffel Honig.

Durchblutungssystem

Zimt hat antisklerotische und antithrombotische Eigenschaften und reduziert in der Folge kardiovaskuläre Risiken. Du kannst damit zum Beispiel kalte Hände oder Füße behandeln, um die Durchblutung zu verbessern. Trinke mehrere Tassen Zimttee, den du mit einer halben Zimtstange und einem Liter Wasser zubereitest.

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Fortpflanzungsapparat

Die Zimtrinde ist ausgezeichnet in folgenden Situationen:

  • Du kannst damit Menstruationsschmerzen lindern und den Zyklus regulieren: Trinke einen Tee, den du aus einer halben Zimtstange und einem Liter Wasser zubereitest.
  • Die Zimtrinde hat stark aphrodisische Wirkungen und stimuliert die Libido. Deshalb hilft das Gewürz zum Beispiel bei erektiler Dysfunktion. Bereite dir eine Tasse Tee mit einem halben Teelöffel Zimt zu.

Äußerliche Verwendungsmöglichkeiten von Zimt

Äußerliche Verwendungsmöglichkeiten von Zimt
Zimt hemmt das Wachstum von Mikroorganismen und ist deshalb auch äußerlich angewendet sehr effektiv.

Es gibt verschiedenste Präparate im Handel und du kannst auch selbst Salben herstellen, um durch Pilze oder Bakterien verursachte Beschwerden äußerlich zu behandeln:

  • Vaginale Infektionen: Zimt neutralisiert Candida albicans. Zerkleinere eine Zimtstange, übergieße sie mit einem Liter Wasser und lasse sie ziehen. Entferne dann die Feststoffe und führe mit dem Zimtwasser Waschungen durch.
  • Fuß- oder Nagelpilz: Bereite einen Tee aus einer halben Zimtstange und ein paar Litern Wasser zu und bade darin deine Füße.
  • Atemwegsinfektionen: Bereite dir einen Zimttee zu, um damit zu gurgeln. So kannst du Angina, eine Kehlkopfentzündung oder eine Rachenentzündung lindern.
  • Mundgeschwüre: Spüle deinen Mund mit Zimttee. Verwende dafür einen halben Teelöffel Zimtpulver pro Tasse Wasser.
  • Schlechter Mundgeruch: Bereite dir einen Zimttee (mehrere Teelöffel Zimt pro Liter Wasser) zu und spüle dir damit deinen Mund.

Weitere Vorteile von Zimt

In der Traditionellen Chinesischen Medizin kommt Zimt auch bei anderen Leiden zum Einsatz, zu denen folgende gehören:

  • Rheuma
  • Arthritis
  • Arthrose
  • Kälteverursachte Beschwerden
  • Nierenprobleme
  • Durchblutungsstörungen
  • Entzündungskrankheiten
  • Durchfall
  • Blähungen
  • Diabetes
  • Magenverstimmung

Gegenanzeigen von Zimt

Diese aromatische Pflanze stimuliert die Durchblutung. Deshalb ist sie bei Personen, die Probleme mit der Blutgerinnung haben, kontraindiziert. Auch schwangere Frauen sollten den Konsum einschränken oder ganz darauf verzichten. Bei Zweifeln solltest du dich von deinem Arzt oder Apotheker beraten lassen. Denn auch wenn es sich um ein natürliches Produkt handelt, kann dieses aromatische Gewürz unerwünschte Auswirkungen auf den Organismus haben.

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